{"id":254305,"date":"2025-07-09T09:44:11","date_gmt":"2025-07-09T09:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254305\/"},"modified":"2025-07-09T09:44:11","modified_gmt":"2025-07-09T09:44:11","slug":"chinas-strategie-russland-darf-in-der-ukraine-nicht-verlieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254305\/","title":{"rendered":"Chinas Strategie: Russland darf in der Ukraine nicht verlieren"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/shutterstock_1341935414-8cbe757a994bcdb8.jpeg\"  width=\"5469\" height=\"3072\"  alt=\"Chinas Au\u00dfenminister Wang Yi vor einer chinesischen Flagge\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Russland darf in der Ukraine nicht verlieren, so Chinas Au\u00dfenminister Wang Yi.<\/p>\n<p class=\"source akwa-caption__source\">(Bild:\u00a0Alexandros Michailidis \/ <a href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/image-photo\/brussels-belgium-18th-march-2019-chinese-1341935414\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Beijings Au\u00dfenminister warnt: Ein Sieg der Ukraine w\u00e4re fatal f\u00fcr China. Denn dann k\u00f6nnten sich die USA voll auf den Rivalen in Fernost konzentrieren.<\/p>\n<p>Innerhalb von 24 Stunden wollte US-Pr\u00e4sident Donald Trump den Krieg in der Ukraine beenden. So hatte er es zumindest im Wahlkampf versprochen \u2013 doch Monate sp\u00e4ter zeigt sich, dass dieses Ziel wohl von Anfang an unrealistisch war, zumal Russland von seiner Forderung nach einer nachhaltigen L\u00f6sung des Konflikts nicht abr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Hatte Trump-Administration k\u00fcrzlich erst die Lieferung von einigen Waffensystemen an die Ukraine gestoppt, so vollzieht Trump jetzt eine Kehrtwende. Bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu hatte er k\u00fcrzlich signalisiert, die Lieferungen wieder aufzunehmen. Und wie das Wall Street Journal (WSJ) <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/world\/russia\/trump-says-putins-assurances-on-ukraine-meaningless-af8fc373\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">jetzt berichtet<\/a>, k\u00f6nnten der Ukraine weitere Patriot-Luftabwehrsysteme \u00fcbergeben werden.<\/p>\n<p>Pentagon best\u00e4tigt Wiederaufnahme der Waffenlieferungen<\/p>\n<p>Knapp eine Woche hatte Washington die Ukraine im Unklaren gelassen, ob Kiew in Zukunft noch mit Milit\u00e4rhilfe rechnen k\u00f6nne. Das <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/USA-stoppen-Lieferung-von-Patriot-Raketen-an-die-Ukraine-10467422.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pentagon hatte die Lieferungen gestoppt<\/a>, angeblich um sich einen \u00dcberblick \u00fcber die Lagerbest\u00e4nde zu verschaffen.<\/p>\n<p>Der Hintergrund dieser Ma\u00dfnahme war, dass die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten die US-Lagerbest\u00e4nde f\u00fcr Luftabwehrraketen der unterschiedlichsten Systeme arg strapazieren. Die Hersteller k\u00f6nnen den Verbrauch dieser Raketen kaum kompensieren, sodass Washington abw\u00e4gen muss, ob Israel, die Ukraine oder die US-St\u00fctzpunkte im Nahen Osten gegen Luftangriffe gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Trump hatte dieses Dilemma schon im vergangenen Monat zum Ausdruck gebracht. <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/politics\/national-security\/trump-told-zelensky-he-wasnt-responsible-for-weapons-holdup-f684444b\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Er hatte erkl\u00e4rt<\/a>, man wolle sehen, ob man einige Raketen zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nne. &#8222;Sie sind sehr schwer zu bekommen, wir brauchen sie auch.&#8220;<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Montagabend hatte schlie\u00dflich Pentagon-Sprecher Sean Parnell best\u00e4tigt, dass die Milit\u00e4rhilfe wieder aufgenommen wird. Er sagte:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>Auf Anweisung von Pr\u00e4sident Trump schickt das Verteidigungsministerium zus\u00e4tzliche Verteidigungswaffen in die Ukraine, um sicherzustellen, dass die Ukrainer sich verteidigen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend wir daran arbeiten, einen dauerhaften Frieden zu sichern und daf\u00fcr zu sorgen, dass das T\u00f6ten aufh\u00f6rt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Im Gespr\u00e4ch ist dabei ein zus\u00e4tzliches Patriot-Luftabwehrsystem, das in die Ukraine geschickt werden soll. Sollte der Plan umgesetzt werden, dann w\u00fcrde wahrscheinlich ein System geliefert, so das WSJ, das momentan noch in Katar auf dem St\u00fctzpunkt Al Udeid stationiert ist und vor iranischen Raketen sch\u00fctzen soll.<\/p>\n<p>Chinas \u00fcberraschende Position: Keine Niederlage Russlands erw\u00fcnscht<\/p>\n<p>Sich wieder verst\u00e4rkt in der Ukraine zu engagieren, konterkariert Trumps Pl\u00e4ne, sich verst\u00e4rkt Asien und dem Hauptgegner der US-Vorherrschaft, China, zuzuwenden. Das ist auch den Verantwortlichen in Beijing klar, die kein schnelles Ende des Ukraine-Kriegs wollen.<\/p>\n<p>In dieser Art <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/news\/china\/diplomacy\/article\/3316875\/china-tells-eu-it-cannot-afford-russian-loss-ukraine-war-sources-say\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rte es<\/a> zumindest der chinesische Au\u00dfenminister Wang Yi laut South China Morning Post (SCMP) im Gespr\u00e4ch mit der EU-Au\u00dfenbeauftragten Kaja Kallas. Man wolle keine Niederlage Russlands in der Ukraine, da die USA in diesem Fall ihren gesamten Fokus auf Beijing richten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>\u00dcber diese Offenheit waren EU-Beamte erstaunt, berichtet die SCMP. Und damit w\u00fcrde China die Sicht des kollektiven Westens best\u00e4tigen, dass Beijing aufseiten Russlands in diesem Krieg steht. Doch Wang soll diesen Vorwurf zur\u00fcckgewiesen haben: Wenn China Russland in diesem Krieg finanziell oder milit\u00e4risch unterst\u00fctzen w\u00fcrde, dann w\u00e4re er l\u00e4ngst beendet.<\/p>\n<p>Eine Interpretation von Wangs \u00c4u\u00dferungen k\u00f6nnte daher lauten, dass die Fortdauer des Krieges den strategischen Interessen Chinas dienen k\u00f6nnte, solange die USA in der Ukraine engagiert bleiben. Ob man die Verbindung zwischen Moskau und Beijing durch Verhandlungen schw\u00e4chen kann, ist deshalb mehr als zweifelhaft.<\/p>\n<p>Der Ton des Dialogs am vergangenen Mittwoch soll laut Bericht zwar angespannt, aber respektvoll gewesen sein. Dennoch waren einige Insider \u00fcberrascht von der Sch\u00e4rfe der Botschaft Wangs, nur drei Wochen vor einem wichtigen Gipfeltreffen in China. Jeglicher Anschein einer Charmeoffensive scheint verflogen zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland darf in der Ukraine nicht verlieren, so Chinas Au\u00dfenminister Wang Yi. (Bild:\u00a0Alexandros Michailidis \/ Shutterstock.com) Beijings Au\u00dfenminister&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":254306,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,227,548,13,14,15,4043,4044,850,307,12,1712,64],"class_list":{"0":"post-254305","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-eu","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-russia","16":"tag-russian-federation","17":"tag-russische-foederation","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ukraine-krieg","21":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114822635097080908","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254305","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=254305"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254305\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/254306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=254305"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=254305"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=254305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}