{"id":252451,"date":"2025-07-08T16:58:11","date_gmt":"2025-07-08T16:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252451\/"},"modified":"2025-07-08T16:58:11","modified_gmt":"2025-07-08T16:58:11","slug":"gesundheit-berlin-wird-zum-pflegefall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252451\/","title":{"rendered":"Gesundheit \u2013 Berlin wird zum Pflegefall"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img308347\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/308347.jpeg\" alt=\"Der Anteil \u00e4lterer Menschen wird in den kommenden Jahren steigen \u2013 und damit auch die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen.\"\/><\/p>\n<p>Der Anteil \u00e4lterer Menschen wird in den kommenden Jahren steigen \u2013 und damit auch die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen.<\/p>\n<p>Foto: imago\/photothek<\/p>\n<p>212\u2009000 Pflegebed\u00fcrftige gab es 2023 in Berlin \u2013 das entspricht 5,5\u2005Prozent der Bev\u00f6lkerung. Das geht aus dem Landespflegeplan hervor, den der Senat am Dienstag beschlossen hat. Im Vergleich zu den Zahlen von 2013 bedeutet das bereits fast eine Verdopplung der Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen. Dabei d\u00fcrfte es nicht bleiben. \u00bbWir sehen eine massiv steigende Zahl von Menschen, die pflegebed\u00fcrftig sind\u00ab, sagte Pflegesenatorin Ina Czyborra im Anschluss an die Senatssitzung.<\/p>\n<p>Der Grund: Berlin wird \u00e4lter. Die Zahl \u00e4lterer Menschen wird im n\u00e4chsten Jahrzehnt sowohl absolut als auch relativ steigen \u2013 und damit auch die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen, weil Senioren h\u00e4ufiger schwer erkranken. Vor allem f\u00fcr die in 60er Jahren geborenen Babyboomer wird die Pflege in den kommenden Jahren zunehmend an Relevanz gewinnen.<\/p>\n<p>Wie hoch die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen am Ende konkret sein wird, dazu will die Senatspflegeverwaltung keine Prognose abgeben. \u00bbEs gibt eine gro\u00dfe Bandbreite von Prognosen zur Pflegebed\u00fcrftigkeit\u00ab, sagte Czyborra. Festlegen wolle man sich daher nicht. Wie viele Menschen am Ende pflegebed\u00fcrftig sein werden, h\u00e4nge etwa <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1191635.berliner-pflegebericht-pflegebeduerftig-und-alleingelassen-im-stock.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">von der Entwicklung in der medizinischen Forschung ab<\/a>. In der Vergangenheit lagen Prognosen zur Pflege meist daneben. Im letzten ver\u00f6ffentlichten Landespflegeplan von 2016 wurde etwa noch vorhergesagt, dass die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen bis 2030 auf 170\u2009000 Menschen steigen werde \u2013 eine Angabe, die bereits jetzt von der Realit\u00e4t \u00fcberholt wurde.<\/p>\n<p>Bei der Senatsverwaltung glaubt man, den Anstieg zumindest abd\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. \u00bbWir haben noch Zeit, es zu verz\u00f6gern und zum Teil zu verhindern\u00ab, so Czyborra. Daf\u00fcr will sie auf Pr\u00e4vention setzen. Ohne diese bef\u00fcrchtet sie Schlimmes: \u00bbWenn wir nichts tun, dann stehen wir vor einer Herausforderung, die kaum bew\u00e4ltigbar sein wird\u00ab, so Czyborra.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbWenn wir nichts tun, dann stehen wir vor einer Herausforderung, die kaum bew\u00e4ltigbar sein wird.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nIna Czyborra (SPD)\u2003Pflegesenatorin<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Beispiel f\u00fcr konkrete Ma\u00dfnahmen im Bereich der Pr\u00e4vention nannte Czyborra etwa das Verhindern von schweren St\u00fcrzen. Diese seien die zweith\u00e4ufigste Ursache von Pflegesituationen. Helfen k\u00f6nnte etwa die barrierefreie Umgestaltung von Wohnungen. Aber auch Sport k\u00f6nne ein Weg sein, \u00e4ltere Menschen so fit zu halten, dass es gar nicht erst zu St\u00fcrzen kommt. Die Senatsverwaltung will daher ein Projekt zur Bewegungsf\u00f6rderung in station\u00e4ren Einrichtungen f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Eine zentrale Rolle bei der Pr\u00e4vention soll Beratung spielen. \u00bbDie Teilhabe- und Beratungsinfrastruktur f\u00fcr die Zielgruppe \u00e4lterer Menschen soll in allen Bezirken gleicherma\u00dfen verbessert werden\u00ab, hei\u00dft es im Landespflegeplan. Zentrale Anlaufstelle sollen die sogenannten Pflegest\u00fctzpunkte sein, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1185807.pflege-pflegestuetzpunkte-in-berlin-wegweiser-im-dschungel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die kostenlose Beratung anbieten<\/a>. Senatorin Ina Czyborra versicherte, dass die St\u00fctzpunkte keine K\u00fcrzungen bef\u00fcrchten m\u00fcssen. \u00bbWir haben die Pflegest\u00fctzpunkte abgesichert\u00ab, antwortete sie auf die Frage nach der Position der Pflege im kommenden Doppelhaushalt. Mit einer neu einzurichtenden Fachstelle f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit sollen die St\u00fctzpunkte nun bekannter gemacht werden.<\/p>\n<p>Vermehrt soll die Beratung auch direkt zu jenen kommen, die Gefahr laufen, pflegebed\u00fcrftig zu werden. \u00dcber 70-J\u00e4hrige sollen k\u00fcnftig Hausbesuche von geschulten Lotsen erhalten, die sie \u00fcber Pflegeangebote und M\u00f6glichkeiten der Pr\u00e4vention aufkl\u00e4ren sollen. Seit 2021 lief solch ein Pilotprojekt bereits im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Nun soll das Modell auf alle Berliner Bezirke ausgeweitet werden. Bis 2026 soll dieses Angebot fl\u00e4chendeckend verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Auf die Bestandsaufnahme und die zahlreichen Absichtserkl\u00e4rungen soll als n\u00e4chster Schritt ein Landespflegegesetz folgen. \u00bbWir wollen eine bessere Grundlage schaffen, um auch als Land die Angebote strukturell besser auszusteuern\u00ab, so Czyborra.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Anteil \u00e4lterer Menschen wird in den kommenden Jahren steigen \u2013 und damit auch die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":252452,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,26756],"class_list":{"0":"post-252451","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-pflegeversicherung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114818679839728340","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252451"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252451\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/252452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=252451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=252451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}