{"id":254756,"date":"2025-07-09T13:48:14","date_gmt":"2025-07-09T13:48:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254756\/"},"modified":"2025-07-09T13:48:14","modified_gmt":"2025-07-09T13:48:14","slug":"franzoesische-ex-zwangsarbeiter-werden-fuer-einsatz-in-nazideutschland-nicht-entschaedigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254756\/","title":{"rendered":"Franz\u00f6sische Ex-Zwangsarbeiter werden f\u00fcr Einsatz in Nazideutschland nicht entsch\u00e4digt"},"content":{"rendered":"<p>      Franz\u00f6sische Ex-Zwangsarbeiter werden f\u00fcr Einsatz in Nazideutschland nicht entsch\u00e4digt<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Zwei mehr als 100 Jahre alte Franzosen sind in Frankreich mit ihrer Entsch\u00e4digungsforderung f\u00fcr ihre Zeit als Zwangsarbeiter in Nazideutschland vor Gericht gescheitert. Ein Berufungsgericht in Marseille lehnte ihre Klage am Mittwoch mit Verweis auf ein Gesetz von 1951 ab, mit dem die Entsch\u00e4digungsfrage bereits gekl\u00e4rt sei. Zudem seien ihre F\u00e4lle verj\u00e4hrt, betonte das Gericht.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default is-initial\">Der 103 Jahre alte Albert Corrieri und der ein Jahr j\u00fcngere Erpilio Trovati waren nicht zur Urteilsverk\u00fcndung erschienen. Ihr Anwalt hatte f\u00fcr ihre Zeit als Zwangsarbeiter vom franz\u00f6sischen Staat eine Entsch\u00e4digung zwischen 33.000 und 43.000 Euro gefordert. Dies entsprach einem Stundenlohn von zehn Euro f\u00fcr ihre Arbeit in Deutschland.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Es ist ein Prozess f\u00fcr die Geschichte und zur Erinnerung, solange ich noch Zeugnis ablegen kann&#8220;, hatte Corrieri im Februar zu Beginn der Gerichtsverhandlung gesagt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Corrieri war 1943 im Alter von 20 Jahren als Zwangsarbeiter nach <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/deutschland-4540700.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> geschickt worden. Trovati hatte 13 Monate in einer Chemiefabrik bei D\u00fcsseldorf gearbeitet. Die mit dem NS-Regime zusammenarbeitende Vichy-Regierung hatte den Arbeitseinsatz von Franzosen in Deutschland organisiert. Insgesamt waren zwischen 600.000 und 700.000 Menschen davon betroffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Ich bin in einen Zug eingestiegen und wusste nicht, wohin es ging&#8220;, erinnerte sich Corrieri. Er fand sich schlie\u00dflich in Ludwigshafen wieder, wo er G\u00fcterz\u00fcge mit Kohlen beladen musste. &#8222;Ich habe mehr als hundert Luftangriffe miterlebt, ein Freund ist an meiner Seite gestorben&#8220;, sagt er. Er sei vor Gericht gezogen, um auf die &#8222;vergessenen Opfer&#8220; aufmerksam zu machen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Sein Anwalt betonte, dass seine Mandanten &#8222;mit dem Willen der Vichy-Regierung deportiert und versklavt&#8220; worden seien. Dies seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die nicht verj\u00e4hrt w\u00fcrden, betonte er. F\u00fcr die vier oder f\u00fcnf noch in Frankreich lebenden ehemaligen Zwangsarbeiter forderte er nun die Einrichtung eines Hilfsfonds.\u00a0<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Franz\u00f6sische Ex-Zwangsarbeiter werden f\u00fcr Einsatz in Nazideutschland nicht entsch\u00e4digt Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Zwei mehr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":254757,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-254756","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114823594567837326","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254756","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=254756"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254756\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/254757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=254756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=254756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=254756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}