{"id":253206,"date":"2025-07-08T23:45:16","date_gmt":"2025-07-08T23:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253206\/"},"modified":"2025-07-08T23:45:16","modified_gmt":"2025-07-08T23:45:16","slug":"thomas-bernhards-letzte-reise-buch-gibt-einblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253206\/","title":{"rendered":"Thomas Bernhards letzte Reise: Buch gibt Einblick"},"content":{"rendered":"<p>\u201eAm 27. November 1988 flogen wir, mein Halbbruder Thomas und ich, von Wien nach M\u00e1laga. Er wusste von meiner Flugangst, und um mich abzulenken, vertrieb er mir die Zeit mit Geschichten \u00fcber Flugzeugabst\u00fcrze\u201c \u2013 so beginnt der Reisebericht von Susanne Kuhn. Sie erinnerte sich im Interview noch an diesen Flug: \u201eEr hat mich so abgelenkt, ich bin gar nicht dazu gekommen, dass ich mich f\u00fcrchte. Ich habe ihm zugeh\u00f6rt und das war eigentlich die perfekte Methode, mich ohne Angst nach Spanien zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>   Fotostrecke mit 3 Bildern<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201408%20938'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2690953_bigpicture_1035667_buch3.jpg\"  alt=\"Illustrierte Szene aus Buch \u201eDrei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos\u201c\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      Ein gemeinsamer Schuhkauf h\u00e4tte beinahe zum Abbruch der Reise gef\u00fchrt, schildert Susanne Kuhn<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201280%20853'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2690942_bigpicture_1035669_buch1.jpg\"  alt=\"Susanne Kuhn sitzt auf Parkbank im Schatten\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      Das Buch sei eine \u201ewichtige Arbeit\u201c f\u00fcr sie gewesen, schilderte die Halbschwester von Thomas Bernhard<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201411%20941'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2690945_bigpicture_1035666_buch4.jpg\"  alt=\"Buch \u201eDrei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos\u201c auf Scho\u00df von Frau\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      Das Buch \u201eDrei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos\u201c erschien j\u00fcngst<\/p>\n<p>Thomas Bernhard sei \u201eimmer in den Wintermonaten, Herbst, Winter nach Spanien oder Portugal gefahren, weil er gehofft hat, dass er es vom Klima her besser verkraften kann und dass er es noch einmal \u00fcbertauchen kann, dass er bis in das Fr\u00fchjahr reinkommt und dann war er sicher, dann geht es wieder f\u00fcr eine Weile\u201c, schilderte Kuhn. &#8222;Und das war eben wieder f\u00e4llig. Das war nach der \u201aHeldenplatz\u2018-Premiere (am 4. November 1988 \u2013 Anm.). Da war er ja dann noch sehr krank und da hat er sich gefreut auf Spanien und das war automatisch die Schwester, die hat Zeit, die fliegt mit.\u201c<\/p>\n<p>Gemeinsamer Schuhkauf als Beinahe-Reiseabbruch<\/p>\n<p>Doch schon nach wenigen Tagen stand die Reise vor dem Abbruch \u2013 nach einem gemeinsamen Schuhkauf: \u201eEr hat mich st\u00e4ndig auf- und abgeschickt&#8220;, erinnerte sich Kuhn. \u201eUnd immer, wenn ich mir gedacht habe, ja, sie passen, habe mich hingesetzt\u201c. Da sei er gekommen: &#8222;Du wei\u00dft gar nichts, du musst gehen, gehen, gehen und er hat mich wieder losgeschickt.\u201c<\/p>\n<p>Im Buch liest sich dieselbe Szene so: \u201eImmer mehr kam ich mir vor wie in einem Bernhard\u2019schen Theaterst\u00fcck \u2013 Thomas als Regisseur und ich als unfreiwillige Mitspielerin.\u201c<\/p>\n<p>         Thomas Bernhards Halbschwester schrieb Buch \u00fcber letzte Reise<\/p>\n<p>Nur drei Monate vor seinem Tod ist der Schriftsteller Thomas Bernhard ein letztes Mal nach Spanien gereist. Bereits sterbenskrank wurde er von seiner Halbschwester Susanne Kuhn begleitet. Sie hat ihre Erinnerungen an diese \u201eDrei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos\u201c nun in einem Buch verarbeitet.<\/p>\n<p>Erst als Susanne Kuhn damit drohte abzureisen, entspannte sich die Situation: \u201eDa wollte ich wirklich nach Hause fliegen. Er ist so erschrocken, glaube ich, weil er wirklich gemerkt hat, dass ich es ernst meine und es war \u00fcberhaupt keine Auseinandersetzung mehr. Wir sind uns wirklich nahe gekommen, wir haben miteinander gesungen \u201aIn the Summertime\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Hinweis<\/p>\n<p>Susanne Kuhn, Nicolas Mahler, Manfred Mittermayer: \u201eDrei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos \u2013 Eine Reise und ihre Vorgeschichte\u201c Mattighofen: Korrektur Verlag, 144 Seiten<\/p>\n<p>Buch soll Frauen der Familie eine Stimme geben<\/p>\n<p>Susanne Kuhns Buch erz\u00e4hlt aber nicht nur von der dreiw\u00f6chigen Reise mit ihrem ber\u00fchmten Bruder. In einem Interview mit dem Salzburger Thomas-Bernhard-Experten Manfred Mittermayer gibt sie Einblick in ihre Familiengeschichte: Diese sei von M\u00e4nnern dominiert, vor allem vom Gro\u00dfvater \u2013 dem in Henndorf geborenen Heimatdichter Johannes Freumbichler. Das Buch soll auch den Frauen der Familie \u2013 insbesondere der Mutter \u2013 eine Stimme geben: \u201eDer Gro\u00dfvater hat alle beherrscht und sie haben sich auch beherrschen lassen\u201c, sagte Kuhn. \u201eWie er das geschafft hat, wei\u00df ich nicht. Das war wirklich dann eine intensive, aber sehr wichtige Arbeit f\u00fcr mich.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eAm 27. November 1988 flogen wir, mein Halbbruder Thomas und ich, von Wien nach M\u00e1laga. 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