{"id":255489,"date":"2025-07-09T20:23:30","date_gmt":"2025-07-09T20:23:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/255489\/"},"modified":"2025-07-09T20:23:30","modified_gmt":"2025-07-09T20:23:30","slug":"von-profit-zu-purpose-unternehmen-auf-dem-weg-zur-regenerativen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/255489\/","title":{"rendered":"Von Profit zu Purpose: Unternehmen auf dem Weg zur regenerativen Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Art zu Wirtschaften der vergangenen Jahrzehnte hat dem Planeten massiv geschadet. Der Ressourcenverbrauch \u00fcbersteigt jedes vertretbare Limit, Treibhausgasemissionen gelangen weiter in die Atmosph\u00e4re und die Erde heizt sich weiter auf. Hier ist die Wirtschaft der zentrale Motor der Welt: Sie sorgt f\u00fcr Wohlstand und stabile Verh\u00e4ltnisse. Sie ist dadurch ein gro\u00dfer Hebel, um unsere Gesellschaft zu transformieren. Um ihn bewegen und nutzen zu k\u00f6nnen, muss &#8222;die Logik des gesamten Wirtschaftssystems&#8220; auf den Kopf gestellt werden, stellt Ella Lag\u00e9 von der Unternehmensberatung The Dive im Podcast-Gespr\u00e4ch fest. W\u00e4hrend bisher die Gewinnmaximierung oberstes Ziel von Unternehmen sei, solle zuk\u00fcnftig besser die Wirkung diese Position einnehmen.<\/p>\n<p>Marina Fecke, Senior Researcherin im Forschungsbereich Zirkul\u00e4rer Wandel am Wuppertal Institut, stimmt ihr zu und erg\u00e4nzt: &#8222;Wir sprechen Unternehmen oft auf den Aspekt der Resilienz an. Gerade kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen haben ein gro\u00dfes Interesse daran, resilienter zu werden. Ihr Ziel ist meist nicht Gewinnmaximierung um jeden Preis, sondern eine langfristige stabile Lage.&#8220; Lag\u00e9 und Fecke folgen dabei der Idee des regenerativen Wirtschaftens. Das Grundprinzip dahinter: Gestaltungsprinzipien aus der Natur werden so auf das eigene unternehmerische Handeln \u00fcbertragen, dass dadurch verschiedenste Bedingungen in der Welt gef\u00f6rdert werden, in denen sich die Natur erholen und wieder stabilisieren kann.<\/p>\n<p>Das Konzept des regenerativen Wirtschaftens geht weiter als klimaneutrales Handeln. Im Fokus steht nicht nur, die Folgen des eigenen Handelns zu minimieren oder auszugleichen, sondern auch den aktuellen Zustand zu verbessern. Lag\u00e9 betont, dass es neben \u00f6kologischen Faktoren auch um soziale Faktoren geht: &#8222;Im unternehmerischen Kontext kann das bedeuten, dass Unternehmen auf ihre sozialen Verflechtungen f\u00fcr Verbesserungen einwirken \u2013 etwa durch arbeitnehmerfreundliche Vertr\u00e4ge mit Zulieferern oder einem besonders fairen Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden \u2013\u00a0aber auch auf \u00f6kologische Umgebungen.&#8220; Fecke unterstreicht diesen systemischen Blick: &#8222;Wir Menschen sehen uns oft in einem eigenst\u00e4ndigen System \u2013 parallel zur Natur: in dem einen die Menschen, in dem anderen Pflanzen und Tiere. Sobald uns die Natur &#8218;ins Gehege kommt&#8216;, sorgen wir daf\u00fcr, dass sie verschwindet. Aber wir leben alle in einem System \u2013 und brauchen die Natur.&#8220;<\/p>\n<p>Welche Herausforderungen sich dabei stellen, wie der Wandel gelingen\u00a0 kann und was den beiden Mut macht, erz\u00e4hlen sie in der neuen Zukunftswissen.fm-Folge. Diese und alle vergangenen Episoden sind kostenfrei auf Spotify, Apple Podcasts und Podcast.de sowie \u00fcber die Website des Wuppertal Instituts zu h\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unsere Art zu Wirtschaften der vergangenen Jahrzehnte hat dem Planeten massiv geschadet. 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