{"id":252074,"date":"2025-07-08T13:39:11","date_gmt":"2025-07-08T13:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252074\/"},"modified":"2025-07-08T13:39:11","modified_gmt":"2025-07-08T13:39:11","slug":"luxus-europas-motor-in-zeiten-wirtschaftlicher-und-geopolitischer-spannungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252074\/","title":{"rendered":"Luxus: Europas Motor in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Spannungen"},"content":{"rendered":"<p>\n                                        <b>\u00dcbersetzt von<\/b><br \/>\n                                        <br \/>Aline Bonnefoy\n                                    <\/p>\n<p>\n                                    <b>Ver\u00f6ffentlicht am<\/b><br \/>\n                                    <\/p>\n<p>                                        8. Juli 2025<\/p>\n<p class=\"article-content col-md-8 offset-md-1\">\n                                Das Premiumsegment bleibt weiterhin ein wichtiger Wachstumsmotor in Europa, doch wird es durch die Konjunkturlage und geopolitische Spannungen bedroht. Zu diesem Schluss kommt die Allianz der Europ\u00e4ischen Kultur- und Kreativwirtschaft (ECCIA) in ihrem j\u00fcngsten Bericht, der in Zusammenarbeit mit <a class=\"fnwAddLinks\" href=\"https:\/\/de.fashionnetwork.com\/tags-bain---company\" title=\"Bain &amp; Company\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bain &amp; Company<\/a> erstellt wurde. Die Studie best\u00e4tigt das kr\u00e4ftige Wachstum und die Bedeutung der Luxusindustrie in Europa. Die Branche erzielte 2024 einen Gesamtumsatz von EUR\u00a0986 Milliarden, im Vergleich zu EUR\u00a0856 Milliarden im Jahr 2019. Dies entspricht einem Anstieg um 15 Prozent \u2013 trotz der Corona-Krise. Damit tr\u00e4gt die Branche 5\u00a0Prozent zum BIP bei, gegen\u00fcber 4 Prozent im Jahr 2018.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"news-image\" style=\"width:100%;max-width:645px;\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/b7ab.jpg\" alt=\"Die Luxus- und Kreativbranche ist ein Wachstumsmotor in Europa\" loading=\"lazy\"\/>Die Luxus- und Kreativbranche ist ein Wachstumsmotor in Europa &#8211; ph Pexels<\/p>\n<p class=\"col-md-8 offset-md-1 article-content--texte\">Europ\u00e4ische Luxusunternehmen machen 70 Prozent des EUR\u00a01.417\u00a0Milliarden schweren globalen Luxusmarktes aus. Der Wert der Branche k\u00f6nnte laut Prognosen der Analysten von Bain &amp; Company bis 2030 EUR\u00a02.000 bis 2.500 Milliarden erreichen.<br \/>\u00a0<br \/>Allein im Bereich Luxusg\u00fcter, also Mode, Lederwaren, Schmuck, Uhren und Kosmetik, stieg der Marktanteil europ\u00e4ischer Marken auf 80\u00a0Prozent bzw. einen Umsatz von EUR\u00a0289\u00a0Milliarden, laut der ECCIA. Die Allianz besteht aus sieben Institutionen (Altagamma \u2013 Italien, Circulo Fortuny &#8211; Spanien, Comit\u00e9 Colbert &#8211; Frankreich, Gustaf III Kommitt\u00e9 &#8211; Schweden, Laurel &#8211; Portugal, Meisterkreis &#8211; Deutschland und Walpole &#8211; Vereinigtes K\u00f6nigreich) und vertritt 750 Marken.<\/p>\n<p class=\"col-md-8 offset-md-1 article-content--texte\">Die Exporte der europ\u00e4ischen Luxusg\u00fcterindustrie erreichten im Jahr 2024 EUR\u00a0306 Milliarden, was 11,5 Prozent der gesamten Warenexporte der Europ\u00e4ischen Union entspricht. In Europa besch\u00e4ftigt die Branche insgesamt 2 Millionen Menschen, gegen\u00fcber 1,7 Millionen im Jahr 2013. Seit 2019 wurden 160.000 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen, wie der Bericht weiter hervorhebt. Dabei wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Branche zunehmend Schwierigkeiten hat, qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte zu finden, und jedes Jahr traditionelles Know-how verliert.<br \/>\u00a0<br \/>Der Einfluss des Luxus in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern geht jedoch weit \u00fcber diese Zahlen hinaus. &#8222;Luxusprodukte sind weit mehr als nur Wirtschaftsmotoren&#8220;, so die Autoren des Berichts. Mit ihren Produkten und Erlebnissen stehen die Luxusmarken auch f\u00fcr den ultimativen Ausdruck der Soft Power Europas, die sich in Kreativit\u00e4t, Innovation und Know-how, also dem einzigartigen handwerklichen Kulturerbe Europas, widerspiegelt.<br \/>\u00a0<br \/>Es handelt sich um einen kreativen Motor, der bis zu 5 Prozent seines Umsatzes in Schulung und Ausbildung und bis zu 3 Prozent in nachhaltige Entwicklung und Innovation investiert. Damit tr\u00e4gt die Branche zum sozialen Wohlstand, zur Erhaltung der Kultur und zum Wirtschaftswachstum in den Kompetenzzentren Europas bei, hei\u00dft es im Bericht weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"news-image\" style=\"width:100%;\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/7603.jpg\" alt=\"Anteil der europ\u00e4ischen Luxusmarken am weltweiten Luxusmarkt nach T\u00e4tigkeitsbereich\" loading=\"lazy\"\/>Anteil der europ\u00e4ischen Luxusmarken am weltweiten Luxusmarkt nach T\u00e4tigkeitsbereich &#8211; ECCIA &#8211; Bain &amp; Company<\/p>\n<p class=\"col-md-8 offset-md-1 article-content--texte\">Dar\u00fcber hinaus wirkt der europ\u00e4ische Luxussektor als Katalysator und zieht sehr kaufkr\u00e4ftige Touristen an, die bis zu 25 Prozent des gesamten Tourismusumsatzes ausmachen. Rund 40 Prozent der internationalen Reisenden geben Luxus-Shopping als einen der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr ihren Besuch an.<br \/>\u00a0<br \/>Der Sektor spielt auch eine entscheidende Rolle f\u00fcr das Wachstum der europ\u00e4ischen Finanzm\u00e4rkte. Luxusg\u00fcter weisen langfristig eine vier- bis sechsmal h\u00f6here Performance auf als der Gesamtmarkt, sei es in Italien oder in Frankreich, wo die \u00fcberwiegende Mehrheit der Luxush\u00e4user des Kontinents ans\u00e4ssig ist.<br \/>\u00a0<br \/>Gegenw\u00e4rtig wird dieses Bild jedoch durch wirtschaftliche und geopolitische Turbulenzen getr\u00fcbt. Angefangen bei der mit den Handelsz\u00f6llen und globalen Handelsspannungen verbundenen Unsicherheit. &#8222;Die Eskalation geopolitischer Spannungen, die Erh\u00f6hung von Z\u00f6llen und protektionistische Handelspolitiken, insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und China, die 35 bis 45 Prozent der weltweiten Einnahmen der Branche ausmachen, sind unerw\u00fcnschte Unsicherheitsfaktoren&#8220;, so der Bericht.<br \/>\u00a0<br \/>&#8222;Es ist verlockend zu glauben, dass die Branche von den aktuell vorherrschenden wirtschaftlichen Turbulenzen verschont bleibt&#8220;, sagt M<a class=\"fnwAddLinks\" href=\"https:\/\/de.fashionnetwork.com\/tags-michael-ward\" title=\"ichael Ward,\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ichael Ward,<\/a> Pr\u00e4sident der ECCIA und Chef der Londoner Kaufhauskette Harrods. Er mahnt dazu, auf &#8222;bestimmte Vorzeichen&#8220; zu achten. &#8222;Die Zollma\u00dfnahmen drohen die weltweite Nachfrage zu st\u00f6ren, die Kosten in die H\u00f6he zu treiben und Unternehmen dazu zu zwingen, ihre Lieferketten zu \u00fcberarbeiten, w\u00e4hrend wir uns auf die Rentabilit\u00e4t konzentrieren und mehr Stabilit\u00e4t fordern&#8220;, betont er.<br \/>\u00a0<br \/>In ihrem Bericht ruft die ECCIA die Europ\u00e4ische Union und die Regierungen zu &#8222;rascher und angemessener politischer Unterst\u00fctzung&#8220; auf, &#8222;um dieses wirtschaftliche und kulturelle Aush\u00e4ngeschild Europas vor den wachsenden internationalen und geopolitischen Herausforderungen zu sch\u00fctzen&#8220;. Die Allianz macht f\u00fcnf Schl\u00fcsselempfehlungen: St\u00e4rkung des geistigen Eigentums und Bek\u00e4mpfung von Produktf\u00e4lschungen, Erhalt des selektiven Vertriebs und der Qualit\u00e4t des Kundenerlebnisses, Anpassung des Green Deals an die Bed\u00fcrfnisse der Branche, F\u00f6rderung des Kunsthandwerks durch Ausbildung und Anerkennung sowie F\u00f6rderung von Handel und Tourismus durch Handelsabkommen, einfachere Visaregelungen und attraktive Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Reisende aus Nicht-EU-L\u00e4ndern.\n                            <\/p>\n<p>\n                                Copyright \u00a9 2025 FashionNetwork.com Alle Rechte vorbehalten.\n                            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcbersetzt von Aline Bonnefoy Ver\u00f6ffentlicht am 8. 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