{"id":253566,"date":"2025-07-09T03:01:14","date_gmt":"2025-07-09T03:01:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253566\/"},"modified":"2025-07-09T03:01:14","modified_gmt":"2025-07-09T03:01:14","slug":"macron-hat-bei-grossbritannien-reise-schwierige-agenda-vor-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253566\/","title":{"rendered":"Macron hat bei Gro\u00dfbritannien-Reise schwierige Agenda vor sich"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 09.07.2025 02:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Frankreichs Pr\u00e4sident Macron besucht Gro\u00dfbritannien &#8211; als erster europ\u00e4ischer Staatschef seit dem Brexit. Die schwierige Agenda: Ukraine, Verteidigung und das jahrelange Streitthema der gef\u00e4hrlichen Migration \u00fcber den \u00c4rmelkanal. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/mareike-aden-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Mareike Aden\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/mareike-aden-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Buckingham Palast wird noch renoviert. Deshalb fuhren die Macrons mit der Kutsche durch das St\u00e4dtchen Windsor, westlich von London, statt durch die Hauptstadt. Das ist aber auch schon der einzige Kompromiss, der zu diesem historischen ersten Staatsbesuch eines EU-Staatschefs seit dem Brexit-Referendum in Kauf genommen wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAngekommen am Schloss Windsor wurden Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte am Dienstag von K\u00f6nig Charles und K\u00f6nigin Camilla in Empfang genommen. Es gab Kanonensch\u00fcsse und milit\u00e4rische Ehrenformationen von Hunderten Soldaten in B\u00e4renfellm\u00fctzen. Danach bestaunten die Macrons Kunstwerke und Artefakte aus der k\u00f6niglichen Sammlung mit Frankreich-Bezug, darunter ein Schnupftabak-D\u00f6schen, das einst im Besitz von Marie Antoinette war.<\/p>\n<p>    Ein Besuch als bedeutendes Symbol<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Staatsbesuch auf Einladung des Monarchen &#8211; das ist aus britischer Sicht, die h\u00f6chste diplomatische Ehre und in diesem Fall auch ein Symbol f\u00fcr den Wunsch des K\u00f6nigreichs, die Beziehungen zur EU weiter zu vertiefen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ausgangsbedingungen, dass das gelingt, seien gut, sagt Peters Ricketts, ehemaliger britischer Botschafter in Frankreich. &#8222;Zwischen dem K\u00f6nig und Macron gibt es eine warme Freundschaft. Schon bevor Charles K\u00f6nig wurde, haben sie sich oft gesehen und beiden ist Umwelt- und Klimaschutz wichtig&#8220;, sagt Ricketts, der mittlerweile im britischen Oberhaus sitzt. &#8222;Macron ist fasziniert davon, dass Charles sein Amt auf Lebenszeit hat.&#8220;<\/p>\n<p>    Macron sorgt f\u00fcr Lacher und Applaus im Parlament<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Dienstagnachmittag ging es f\u00fcr den franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten nach London:\u00a0Die Royal Gallery des Parlamentsgeb\u00e4udes war voll besetzt, als er vor beiden Kammern des britischen Parlaments seine Rede auf Englisch hielt. Mit einer Anspielung auf die Franz\u00f6sische Revolution und dem Gest\u00e4ndnis, dass die Franzosen Monarchien lieben &#8211; wenn es sich nicht um die eigene zu Hause handle &#8211; sorgte Macron f\u00fcr erste Lacher.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGro\u00dfen Applaus bekam er f\u00fcr die Ank\u00fcndigung, dass der ber\u00fchmte Wandteppich von Bayeux im Herbst n\u00e4chstes Jahr als Zeichen der Freundschaft an Gro\u00dfbritannien ausgeliehen und im Britischen Museum zu sehen sein werde. Das wohl in S\u00fcdengland gefertigte Meisterwerk aus dem 11. Jahrhundert ist UNESCO-Weltkulturerbe und zeigt die Einnahme Englands durch Wilhelm den Eroberer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNoch 2019 &#8211; inmitten der Brexit-Streitereien &#8211; wurde Macron f\u00fcr das Erw\u00e4gen der Leihgabe im eigenen Land scharf kritisiert. Dieses Mal wagte er sogar einen Brexit-Witz. Das ganze Projekt rund um die Teppich-Leihgabe habe l\u00e4nger gedauert als den Brexit zu verhandeln, sagte Macron. Er habe \u00fcber das Thema damals schon mit Theresa May gesprochen.<\/p>\n<p>    &#8222;Koalition der Willigen&#8220; zur Verteidigung der Weltordnung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie meiste Zeit jedoch war Macrons Rede ernst und hochpolitisch: In Zeiten, in denen Wladimir Putin weiter Krieg gegen die Ukraine f\u00fchre und die Welt insgesamt instabiler werde, k\u00e4me es besonders auf die britisch-franz\u00f6sische Allianz an. &#8222;Gro\u00dfbritannien und Frankreich m\u00fcssen jene Weltordnung verteidigen, die wir nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen haben&#8220;, so Macron.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDeshalb habe er im Februar gemeinsam mit Premier Starmer die sogenannte &#8222;Koalition der Willigen&#8220; f\u00fcr die Ukraine ins Leben gerufen. Die Koalition sei ein Symbol daf\u00fcr, dass Europa die Ukraine nie im Stich lassen werde, so Macron.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Lage in der Ukraine und die Verteidigung Europas geh\u00f6ren zu den Themen, die der britische Premier Keir Starmer und Pr\u00e4sident Macron in diesen drei Tagen intensiv besprechen. Am Donnerstag werden die beiden mit anderen Regierungs- und Staatschefs der &#8222;Koalition der Willigen&#8220; &#8211; darunter wohl auch Bundeskanzler Friedrich Merz &#8211; per Videocall \u00fcber weitere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine beraten.<\/p>\n<p>    Das heikle Thema \u00c4rmelkanal<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin weiteres und besonders heikles Thema f\u00fcr die beiden L\u00e4nder sind die gef\u00e4hrlichen und illegalen<strong>\u00a0<\/strong>Boots\u00fcberfahrten von Einwanderern \u00fcber den \u00c4rmelkanal Richtung Gro\u00dfbritannien. &#8222;Wir haben dieses Problem der illegalen Einwanderungsversuche seit 20 Jahren und die Zahlen steigen. Es ist ein Thema, das die britische \u00d6ffentlichkeit sehr w\u00fctend macht&#8220;, sagt der ehemalige Botschafter Ricketts. Es sei eine offene Flanke, die die Rechtspopulisten nutzen w\u00fcrden, um die britische Regierung anzugreifen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor seinem Wahlsieg vor etwa einem Jahr versprach Starmer, dass seine Regierung die Schleuserbanden, die die \u00dcberfahrten organisieren &#8222;zerschlagen&#8220; werde. Doch bereits in den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben mehr als 20.000 Menschen den \u00c4rmelkanal nach Gro\u00dfbritannien \u00fcberquert &#8211; ein Anstieg um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mindestens 14 Menschen sind bei versuchten \u00dcberquerungen ums Leben gekommen.<\/p>\n<p>    Gro\u00dfbritannien will h\u00e4rteres Eingreifen der Franzosen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor allem Gro\u00dfbritannien fordert von der franz\u00f6sischen Seite ein h\u00e4rteres Durchgreifen und die M\u00f6glichkeit, Einwanderer wieder abzuschieben. &#8222;Einer rein, einer raus&#8220;, nennen britische Medien den Plan. Demzufolge soll Frankreich illegal nach Gro\u00dfbritannien eingereiste Fl\u00fcchtlinge zur\u00fccknehmen, wenn die Briten daf\u00fcr Asylsuchende mit Verwandten im K\u00f6nigreich akzeptieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOb die beiden L\u00e4nder das angestrebte bilaterale Abkommen in dieser Sache noch w\u00e4hrend des Staatsbesuches verk\u00fcnden, ist bisher unklar. Einige EU-Mitgliedsstaaten, darunter Spanien, Griechenland und Italien, haben sich bereits beschwert. Denn Frankreich h\u00e4tte nach europ\u00e4ischen Regeln das Recht, aus Gro\u00dfbritannien zur\u00fcckgenommene Gefl\u00fcchtete in die L\u00e4nder abzuschieben, in denen sie erstmals in die EU kamen. Und so werden gerade die anderen EU-Staaten ganz genau hinschauen, was im Vereinigten K\u00f6nigreich jenseits des Bestaunens royaler Kutschen und des Austauschens von Gastgeschenken verhandelt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.07.2025 02:59 Uhr Frankreichs Pr\u00e4sident Macron besucht Gro\u00dfbritannien &#8211; als erster europ\u00e4ischer Staatschef seit dem Brexit. 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