{"id":253503,"date":"2025-07-09T02:25:16","date_gmt":"2025-07-09T02:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253503\/"},"modified":"2025-07-09T02:25:16","modified_gmt":"2025-07-09T02:25:16","slug":"buchbotschafter-wirbt-auf-literadtour-fuers-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253503\/","title":{"rendered":"Buchbotschafter wirbt auf &#8222;Literadtour&#8220; f\u00fcrs Lesen"},"content":{"rendered":"<p> Viele lesen B\u00fccher abends im Bett, im Bus, im Wartezimmer, in der H\u00e4ngematte \u2013 manch B\u00fccherwurm legt das Buch nicht einmal in der Supermarktschlange oder beim Z\u00e4hneputzen weg. Doch lesen auf dem Fahrrad? Das geht eher schlecht, muss auch Lennart Schaefer zugeben. Und er muss es wissen.<\/p>\n<p>Denn der 27-J\u00e4hrige ist zurzeit als Buchbotschafter mit dem Fahrrad insgesamt 8000 Kilometer quer durch alle 16 Bundesl\u00e4nder Deutschlands unterwegs, um Werbung f\u00fcr das Lesen zu machen \u2013 gestartet hat er seine &#8222;Literadtour&#8220; im M\u00e4rz bei der Leipziger Buchmesse, sein Ziel ist im Oktober die Frankfurter Buchmesse. Unterwegs hat er nun einen Stopp in der Buchhandlung F\u00f6rster in Ganderkesee eingelegt. Unter dem Motto &#8222;Wer liest, genie\u00dft!&#8220; stand dort am Montag der Abend mit dem Buchbotschafter.<\/p>\n<p>Oft fehlt zum Lesen nur der richtige Impuls<\/p>\n<p>Obwohl f\u00fcr das Buch alle Zeichen gut aussehen, werde es immer wieder totgesagt, so Schaefer. Gleichzeitig nehme er immer wieder wahr, dass viele Menschen zwar gern B\u00fccher lesen w\u00fcrden, aber nicht den Einstieg schaffen. &#8222;Ich h\u00f6re oft von Leuten, dass sie eigentlich gern lesen, sie es aber nicht tun, weil ihnen der Impuls fehlt. Oft hapert es an einer inneren Ruhelosigkeit, oder daran, dass sie von der Vielzahl an Novit\u00e4ten und Empfehlungen erschlagen werden&#8220;, sagt Schaefer.<\/p>\n<p>Er m\u00f6chte Impuls- und Ratgeber sein. Deshalb ist sein Lastenrad, mit dem er unterwegs ist, gef\u00fcllt mit B\u00fcchern, die er vorstellt, wenn er seine Stopps in Buchhandlungen und Schulen, bei Verlagen und Autoren sowie an anderen Literaturorten einlegt. Sie vertreten verschiedene Genres f\u00fcr alle Altersgruppen und sind laut Schaefer ideal f\u00fcr einen (Wieder-) Einstieg ins Lesen.<\/p>\n<p>Eltern sollten vor- und selbst lesen<\/p>\n<p>Schaefers eigene Liebe zu B\u00fcchern begann mit seinen Eltern, die ihm schon fr\u00fch vorlasen. &#8222;B\u00fccher vorgelesen zu bekommen und Eltern zu erleben, die auch selbst lesen, ist f\u00fcr Kinder der beste Grundstein, um leicht lesen zu lernen und sp\u00e4ter selbst den Zugang zur Welt der B\u00fccher zu finden&#8220;, meint er.<\/p>\n<p>Ihn selbst haben die Geschichten und Abenteuer zwischen den Seiten seit er 14 Jahre alt war in diverse Praktika durch Verlage beziehungsweise den Literaturbetrieb gef\u00fchrt. Au\u00dferdem schrieb er einen eigenen Blog, f\u00fcr den er unter anderem namhafte Autoren interviewte. Seine Ausbildung machte er in dem Verlag Bastei L\u00fcbbe, anschlie\u00dfend arbeitete er in der Veranstaltungsabteilung der Verlagsgruppe Oetinger.<\/p>\n<p>Kein Verlust, solange er f\u00fcrs Lesen werben kann<\/p>\n<p>Seinen letzten Job als Redakteur k\u00fcndigte er und gr\u00fcndete die Literadtour gUG, eine gemeinn\u00fctzige Unternehmergesellschaft, die er als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter f\u00fchrt. Das klingt pomp\u00f6s, doch: &#8222;Am Ende ist das ein Projekt, bei dem ich drauf zahle&#8220;, sagt Schaefer. Doch das nimmt er gern in Kauf, solange er Werbung f\u00fcr das Lesen machen kann.<\/p>\n<p>&#8222;Als ich in der Buchbranche gearbeitet habe, gab es so viele Zweifel. Ich habe oft zu h\u00f6ren bekommen: &#8218;Bist Du sicher? Hat das Buch denn \u00fcberhaupt noch eine Zukunft?'&#8220;, erz\u00e4hlt Schaefer und erg\u00e4nzt: &#8222;Ich m\u00f6chte da mehr Optimismus verbreiten.&#8220; Immerhin sei das Buch das Medium, das die Digitalisierung erfolgreich \u00fcberlebt habe.<\/p>\n<p>&#8222;Die Ums\u00e4tze in der Buchbranche sind stabil&#8220;, sagt Schaefer. Und zu 90 Prozent seien es gedruckte B\u00fccher, die verkauft werden. &#8222;Das Buch als Gegenstand hat seinen eigenen Wert. Es gibt Leute, die sich ein Buch kaufen, um es ins Regal zu stellen. Das ist ein guter Anfang, denn der Weg zum Lesen ist dann nicht mehr so weit&#8220;, findet der Buchbotschafter.<\/p>\n<p>Lesen f\u00fcr ein l\u00e4ngeres Leben<\/p>\n<p>Und es gebe noch mehr Gr\u00fcnde daf\u00fcr, das Buch noch lange nicht totzusagen. &#8222;Viele der gehypten Serien der Streamingdienste basieren auf erfolgreichen B\u00fcchern&#8220;, sagt Schaefer. Im Gegensatz zu der Zeit, die man vor dem Bildschirm verbringt, habe das Lesen jedoch enorme Vorteile: &#8222;Gerade wer \u00fcber Ruhelosigkeit klagt, sollte lesen. Denn das bringt erst die gesuchte Ruhe, weil man es aktiv tun und sich konzentrieren muss. Das Buch duldet keine Ablenkung, keine zweite T\u00e4tigkeit nebenbei. Studien haben ergeben, dass Lesen lebensverl\u00e4ngernd wirkt.&#8220;<\/p>\n<p>Lesen erm\u00f6gliche es, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Es st\u00e4rke die Empathie, weil man sich in die verschiedenen Charaktere hinein versetzen muss. Zudem k\u00f6nnten B\u00fccher zu verschiedenen Themen eine Tiefe vermitteln, wie es kurze Nachrichten oder die sozialen Medien nicht verm\u00f6gen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&#8222;Oft hei\u00dft es, dass Lesen ein einsames Hobby ist. Aber das stimmt nicht. Es gibt B\u00fccher-Klubs und Communitys in den sozialen Netzwerken. Lesen kann also etwas Verbindendes haben&#8220;, so Schaefer.<\/p>\n<p>Empfehlungen quer durch die Genres<\/p>\n<p>Er selbst h\u00f6rt auf seiner &#8222;Literadtour&#8220; haupts\u00e4chlich H\u00f6rb\u00fccher. Schlie\u00dflich ist Lesen auf dem Fahrrad eher schwierig. Am liebsten h\u00f6rt und liest er sich quer durch die Genres. Und genauso fallen auch seine Buchempfehlungen f\u00fcr Leseeinsteiger und B\u00fccherw\u00fcrmer aus, denen er auf seiner Reise begegnet.<\/p>\n<p>                Zur Sache<\/p>\n<p>Lennart Schaefer empfiehlt auf seiner &#8222;Literadtour&#8220; acht B\u00fccher aus unterschiedlichen Sparten. Darunter ist zum Beispiel die romantische Kom\u00f6die &#8222;Zwei vern\u00fcnftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben&#8220; von Anika Decker. W\u00e4rmstens empfiehlt er &#8222;Das Leben fing im Sommer an&#8220; von Fu\u00dfballer Christoph Kramer, &#8222;der wirklich toll schreibt&#8220;, so Schaefer. Bei &#8222;Percy Jackson&#8220; warnt er alle Leser ab acht Jahren vor einer Suchtgefahr. Und bei gro\u00dfen und kleinen Lesern wirbt Schaefer f\u00fcr das poetische Bilderbuch &#8222;Malte und O\u00dfkar&#8220;.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81ewppqxhih79f1gemj\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/landkreis-oldenburg\/gemeinde-ganderkesee\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele lesen B\u00fccher abends im Bett, im Bus, im Wartezimmer, in der H\u00e4ngematte \u2013 manch B\u00fccherwurm legt das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":253504,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-253503","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114820908796974050","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=253503"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253503\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/253504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=253503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=253503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=253503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}