{"id":254909,"date":"2025-07-09T15:12:16","date_gmt":"2025-07-09T15:12:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254909\/"},"modified":"2025-07-09T15:12:16","modified_gmt":"2025-07-09T15:12:16","slug":"spd-offen-fuer-u-ausschuss-zur-aufklaerung-der-maskenaffaere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/254909\/","title":{"rendered":"SPD offen f\u00fcr U-Ausschuss zur Aufkl\u00e4rung der Maskenaff\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 09.07.2025 16:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Opposition fordert einen U-Ausschuss zur Aufkl\u00e4rung der Maskenaff\u00e4re um Ex-Minister Spahn. Die Union schlie\u00dft das aus &#8211; die SPD nicht mehr. Aufkl\u00e4rung m\u00fcsse \u00fcber den Interessen des Koalitionsvertrages stehen, so deren Generalsekret\u00e4r.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass aufgekl\u00e4rt werden soll, ob es Fehler bei der Beschaffung von Schutzmasken zu Anfang der Corona-Pandemie gab, ist unumstritten. Doch bei der Frage, wie das geschehen soll, gehen die Meinungen auseinander.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon Union und SPD war bislang stets zu h\u00f6ren, man setze auf eine Enquetekommission, die das gesamte damalige Krisenmanagement aufkl\u00e4ren soll &#8211; darunter auch ein m\u00f6gliches Fehlverhalten des fr\u00fcheren Gesundheitsministers Jens Spahn von der CDU. Spahn ist heute Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen Oppositionsparteien AfD, Gr\u00fcne und Linke reicht eine Enquetekommission nicht aus. Sie fordern stattdessen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der mehr Befugnisse hat. Das Problem: Um einen solchen U-Ausschuss einberufen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen ein Viertel der Mitglieder des Bundestags zustimmen. Alle drei Oppositionsparteien zusammen k\u00e4men zwar auf diese Mehrheit, f\u00fcr Gr\u00fcne und Linke ist es aber undenkbar, mit der in Teilen rechtsradikalen AfD zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p>    SPD-Generalsekret\u00e4r: &#8222;Ich schlie\u00dfe das nicht aus&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNun deutet sich an, dass die n\u00f6tige Mehrheit eventuell mithilfe der SPD zustande kommen k\u00f6nnte. Deren Generalsekret\u00e4r Tim Kl\u00fcssendorf wurde vom Magazin Focus gefragt, ob ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss n\u00f6tig sei, und antwortete: &#8222;Ich schlie\u00dfe das nicht aus.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs m\u00fcsse restlos und z\u00fcgig aufgekl\u00e4rt werden, was w\u00e4hrend der Corona-Pandemie im Gesundheitsministerium geschehen sei, sagte Kl\u00fcssendorf nach Angaben des Magazins. Union und SPD seien Partner in der Bundesregierung. &#8222;Aber gerade in einer solch wichtigen Frage, in der es um viel Steuergeld, und damit auch um viel Vertrauen in unsere Institutionen, geht&#8220;, m\u00fcsse die Aufkl\u00e4rung &#8222;zwingend \u00fcber den Interessen des Koalitionsvertrages stehen&#8220;.<\/p>\n<p>    Union: &#8222;Klassisches Instrument der Opposition&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der sogenannten Masken-Aff\u00e4re geht es im Kern um die Frage, ob Spahn als Gesundheitsminister in der Corona-Krise beim Einkauf dringend ben\u00f6tigter Schutzmasken richtig gehandelt hat oder Milliarden Euro zu viel gezahlt wurden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Union lehnt einen Untersuchungsausschuss dazu weiterhin ab, und setzt auf die Enquetekommission des Bundestags, der Abgeordnete und Sachverst\u00e4ndige aus Wissenschaft und Praxis angeh\u00f6ren sollen. Fraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Steffen Bilger (CDU) hatte einen U-Ausschuss als &#8222;klassisches Instrument der Opposition&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p>    Spahn: &#8222;Wir waren uns einig in der Regierung&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSpahn stritt in der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/bundestag-generaldebatte-132.html\" title=\"Generaldebatte: Merz wehrt sich und wirbt f\u00fcr Zuversicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundestags-Generaldebatte<\/a> die Vorw\u00fcrfe gegen ihn erneut ab. &#8222;Ja, wir haben zu viel beschafft. Und ja, das war teuer, richtig teuer&#8220;, sagte er. Doch niemand habe damals sagen k\u00f6nnen, wie viele Masken n\u00f6tig seien und wann oder ob sie \u00fcberhaupt geliefert werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir waren uns einig in der Regierung&#8220; mit der damaligen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD), sagte Spahn weiter. &#8222;Wir waren davon \u00fcberzeugt in der Krise, wenn wir zu wenig gehabt h\u00e4tten, dann w\u00e4re es noch teurer geworden &#8211; volkswirtschaftlich wegen l\u00e4ngerer Lockdowns, gesellschaftlich wegen mehr Leid und Schaden.&#8220;<\/p>\n<p>    G\u00fcnther: &#8222;Im Nachhinein alles besser gewusst&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnterst\u00fctzung bekam Spahn von Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther &#8211; einem CDU-Politiker, der sich sonst auch mal kritisch zur Linie der eigenen Partei \u00e4u\u00dfert. Spahn habe damals direkt reagiert, unb\u00fcrokratisch geholfen und genau das getan, was politisch Verantwortliche in einer solchen Lage tun sollten, sagte G\u00fcnther. Alle politisch Verantwortlichen &#8211; gleich welcher Couleur &#8211; seien sich einig gewesen, dass die Masken schnell und unb\u00fcrokratisch organisiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs war nach G\u00fcnthers Angaben auch die Erwartung der L\u00e4nder, dass der Bund Masken geb\u00fcndelt beschafft und verteilt. Nach G\u00fcnthers \u00dcberzeugung wird zu h\u00e4ufig mit zweierlei Ma\u00df gemessen. &#8222;W\u00e4hrend die einen Entscheidungen treffen, wollen die anderen es im Nachhinein alles besser gewusst haben &#8211; wohl wissend, dass sie in derselben Lage \u00e4hnlich gehandelt h\u00e4tten.&#8220; Das schade dem Vertrauen in die Politik.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Untersuchungsausschuss gilt als das sch\u00e4rfste Instrument, mit dem das Parlament die Regierung kontrollieren kann. Enquetekommissionen werden hingegen \u00fcblicherweise eher zur Kl\u00e4rung von Sachfragen eingesetzt. F\u00fcr beide gilt: Sie k\u00f6nnen im Bundestag eingesetzt werden, wenn mindestens ein Viertel der Abgeordneten daf\u00fcr stimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.07.2025 16:00 Uhr Die Opposition fordert einen U-Ausschuss zur Aufkl\u00e4rung der Maskenaff\u00e4re um Ex-Minister Spahn. 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