{"id":252224,"date":"2025-07-08T14:58:11","date_gmt":"2025-07-08T14:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252224\/"},"modified":"2025-07-08T14:58:11","modified_gmt":"2025-07-08T14:58:11","slug":"daimler-truck-sparprogramm-cost-down-europe-soll-5000-stellen-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252224\/","title":{"rendered":"Daimler Truck-Sparprogramm &#8222;Cost Down Europe&#8220; soll 5000 Stellen kosten"},"content":{"rendered":"<p>Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck will bis 2030 ungef\u00e4hr 5000 Stellen in Deutschland streichen. Das teilte das Unternehmen auf seinem Kapitalmarkttag am US-Standort Charlotte (North Carolina) mit. Einem Sprecher zufolge sollen die Stellen weitgehend \u00fcber nat\u00fcrliche Fluktuation und Altersteilzeit abgebaut werden. Aber auch gezielte Abfindungsprogramme seien m\u00f6glich, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Betroffen ist den Angaben zufolge die Lastwagen-Sparte des Unternehmens aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Dort gab es Ende 2024 rund 28.000 Stellen. Insgesamt hat Daimler Truck hierzulande rund 35.500 Besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Zuletzt kostete die Aktie 40,73 Euro. Nach dem Zollschock in den USA war der Kurs Anfang April zwischenzeitlich auf unter 31 Euro abgerutscht, hat sich seitdem aber wieder gut erholt. Bereits am Vorabend hatte Daimler Truck ein weiteres Aktienr\u00fcckkaufprogramm \u00fcber bis zu 2 Milliarden Euro \u00fcber zwei Jahre angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Keine betriebsbedingten K\u00fcndigungen<\/p>\n<p>Das Dax-Unternehmen hatte sich bereits im Mai mit dem Gesamtbetriebsrat auf Eckpunkte f\u00fcr die deutschen Lkw-Standorte geeinigt. Diese umfassen auch einen sozialvertr\u00e4glichen Personalabbau. Wie viele Stellen der Hersteller von Lastwagen und Bussen streichen will, war bislang nicht bekannt. In dem Papier haben sich Daimler Truck und Arbeitnehmervertreter auch darauf geeinigt, dass es bis Ende 2034 keine betriebsbedingten K\u00fcndigungen geben soll.<\/p>\n<p>Von dem Sparprogramm &#8222;Cost Down Europe&#8220; bei der zuletzt schw\u00e4chelnden Marke Mercedes-Benz Trucks sind sowohl die Produktion als auch die Zentrale, Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung betroffen. Gesenkt werden sollen neben den Personalkosten beispielsweise auch die Kosten f\u00fcr Material, Verwaltung, IT-Infrastruktur sowie Forschung und Entwicklung.<\/p>\n<p>Es gibt insgesamt f\u00fcnf Standorte in Deutschland: Gaggenau, Kassel, Mannheim, Stuttgart und W\u00f6rth. Der letztere Standort in Rheinland-Pfalz ist das gr\u00f6\u00dfte Montagewerk f\u00fcr Lkw. Insgesamt sollten die wiederkehrenden Kosten um mehr als eine Milliarde Euro bis sp\u00e4testens 2030 dauerhaft gesenkt werden.<\/p>\n<p>In Nordamerika konnte Daimler Truck dagegen in den vergangenen Jahren kontinuierlich starke finanzielle Ergebnisse erzielen. Daimler Truck will vor allem das Gesch\u00e4ft mit Berufskraftfahrzeugen wie M\u00fcll- und Liefer-Lkw ausweiten. Bei den Schweren Lkw ist der Konzern in den USA zwar Marktf\u00fchrer mit seinen Marken Freightliner und Western Star. Allerdings gibt es hier aktuell wegen der Zollkapriolen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump gro\u00dfe Unsicherheiten, wie sich das Transportvolumen aus den H\u00e4fen des Landes in den kommenden Jahren entwickeln wird, die Bestellungen der Kunden brachen deshalb deutlich ein.<\/p>\n<p>Marge von \u00fcber 12 Prozent angepeilt<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftszahlen haben nach Unternehmensangaben zuletzt gezeigt, dass die Marke Mercedes-Benz Trucks widerstandsf\u00e4higer werden muss. Mit dem Programm wolle man das Unternehmen in Europa wieder auf Kurs bringen. Konkret will Daimler Truck so in den kommenden f\u00fcnf Jahren die Profitabilit\u00e4t etwas st\u00e4rker steigen als bisher. Chefin Karin Radstr\u00f6m peilt bis 2030 eine um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von mehr als 12 Prozent an. \u00dcber den Konjunkturzyklus soll die bereinigte Marge im Fahrzeuggesch\u00e4ft bis 2030 zwischen 9 und 13 Prozent liegen. Hier hatte Daimler Truck bisher 7 bis 11 Prozent veranschlagt. Die Zahlen beziehen sich nur auf das Industriegesch\u00e4ft \u2013 umfassen also nicht die Finanzdienstleistungen. Bisher hat das Unternehmen das nur f\u00fcr den Fall g\u00fcnstiger Bedingungen erwartet.<\/p>\n<p>Nachdem das Management f\u00fcr den Gesamtkonzern vor zwei Jahren f\u00fcr die F\u00fcnfjahresperiode von 2025 bis 2030 &#8211; damals noch inklusive des abzuspaltenden Asienteils \u2013 ein Umsatzwachstum von 40 bis 60 Prozent in Aussicht gestellt hatte, visiert Finanzchefin Scherer nun ein durchschnittliches j\u00e4hrliches organisches Wachstum \u2013 also ohne Zuk\u00e4ufe \u2013 zwischen 3 und 5 Prozent an. Beitr\u00e4ge dazu sollen insbesondere emissionsfreie Fahrzeuge wie Elektro-Lkw liefern, aber auch der indische Markt sowie das aussichtsreiche R\u00fcstungsgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Allerdings m\u00fcssen sich die Anleger erst einmal auf h\u00f6here Investitionsausgaben f\u00fcr neue Technik wie E-Antriebe und autonom fahrende Lkw einstellen. 2026 und 2027 werde der Gipfel bei den Investitionsausgaben erreicht, hie\u00df es von Daimler Truck.<\/p>\n<p>        Mehr \u00fcber die Lkw-SparteMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fpi@heise.de\" title=\"Florian Pillau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fpi<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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