{"id":254533,"date":"2025-07-09T11:46:10","date_gmt":"2025-07-09T11:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254533\/"},"modified":"2025-07-09T11:46:10","modified_gmt":"2025-07-09T11:46:10","slug":"transaktionsvolumen-bricht-um-45-prozent-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254533\/","title":{"rendered":"Transaktionsvolumen bricht um 45 Prozent ein"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Lange verzeichnete der <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/betrugs-affaere-um-russische-immobilien-in-berlin-59-jaehrige-angeklagt-li.2290976\" rel=\"noopener\">Berliner Immobilienmarkt<\/a> ein stabiles Wachstum \u2013 trotz hoher Zinsen und steigender Baukosten. Doch die Zeiten hoher Renditen scheinen vorerst vorbei. Immer mehr Investoren ziehen sich aus der Hauptstadt zur\u00fcck und das Investitionsvolumen sinkt merklich. Besonders im <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/buero-und-burger-boom-am-alex-das-sind-die-neuen-mieter-fuer-das-midtown-office-hub-li.2328745\" rel=\"noopener\">B\u00fcrosegment<\/a> ist die Unsicherheit gro\u00df. Relativ stabil zeigt sich hingegen der Wohnsektor: Nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens JLL macht er mit 42 Prozent den derzeit gr\u00f6\u00dften Anteil am Berliner Investmentmarkt aus. In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen sprechen Beobachter von einer Phase der Neujustierung des Marktes.<\/p>\n<p>Nach einem soliden Jahresauftakt verlor der Berliner <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/lock-in-effekt-berliner-mieten-steigen-um-74-prozent-investoren-jubeln-mieter-verzweifeln-li.2322577\" rel=\"noopener\">Immobilieninvestmentmarkt<\/a> zur Jahresmitte deutlich an Tempo. Laut aktuellen Zahlen des Immobilienberatungsunternehmens JLL belief sich das Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2025 noch auf rund 1,38 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal fiel es drastisch auf etwa 550 Millionen Euro. F\u00fcr das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Gesamtvolumen von 1,93 Milliarden Euro \u2013 ein R\u00fcckgang um 45 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum und um rund 60 Prozent unter dem F\u00fcnf- und Zehnjahresschnitt.<\/p>\n<p>B\u00fcroimmobilien weiter unter Druck<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Besonders auff\u00e4llig ist der R\u00fcckgang bei den B\u00fcrobauten. Laut Marktanalysen fehlt es grunds\u00e4tzlich an Kapital, vielmehr sind Investoren aufgrund der hohen Preise deutlich selektiver geworden: \u201eDie generelle Liquidit\u00e4t f\u00fcr B\u00fcroimmobilien nimmt zu, wobei sich der Markt jedoch weiterhin \u00e4u\u00dferst preissensitiv verh\u00e4lt\u201c, sagt Anja Schuhmann, Niederlassungsleiterin von JLL Berlin und Leipzig. Core-Produkte in etablierten Lagen mit langfristigen Mietvertr\u00e4gen sto\u00dfen kaum auf Nachfrage.<\/p>\n<p>Gefragt sind fast ausschlie\u00dflich Prestigeimmobilien in Bestlagen \u2013 sogenannte Trophy-Objekte wie etwa am Breitscheidplatz, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/panorama\/ehemaliges-sony-center-wird-25-jahre-alt-wie-geht-es-weiter-am-potsdamer-platz-li.2331882\" rel=\"noopener\">Potsdamer Platz<\/a>, entlang des Kurf\u00fcrstendamms oder Unter den Linden. \u201eGro\u00dfvolumige Core-Produkte finden noch keine Nachfrage \u2013 mit Ausnahme von Trophy-Objekten in hervorragenden Lagen, was die st\u00e4rkere Differenzierung und selektive Herangehensweise der Investoren bei B\u00fcroinvestitionen unterstreicht\u201c, so Schuhmann.<\/p>\n<p>Dass B\u00fcroimmobilien im ersten Halbjahr dennoch 41 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens ausmachten, mag \u00fcberraschen. Die Zahl ist jedoch tr\u00fcgerisch: Sie geht vor allem auf den Verkauf des Hochhauses <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/upper-west-berlin-schoeller-gruppe-kauft-wahrzeichen-am-breitscheidplatz-li.2330226\" rel=\"noopener\">Upper West<\/a> zur\u00fcck \u2013 den mit Abstand gr\u00f6\u00dften Einzelabschluss des Jahres. Ohne diesen Ausrei\u00dfer h\u00e4tte das B\u00fcrosegment laut Sch\u00e4tzungen etwa 20 Prozent oder weniger ausgemacht.<\/p>\n<p><strong>Forward-Deals gewinnen an Bedeutung<\/strong><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Im Gegensatz dazu bleibt der <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/stil-individualitaet\/wohnen-in-der-wunderkammer-zu-gast-in-einer-der-skurrilsten-domizile-berlins-li.2330269\" rel=\"noopener\">Wohnsektor<\/a> vergleichsweise stabil. \u201eIm Wohnsegment beobachten wir eine kontinuierlich starke Nachfrage, sowohl von nationalen wie auch internationalen Investoren\u201c, erkl\u00e4rt Anja Schuhmann. Besonders auff\u00e4llig ist das wachsende Interesse an sogenannten Forward-Deals \u2013 also Investitionen in Projekte, die sich noch in der Bau- oder Planungsphase befinden.<\/p>\n<p>Gerade Vorhaben mit l\u00e4ngerer Fertigstellungsfrist sto\u00dfen auf Aufmerksamkeit, was auf die Bereitschaft vieler Anleger hinweist, langfristig in den Markt zu investieren: Forward-Deals bieten <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/stadtbad-lichtenberg-neue-investoren-fuer-hubertusbad-gesucht-was-ist-geplant-li.2322040\" rel=\"noopener\">Investoren<\/a> die M\u00f6glichkeit, sich fr\u00fchzeitig attraktive Projekte in guten Lagen zu sichern \u2013 oft zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Preise noch in einem moderaten Bereich bewegen.<\/p>\n<p>Zwar bergen solche Investments Risiken \u2013 etwa durch Verz\u00f6gerungen bei der Fertigstellung oder steigende Baukosten \u2013, doch das scheint die Anleger offenbar nicht zu st\u00f6ren, was wiederum auf ein weiterhin gro\u00dfes Grundvertrauen in den Berliner Wohnungsmarkt hindeutet.<\/p>\n<p>Viele Abschl\u00fcsse, wenig Volumen<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Trotz des insgesamt schwachen Halbjahresvolumens wurden mehr Transaktionen abgeschlossen als im Vorjahreszeitraum: 55 Deals z\u00e4hlte JLL f\u00fcr die ersten sechs Monate. Der Markt steht also nicht still \u2013 doch gro\u00dfe Abschl\u00fcsse bleiben die Ausnahme. Nur zwei Transaktionen \u00fcberstiegen die Marke von 100 Millionen Euro, ein Niveau, das in den Vorjahren deutlich h\u00e4ufiger erreicht wurde. Der Gro\u00dfteil des Volumens entfiel auf sogenannte Core-Objekte. Als wichtigste K\u00e4ufergruppen traten Immobilienunternehmen (rund ein Drittel) sowie Projektentwickler (18 Prozent) auf. Etwa drei Viertel des Kapitals stammten aus <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/deutschland-daimler-truck-streicht-tausende-stellen-li.2339243\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>, auf der Verkaufsseite lag der Anteil bei etwa der H\u00e4lfte.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Zumindest f\u00fcr das zweite Halbjahr wird ein Wachstum erwartet: \u201eIn den kommenden Quartalen d\u00fcrften noch mehr Transaktionen erfolgen\u201c, sagt Anja Schuhmann mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung. Die Nachfrage im Core-Segment sei nach wie vor vorhanden, allerdings sei die Verf\u00fcgbarkeit etwaiger Objekte begrenzt. Nichtsdestotrotz d\u00fcrften die Renditen bis Jahresende stabil bleiben: JLL nennt 4,2 Prozent f\u00fcr B\u00fcroimmobilien, 3,4 Prozent f\u00fcr Highstreet-Retail und 4,4 Prozent f\u00fcr Logistikobjekte.<\/p>\n<p>Berlin bleibt wichtigster Markt<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Trotz der ged\u00e4mpften Dynamik bleibt <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/der-neue-ostbahnhof-was-jetzt-mit-der-groessten-bahnhofshalle-von-berlin-passiert-li.2338754\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> der volumenst\u00e4rkste Immobilienmarkt Deutschlands. Doch der R\u00fcckgang macht deutlich: Die Zeit stetiger Kapitalzufl\u00fcsse ist vorbei. Investoren agieren selektiver und viele Gro\u00dftransaktionen bleiben aus. Ob sich der Markt in der zweiten Jahresh\u00e4lfte stabilisiert, h\u00e4ngt von einer Vielzahl an Faktoren ab \u2013 von der Zinsentwicklung \u00fcber politische Rahmenbedingungen bis hin zu Preisniveau, Produktverf\u00fcgbarkeit und Objektqualit\u00e4t. Klar ist: Der Berliner Markt sortiert sich neu \u2013 mit derzeit noch ungewissem Ausgang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lange verzeichnete der Berliner Immobilienmarkt ein stabiles Wachstum \u2013 trotz hoher Zinsen und steigender Baukosten. Doch die Zeiten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":254534,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-254533","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114823115099884883","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=254533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254533\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/254534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=254533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=254533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=254533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}