{"id":253859,"date":"2025-07-09T05:42:12","date_gmt":"2025-07-09T05:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253859\/"},"modified":"2025-07-09T05:42:12","modified_gmt":"2025-07-09T05:42:12","slug":"britische-haushaltsbehoerde-haelt-schuldenpfad-fuer-untragbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/253859\/","title":{"rendered":"Britische Haushaltsbeh\u00f6rde h\u00e4lt Schuldenpfad f\u00fcr \u2018untragbar\u2019"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"yf-1090901\">(Bloomberg) &#8212; Gro\u00dfbritannien k\u00f6nnte in den kommenden Jahrzehnten mit einem Anstieg der j\u00e4hrlichen Zinskosten um 22 Milliarden Pfund (25,5 Milliarden Euro) konfrontiert sein, da Pensionsfonds weniger britische Staatsanleihen kaufen. Das geht aus dem j\u00fcngsten Bericht des Office for Budget Responsibility (OBR) hervor, das die langfristige Tragf\u00e4higkeit der \u00f6ffentlichen Finanzen angesichts demografischer und geopolitischer Risiken in Frage stellt.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Die Kontrollbeh\u00f6rde warnt in ihrem am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Bericht zu fiskalischen Risiken vor einer \u201cuntragbar\u201d steigenden Schuldenlast. Hintergrund seien unter anderem die alternde Bev\u00f6lkerung, steigende Renten- und Gesundheitsausgaben sowie zunehmende Unsicherheiten infolge geopolitischer Spannungen und Klimarisiken.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Insbesondere die Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Pensionssysteme werde eine zentrale Quelle der Nachfrage nach langlaufenden Staatsanleihen abschw\u00e4chen. \u201cH\u00f6here Zinss\u00e4tze w\u00e4ren erforderlich, um preiselastischere K\u00e4ufer als Pensionsfonds, beispielsweise ausl\u00e4ndische Investoren, f\u00fcr den britischen Markt f\u00fcr Staatsanleihen zu gewinnen\u201d, so das OBR.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Der R\u00fcckgang der Pensionskasseninvestitionen k\u00f6nnte den Anteil von Gilts in ihren Portfolios bis Anfang der 2070er Jahre von derzeit 29,5% des BIP auf 10,9% reduzieren. Bei Fortschreibung der derzeitigen Schuldenquote von fast 100% des BIP w\u00fcrde dies zu einem Anstieg der Finanzierungskosten um 0,8 Prozentpunkte f\u00fchren \u2014 was sich in j\u00e4hrlichen Zusatzausgaben von 22 Milliarden Pfund niederschlagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Ohne Gegenma\u00dfnahmen werde die britische Staatsverschuldung innerhalb von 50 Jahren auf \u00fcber 270% des BIP steigen, warnt das OBR. \u201cDas Vereinigte K\u00f6nigreich kann sich die zahlreichen Versprechen, die es der \u00d6ffentlichkeit gegeben hat, nicht leisten, wenn man diese auf der Grundlage einer vern\u00fcnftigen Annahme \u00fcber die Wachstumsraten der Wirtschaft und die Steuereinnahmen unver\u00e4ndert l\u00e4sst\u201d, sagte der OBR-Vorsitzende Richard Hughes.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Gro\u00dfbritannien sei weniger widerstandsf\u00e4hig als andere entwickelte Volkswirtschaften, deren Haushalte auf eine solidere Grundlage gestellt worden seien. Die langfristigen Belastungen w\u00fcrden die F\u00e4higkeit der Regierung einschr\u00e4nken, flexibel auf k\u00fcnftige Krisen zu reagieren.<\/p>\n<p> Story Continues <\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">David Miles, Mitglied des Budget Responsibility Committee des OBR, warnte, dass es \u201ckeinen offensichtlichen nat\u00fcrlichen K\u00e4ufer\u201d f\u00fcr die schrittweise abnehmende Nachfrage der Pensionsfonds gebe. Die Regierung werde zu einer Verk\u00fcrzung der Laufzeiten der britischen Staatsanleihen greifen und ihre Schulden h\u00e4ufiger refinanzieren m\u00fcssen, was sie der \u201cVolatilit\u00e4t\u201d an den Kapitalm\u00e4rkten aussetze.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Zudem reduziert die Bank of England ihre Gilt-Best\u00e4nde im Rahmen der quantitativen Straffung um 100 Milliarden Pfund pro Jahr. Sie hatte in den vergangenen Jahrzehnten umfangreiche K\u00e4ufe zur Stabilisierung der M\u00e4rkte nach der Finanzkrise, dem Brexit und der Pandemie vorgenommen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Ein Sprecher des Finanzministeriums erkl\u00e4rte, die Regierung erkenne die im Bericht dargestellten Herausforderungen an. \u201cDeshalb sind wir entschlossen, die Stabilit\u00e4t der Wirtschaft durch unsere nicht verhandelbaren Haushaltsregeln zu gew\u00e4hrleisten.\u201d<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u00dcberschrift des Artikels im Original:UK Debt Looks \u2018Unsustainable\u2019 as Pension Exodus Adds to Woes (2)<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">&#8211;Mit Hilfe von Greg Ritchie und Alex Wickham.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u00a92025 Bloomberg L.P.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(Bloomberg) &#8212; Gro\u00dfbritannien k\u00f6nnte in den kommenden Jahrzehnten mit einem Anstieg der j\u00e4hrlichen Zinskosten um 22 Milliarden Pfund&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":253860,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,77635,19105,551,13,70411,14,15,12,1620,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-253859","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bericht-des-office-for-budget-responsibility","11":"tag-bloomberg","12":"tag-grossbritannien","13":"tag-headlines","14":"tag-jahrzehnten","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-schulden","19":"tag-uk","20":"tag-united-kingdom","21":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","22":"tag-vereinigtes-koenigreich","23":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","24":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114821683296380215","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253859","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=253859"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253859\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/253860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=253859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=253859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=253859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}