{"id":252481,"date":"2025-07-08T17:14:16","date_gmt":"2025-07-08T17:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252481\/"},"modified":"2025-07-08T17:14:16","modified_gmt":"2025-07-08T17:14:16","slug":"projekt-klimasensorik-im-lutherviertel-ist-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252481\/","title":{"rendered":"Projekt \u201eKlimasensorik im Lutherviertel\u201c ist gestartet"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\"><b>Smart City: Wassersensible Stadtentwicklung in Halle<\/b><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Mit dem Ziel, die Stadt f\u00fcr die Herausforderungen des Klimawandels nachhaltig zu r\u00fcsten, starten die Stadtwerke Halle, das Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft (KZWW), der Bauverein Halle &amp; Leuna und das Helmholtz-Institut (UFZ) im Rahmen von Smart City ein innovatives Projekt zur wassersensiblen Stadtentwicklung. Unter dem Titel \u201eKlimasensorik im Lutherviertel\u201c wird der Fokus auf ein effizientes Niederschlagsmanagement gelegt, das sowohl die Begr\u00fcnung von st\u00e4dtischen Innenh\u00f6fen als auch die Reduzierung von Kanal\u00fcberlastungen aufgrund von Starkregenereignissen vorantreibt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ziel des Projektes: Wassersensibles Management von Niederschlagswasser<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt soll konkrete L\u00f6sungen f\u00fcr die Integration von Niederschlagswasser in st\u00e4dtische Quartiere entwickeln und dabei insbesondere drei zentrale Ziele verfolgen:<\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcnung der Stadt sichern: <\/strong>Niederschlagswasser soll in den Stadtzentren bleiben, um die Vegetation auch bei hei\u00dfen Sommern und Trockenperioden zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Klimaverbesserung: <\/strong>Die Verdunstung des Wassers aus den urbanen Fl\u00e4chen tr\u00e4gt zur Abk\u00fchlung und Verbesserung des Mikroklimas bei.<\/p>\n<p><strong>Reduzierung des Abflusses in das Kanalnetz: <\/strong>Das Projekt zielt darauf ab, den Anteil des Niederschlagswassers, der in die st\u00e4dtischen Kan\u00e4le abflie\u00dft, um 20 bis 25 Prozent zu senken, um \u00dcberlastungen und \u00dcberschwemmungen durch Starkregenereignisse zu vermeiden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Integration von Smart City Technologien f\u00fcr ein nachhaltiges Stadtklima<\/strong><\/p>\n<p>Zur Sicherstellung des Erfolgs des Projekts und zur Unterst\u00fctzung der Klimapotenzialstudie wird das Lutherviertel durch das Smart City-Team der Stadtwerke Halle mit modernen Sensoren ausgestattet. Diese messen kontinuierlich die Bodenfeuchtigkeit, die Wasserst\u00e4nde in den Rigolen, die Niederschlagsmengen und die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Durch den Einsatz des LoRaWAN-Netzwerks der EVH GmbH, einem Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, werden die Daten in Echtzeit \u00fcbermittelt, wodurch eine pr\u00e4zise Auswertung m\u00f6glich wird.<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Institut (UFZ) werden die gesammelten Daten in eine umfassende Potenzialstudie integriert. Diese simuliert die Auswirkungen der wassersensiblen Ma\u00dfnahmen auf die Stadt Halle und erm\u00f6glicht eine pr\u00e4zise Absch\u00e4tzung der Klimaverbesserung sowie der Reduzierung von Kanalnetzbelastungen durch Niederschlagswasser. Ziel ist es, ein tragf\u00e4higes Konzept zu entwickeln, das die Stadtverwaltung, Investoren und die organisierte Wohnungswirtschaft als Grundlage f\u00fcr die Umsetzung weiterer Projekte nutzen kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Pilotprojekte im Lutherviertel und dar\u00fcber hinaus<\/strong><\/p>\n<p>Das Lutherviertel wird als Pilotprojekt genutzt, um innovative L\u00f6sungen zur wassersensiblen Stadtgestaltung zu testen. Insbesondere sollen hier die Innenh\u00f6fe von Mehrfamilienh\u00e4usern umgestaltet werden, um das Niederschlagswasser dort zu speichern und f\u00fcr die Begr\u00fcnung zu nutzen. Der Bauverein Halle &amp; Leuna hat bereits 2018 ein Pilotprojekt gestartet und mehrere Innenh\u00f6fe erfolgreich umgestaltet. Erste Messungen zeigen, dass der Abfluss von Niederschlagswasser aus den umgestalteten Innenh\u00f6fen ins Kanalnetz nahezu vollst\u00e4ndig reduziert wurde \u2013 eine Reduzierung von etwa 50 Prozent.<\/p>\n<p>Ein weiteres Ziel der Umgestaltung ist es, die Temperaturen in den Innenh\u00f6fen zu senken. Die durch Verdunstung gek\u00fchlten Fl\u00e4chen konnten durch erste Messungen um bis zu 2 Grad Celsius k\u00fchler gehalten werden, was vor allem an hei\u00dfen Sommertagen den Lebenskomfort der Bewohner erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Langfristige Perspektive f\u00fcr Halle und andere St\u00e4dte<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt \u201eKlimasensorik im Lutherviertel\u201c ist nicht nur auf Halle begrenzt. Es soll als Modell f\u00fcr andere St\u00e4dte dienen, die mit \u00e4hnlichen klimatischen und infrastrukturellen Herausforderungen konfrontiert sind. Die gewonnenen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen werden auch den Weg f\u00fcr eine breitere Implementierung wassersensibler Stadtentwicklung ebnen, die durch intelligente, datenbasierte L\u00f6sungen unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Fazit: Smarte L\u00f6sungen f\u00fcr eine lebenswerte Stadt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDurch die Nutzung von modernen Smart-City-Technologien und einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Stadtverwaltung und Unternehmen setzen wir ein Zeichen f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige und klimafreundliche Stadtentwicklung\u201c, so Sandra Bier von der Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Halle. \u201eMit dem Lutherviertel als Pilotprojekt und der anschlie\u00dfenden Potenzialstudie f\u00fcr die gesamte Stadt Halle m\u00f6chten wir nicht nur innovative L\u00f6sungen testen, sondern auch konkrete Mehrwerte f\u00fcr die B\u00fcrger von Halle schaffen sowie Potentiale f\u00fcr eine wassersensible Stadtentwicklung aufzeigen\u201c, erg\u00e4nzt J\u00f6rg Schulze, Leiter des Kompetenzzentrums Wasserwirtschaft. Guido Schwarzendahl, Vorstand des Bauverein Halle &amp; Leuna eG freut sich: \u201eDas Projekt steigert nicht nur die \u00f6kologische Qualit\u00e4t, sondern tr\u00e4gt sp\u00fcrbar zur Aufwertung des Wohnumfelds bei \u2013 ein echter Mehrwert f\u00fcr unsere Mieterinnen und Mieter.\u201c<\/p>\n<p>Das Projekt zeigt, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen k\u00f6nnen, um die Lebensqualit\u00e4t in urbanen R\u00e4umen zu verbessern und gleichzeitig die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern.<\/p>\n<p>So wird Halle zur Smart City, in der Technik nicht nur funktioniert \u2013 sondern das Leben der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger langfristig angenehmer macht. Alle Informationen zum Gesamtprojekt \u201eSmart City Halle (Saale) finden Interessierte auf <a href=\"http:\/\/www.smartes.halle.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.smartes.halle.de<\/a>.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadt Halle (Saale) hat sich auf den Weg gemacht, Smart City zu werden. 2021 konnte sich die Saalestadt erfolgreich als eine von 73 Kommunen \u00fcber das F\u00f6rderprogramm des Bundesministeriums f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen als \u201eSmart City Modellprojekt\u201c qualifizieren. Das Modellprojekt hat bereits die Strategiephase (bis Juni 2023) durchlaufen und befindet sich momentan in einer mehrj\u00e4hrigen Projektentwicklungs- und Umsetzungsphase. Halle konzentriert sich dabei auf drei Handlungsfelder:<\/p>\n<ul>\n<li>HAL-Plan<\/li>\n<li>Smart HaNeu<\/li>\n<li>Integrierte Mobilit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als starker Partner der Stadt und Innovationstreiber entwickelt die Stadtwerke Halle-Gruppe das Handlungsfeld \u201eIntegrierte Mobilit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>Mit den Modellprojekten Smart Cities besteht f\u00fcr die Stadt Halle (Saale) die M\u00f6glichkeit, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer sektoren\u00fcbergreifenden, nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Dabei geht es darum, modellhafte, neue Konzepte, L\u00f6sungen und Angebote zu entwickeln, auszuprobieren und diese zu \u00fcbertragen, sodass diese in weiteren Stadtteilen angewendet werden k\u00f6nnen und dar\u00fcber hinaus auch der Metropolregion und der Bundesrepublik zur Verf\u00fcgung stehen. Die damit entstehende Vernetzung mit anderen Kommunen und Modellen kann eine positive Au\u00dfenwirkung f\u00fcr Halle (Saale) entfalten. Dabei hat Halle (Saale) die Ambition, eine f\u00fcr andere Kommunen beispielgebende Smart City abzubilden. Weitere Informationen zum Gesamtprogramm \u201eSmart City Halle (Saale) finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.smartes.halle.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.smartes.halle.de<\/a>.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft (KZWW):<\/strong><\/p>\n<p>Das Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft ist ein interdisziplin\u00e4res Forschungsnetzwerk, das L\u00f6sungen f\u00fcr die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen in urbanen und l\u00e4ndlichen Gebieten entwickelt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Helmholtz-Institut (UFZ):<\/strong><\/p>\n<p>Das Helmholtz-Institut f\u00fcr Umweltforschung (UFZ) ist eine f\u00fchrende wissenschaftliche Einrichtung, die innovative Konzepte zur Verbesserung der Umweltbedingungen und zum Schutz der nat\u00fcrlichen Ressourcen entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Smart City: Wassersensible Stadtentwicklung in Halle \u00a0 Mit dem Ziel, die Stadt f\u00fcr die Herausforderungen des Klimawandels nachhaltig&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":252482,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,4062,17332,13,14,15,17331,860,12],"class_list":{"0":"post-252481","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-halle","15":"tag-halle-saale","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-saale","20":"tag-sachsen-anhalt","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114818742142530483","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252481"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252481\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/252482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=252481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=252481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}