{"id":252285,"date":"2025-07-08T15:31:11","date_gmt":"2025-07-08T15:31:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252285\/"},"modified":"2025-07-08T15:31:11","modified_gmt":"2025-07-08T15:31:11","slug":"muenchner-fussgaengerzone-wie-karstadt-sport-zu-herzog-max-umgebaut-wurde-und-was-dort-einzieht-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252285\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Fu\u00dfg\u00e4ngerzone: Wie Karstadt Sport zu Herzog Max umgebaut wurde und was dort einzieht &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die M\u00fcnchner Altstadt ver\u00e4ndert fortw\u00e4hrend ihr Gesicht \u2013 allerdings nicht immer zu ihrem Vorteil. Doch an diesem Dienstag gibt es f\u00fcr die Menschen, die zur Er\u00f6ffnung des Projekts \u201eHerzog Max\u201c am Karlstor gekommen sind, einen Grund zum Feiern. Nach f\u00fcnf Jahren Planungs- und Bauzeit ist das denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude, in dem sich fr\u00fcher Karstadt Sport befand, fertig. \u201eHerzog Max\u201c hei\u00dft es nach seiner Adresse Herzog-Max-Stra\u00dfe 4, direkt neben dem Kaufhaus Oberpollinger. Eigent\u00fcmer Euro Real Estate (Wilhelm von\u202fFinck Gruppe) und Projektentwickler Accumulata haben die einstige Handelsimmobilie mit viel Aufwand umgebaut. Zur Er\u00f6ffnung schauten auch Bayerns Bauminister Christian Bernreiter (CSU), Stadtbaur\u00e4tin Elisabeth Merk (parteilos) und M\u00fcnchens Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (SPD) vorbei.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Merk zitiert in ihrer Rede den fr\u00fcheren M\u00fcnchner OB Christian Ude mit dem Satz: \u201eDen M\u00fcnchner ist nicht nur der Ziegelstein wichtig, sondern auch das Erscheinungsbild.\u201c Dieser Satz passt gut hierher. Das denkmalgesch\u00fctzte Haus aus dem Jahr 1865, das seinen markanten Spitzturm erst 1901\u00a0 bei einem Umbau bekam, wurde im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt. Beim Wiederaufbau blieb nur ein Teil der barocken Fassade erhalten. 1979 zog hier Karstadt Sport ein und machte aus dem historischen Geb\u00e4ude eine monofunktionale Einzelhandelsimmobilie, die 1990 entkernt wurde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u201eDas war ein kluger Satz von Herrn Ude\u201c, sagt Merk, \u201edenn es geht gerade im inneren Altstadtbereich darum, erfahrbar zu machen, wo unsere Stadtgeschichte herkommt.\u201c Herzog Max liegt direkt am Karlstor, an der alten Stadtmauer also. Bei den Bauarbeiten erlebten Arbeiter eine \u00dcberraschung: Der historische Stadtbach war ins Geb\u00e4ude eingedrungen. Beim Freilegen der Sch\u00e4den kamen Fragmente der Zwingermauer zum Vorschein, die im 15. Jahrhundert als Teil des zweiten Stadtmauerrings errichtet wurde. Eines der \u00dcberbleibsel ist im Foyer ausgestellt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Projekt gilt vielen der Anwesenden als Blaupause f\u00fcr die deutschen Innenst\u00e4dte. \u201eGro\u00dfe Kaufh\u00e4user sind nicht mehr rentabel und verursachen Leerst\u00e4nde\u201c, sagte G\u00fcnter Koller, Leiter des Family Offices der Familie Finck. Herzog Max setzt daher auf gemischte Nutzung: Im Erdgeschoss ist der Sneaker-Hersteller New Balance eingezogen. Knapp zwei Drittel der 14 000 Quadratmeter Fl\u00e4che mietet das Max-Planck-Institut f\u00fcr Innovation und Wettbewerb, um dort Mitarbeiter, Studierende und seine gewaltige Bibliothek unterzubringen. 95 Prozent der Fl\u00e4che sind bereits vergeben, gesucht wird noch ein Interessent f\u00fcr die Gastronomie in der Herzog-Max-Stra\u00dfe, wo eine Au\u00dfenterrasse angelegt ist und neu gepflanzte B\u00e4ume den einstmals d\u00fcsteren Charakter der Gasse vertreiben sollen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Bei den Bauarbeiten kam ein Fragment der Zwingermauer aus dem 15.Jahrhundert zum Vorschein. Ein \u00dcberbleibsel ist im Foyer ausgestellt.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ce131f7b-e82d-4f9b-8d06-4b8b2aa2aa13.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Bei den Bauarbeiten kam ein Fragment der Zwingermauer aus dem 15.Jahrhundert zum Vorschein. Ein \u00dcberbleibsel ist im Foyer ausgestellt. (Foto: Stephan Rumpf)<img decoding=\"async\" alt=\"Treppenh\u00e4user wurden verlegt, Lichtsch\u00e4chte ins Geb\u00e4ude geschnitten. So gibt es viel Tageslicht, im Foyer des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Innovation und Wettbewerb.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/7ad95cbc-d3f3-4e12-9b7e-4641bbe16fc4.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Treppenh\u00e4user wurden verlegt, Lichtsch\u00e4chte ins Geb\u00e4ude geschnitten. So gibt es viel Tageslicht, im Foyer des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Innovation und Wettbewerb. (Foto: Stephan Rumpf)<img decoding=\"async\" alt=\"\u201eDer neue Standort sollte f\u00fcr uns unbedingt im Zentrum der Stadt liegen\u201c, sagt Josef Drexler, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Innovation und Wettbewerb.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/d929b7b8-330f-4498-a07e-3432ca60275a.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>\u201eDer neue Standort sollte f\u00fcr uns unbedingt im Zentrum der Stadt liegen\u201c, sagt Josef Drexler, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Innovation und Wettbewerb. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Max-Planck-Institut belegt nicht nur die oberen Geschosse, sondern auch das gesamte Untergeschoss. Es wird f\u00fcr die 250 000 B\u00e4nde starke juristische Bibliothek genutzt, die bereits umgezogen ist. Ein Buch neben dem anderen ergibt das etwa sechs Kilometer Regalfl\u00e4che. Weil es so viele sind, war ein Teil davon zuvor in Berlin ausgelagert. Nun wurden die Best\u00e4nde zusammengef\u00fchrt. \u201eWir haben jetzt etwa zehn Kilometer Regale, von denen derzeit sieben Kilometer belegt sind\u201c, sagt Peter Weber, der \u00fcber die B\u00fccher wacht. \u201eWenn wir weiter jedes Jahr 5000 neue B\u00e4nde kaufen, reicht uns der Platz f\u00fcr ungef\u00e4hr 20 Jahre.\u201c So lange l\u00e4uft der Mietvertrag.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Aber warum sucht sich ein Forschungsinstitut B\u00fcros mitten in der Altstadt, wo die Mieten besonders hoch sind? \u201eForschung geh\u00f6rt in die Mitte der Gesellschaft \u2013 genau dort, wo wir mit Herzog Max jetzt sind\u201c, sagt Josef Drexler, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Max-Planck-Instituts. Die N\u00e4he zu den Universit\u00e4ten sei entscheidend gewesen f\u00fcr die Wahl des Standorts. \u201eBedenken Sie, wir ziehen innerhalb der Innenstadt um\u201c, sagt Drexler. Da der Platz im Verwaltungsbau der Max-Planck-Gesellschaft am Hofgarten zu klein war, habe man in der N\u00e4he zus\u00e4tzliche R\u00e4ume gemietet. \u201eWir zahlen dort heute einen h\u00f6heren Preis als hier\u201c, sagt Drexler bei der F\u00fchrung durch die neuen R\u00e4ume. \u201eWir haben einen guten Deal gemacht.\u201c Der Mietpreis f\u00fcr Herzog Max sei bereits vor sechs Jahren vereinbart worden. Damals war das Preisniveau deutlich niedriger als heute.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Bauminister Bernreiter freut sich, dass hier \u201emitten in der Stadt und mitten in der Gesellschaft ein lebendiger Ort entstanden ist, mit Raum zum Arbeiten, zum Forschen, zum Einkaufen\u201c. Wirtschaftsreferent Scharpf verweist auf den Wandel, dem Innenst\u00e4dte \u00fcberall in Deutschland, nicht nur in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a>, unterliegen. \u201eIm Moment k\u00e4mpfen wir mit etlichen Baustellen, sei es die Langzeitbaustelle am Hauptbahnhof, sei es am Marienhof wegen der zweiten S-Bahn-Stammstrecke. Und nat\u00fcrlich nicht zu vergessen die Benko-Hinterlassenschaften, ob Karstadt oder Alte Akademie.\u201c Er sei \u00fcberzeugt, dass Herzog Max mit seiner neuen Nutzung helfe, die Innenstadt zu beleben und attraktiver zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die M\u00fcnchner Altstadt ver\u00e4ndert fortw\u00e4hrend ihr Gesicht \u2013 allerdings nicht immer zu ihrem Vorteil. 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