{"id":252466,"date":"2025-07-08T17:06:10","date_gmt":"2025-07-08T17:06:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252466\/"},"modified":"2025-07-08T17:06:10","modified_gmt":"2025-07-08T17:06:10","slug":"ki-erkennt-anhand-von-gehirnscan-das-sterberisiko-eines-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252466\/","title":{"rendered":"KI erkennt anhand von Gehirnscan das Sterberisiko eines Menschen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\tBiologische Alterungstempo<\/p>\n<p class=\"timeinfo\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\u00a008. Juli 2025  18:52<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\u00a0Robert Klatt\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\tGehirnscan offenbart biologisches Alterungstempo des Menschen<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t)kcotS ebodAffoknedoroG(Foto: \u00a9\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das biologische Alterungstempo eines Menschen konnte bisher nur \u00fcber Ver\u00e4nderungen der DNA bestimmt werden. Eine K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) kann nun anhand eines simplen Hirnscans die Alterungsrate ermitteln und das Risiko f\u00fcr altersbedingte Krankheiten lange vor den ersten Symptomen prognostizieren.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Durham (U.S.A.). <\/strong><a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/thema\/menschen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menschen<\/a> altern nicht gleich schnell und entwickeln alterstypische Erkrankungen wie Demenz nicht im selben <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/thema\/Alter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alter<\/a>. Die <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wissenschaft<\/a> bestimmt die sogenannte Alterungsrate bisher anhand von Ver\u00e4nderungen der DNA. Im klinischen Alltag ist diese Methode aber kaum anwendbar, weil das Auslesen der DNA-Anh\u00e4nge komplex ist. Forscher der <a href=\"https:\/\/today.duke.edu\/2025\/07\/scientists-can-tell-how-fast-youre-aging-single-brain-scan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Duke University<\/a> haben deshalb eine simplere Methode zum Messen des individuellen Alterungstempos entwickelt.<\/p>\n<p>Laut der Publikation im Fachmagazin <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s43587-025-00897-z\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nature Aging<\/a> haben sie dazu Gesundheitsdaten von 1.037 Personen verwendet, die zwischen 1972 und 1973 in der Stadt Dunedin geboren wurden und seitdem regelm\u00e4\u00dfig medizinisch untersucht werden. Die Untersuchungen umfassen unter anderem den Body-Mass-Index (BMI), den Blutdruck, den Glukose- und Cholesterinspiegel im Blut, den Zahnfleischr\u00fcckgang, Karies sowie die Lungen- und Nierenfunktion.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\tK\u00fcnstliche Intelligenz (KI) ermittelt Alterungstempo<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler haben mit den umfangreichen Gesundheitsdaten einen Algorithmus entwickelt, der das rein biologische Alterungstempo eines Menschen bestimmen kann. Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder ein hoher Alkoholkonsum und Umweltfaktoren werden durch den Algorithmus herausgerechnet.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/thema\/kuenstliche-intelligenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> (KI) hat daraufhin Gehirnscans von 860 Probanden der Dunedin-Studie analysiert. Das System konnte so erlenen, wie die biologische Alterungsrate mit 315 messbaren Merkmalen zusammenh\u00e4ngt, darunter das Volumen und die Dicke von einzelnen Bereichen des <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/thema\/gehirn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gehirns<\/a>.<\/p>\n<p>50.000 Gehirnscans analysiert<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend haben die Forscher mit der KI Gehirnscans von \u00fcber 50.000 Menschen zwischen 22 und 98 Jahren analysiert, um deren biologische Alterungsrate zu ermitteln. Dabei hat die KI Alterungsraten bestimmt, die mit den Resultaten in kognitiven Tests und anderen Gesundheitsuntersuchungen der Probanden \u00fcbereinstimmen. Menschen, die bereits in einem relativ jungen Alter in kognitiven Tests schlechter abgeschnitten haben, hatten also laut der KI ein h\u00f6heres Alterungstempo als Menschen, die in diesen Tests bessere Ergebnisse erreicht haben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Au\u00dferdem haben Menschen, die laut der KI ein besonders hohes Alterungstempo haben, ein deutlich h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Demenz (60 %) und ihr Hippocampus, eine Region des Gehirns, die essenziell f\u00fcr das Ged\u00e4chtnis ist, altert schneller.<\/p>\n<p>Alterungsrate und allgemeiner Gesundheitszustand<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler haben zudem entdeckt, dass die von der KI bestimmte Alterungsrate nicht nur mit dem Gehirnzustand, sondern auch dem generellen Gesundheitszustand zusammenh\u00e4ngt. Menschen mit einer hohen Alterungsrate sehen \u00e4lter aus, haben weniger K\u00f6rperkraft und eine schlechtere Koordination und Balance. Au\u00dferdem kommt es bei ihnen \u00f6fter zu altersbedingten Gesundheitsproblemen wie Herzinfarkten, Schlaganf\u00e4llen und Lungenerkrankungen und sie sterben im Mittel deutlich fr\u00fcher als Menschen mit einer geringeren biologischen Alterungsrate.<\/p>\n<blockquote><p>&#13;<\/p>\n<p>\u201eDer Zusammenhang zwischen dem Altern des Gehirns und des K\u00f6rpers ist ziemlich \u00fcberzeugend. Der Algorithmus scheint etwas einzufangen, das sich in allen Gehirnen widerspiegelt.\u201c<\/p>\n<p>&#13;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Laut den Forschern zeigen diese Ergebnisse, dass die KI mit nur einem Bild des Gehirns ermitteln kann, wie schnell ein Mensch altert und wie hoch sein Krankheits- und Sterberisiko ist. Die KI k\u00f6nnte deshalb in Zukunft in der <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/nachrichten\/medizin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medizin<\/a> verwendet werden, um Patienten \u00fcber ihr individuelles Risiko zu informieren. Diese k\u00f6nnten daraufhin ihren Lebensstil anpassen, um ihre Gesundheit zu verbessern und das Risiko f\u00fcr die Entstehung der prognostizieren Krankheiten zu reduzieren.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnte das System dabei helfen, beginnende Krankheiten fr\u00fcher zu diagnostizieren, um deren Verlauf mit entsprechenden Medikamenten zu verlangen. Informationen \u00fcber das individuelle biologische Alterungstempo k\u00f6nnen also dabei helfen, ein l\u00e4ngeres und ges\u00fcnderes Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nature Aging, doi: 10.1038\/s43587-025-00897-z<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Biologische Alterungstempo \u00a008. 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