{"id":255857,"date":"2025-07-09T23:46:11","date_gmt":"2025-07-09T23:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/255857\/"},"modified":"2025-07-09T23:46:11","modified_gmt":"2025-07-09T23:46:11","slug":"waerme-aus-abwasser-hamburgs-gruene-umweltsenatorin-laesst-die-groesste-waermepumpe-deutschlands-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/255857\/","title":{"rendered":"W\u00e4rme aus Abwasser: Hamburgs gr\u00fcne Umweltsenatorin l\u00e4sst die gr\u00f6\u00dfte W\u00e4rmepumpe Deutschlands bauen"},"content":{"rendered":"<p>In Hamburg entsteht die gr\u00f6\u00dfte Abwasserw\u00e4rmepumpe Deutschlands. Sie soll k\u00fcnftig bis zu 39.000 Haushalte mit klimafreundlicher Fernw\u00e4rme versorgen \u2013 gespeist aus gereinigtem Abwasser und eingebunden in den Energiepark Hafen. So steht es um das Projekt<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Zwischen Rohrleitungen, Stahltr\u00e4gern und technischen Aggregaten stehen drei interessierte Besucher: Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Gr\u00fcne), Hamburg-Wasser-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michael Beckereit und die Gesch\u00e4fstf\u00fchrerin der Hamburger Energiewerke Kirsten Fust lassen sich den Fortschritt eines Projekts zeigen, das Hamburgs Fernw\u00e4rmeversorgung grundlegend ver\u00e4ndern soll: die neue Abwasserw\u00e4rmepumpe auf dem Gel\u00e4nde des Kl\u00e4rwerks Dradenau. Noch ist sie nicht in Betrieb, doch schon jetzt gilt sie als Schl\u00fcsselbaustein f\u00fcr den Kohleausstieg der Stadt. <\/p>\n<p>Mit einer geplanten Leistung von 60 Megawatt wird die Abwasserw\u00e4rmepumpe auf dem Gel\u00e4nde an der Dradenau die gr\u00f6\u00dfte Anlage ihrer Art in Deutschland. Die Technik ist Teil des Energieparks Hafen \u2013 einem modularen Verbund unterschiedlicher W\u00e4rmeerzeuger, der den Kohleausstieg in Hamburg erm\u00f6glichen soll. <\/p>\n<p>Fegebank hat die Baustelle der Gro\u00dfw\u00e4rmepumpe am Montag besucht, um sich einen eigenen Einblick zu verschaffen. Fegebank ist seit dem 7. Mai im neuen Amt und besucht schrittweise die wichtigsten Projekte der W\u00e4rmewende, die Vorg\u00e4nger Jens Kerstan (Gr\u00fcne) angesto\u00dfen hat. Die Anlage ist eins der innovativsten Projekte auf dem Weg das alte Kohlekraftwerk Wedel abzuschalten, das aktuell noch gro\u00dfe Teile der Hamburger Fernw\u00e4rme liefert. <\/p>\n<p>Im Kl\u00e4rwerk mit seinen Standorten am K\u00f6hlbrandh\u00f6ft und an der Dradenau \u2013 beide im Hafen \u2013 kommt alles Abwasser der Stadt zusammen. Etwa dank Duschw\u00e4rme und F\u00e4ulnisprozessen wird es nie k\u00e4lter als zw\u00f6lf Grad. Im Sommer hat es im Durchschnitt mehr als 20 Grad. F\u00fcr Experten bietet das Abwasser damit enormes Energiepotenzial.<\/p>\n<p>Vier W\u00e4rmepumpenaggregate mit je 15 Megawatt Leistung wandeln diese W\u00e4rme in 95 Grad Celsius hei\u00dfes Wasser um. Die installierte thermische Leistung betr\u00e4gt 60 Megawatt. Das hei\u00dfe Wasser wird zur benachbarten Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) im Energiepark Hafen geleitet. Dort kann es zwischengespeichert und bei Bedarf weiter erhitzt werden, bevor es unter der Elbe hindurch ins Hamburger Fernw\u00e4rmenetz eingespeist wird.<\/p>\n<p>Fegebank sprach von einem \u201eMeilenstein f\u00fcr Hamburgs W\u00e4rmewende\u201c. Mit der neuen Anlage werde Abwasser zu einer Ressource, die bis zu 39.000 Haushalten klimafreundliche W\u00e4rme liefern k\u00f6nne. \u201eDas Projekt zeigt, wie wir mit Innovation zu klimafreundlichen L\u00f6sungen kommen k\u00f6nnen\u201c, sagte sie. <\/p>\n<p>Die W\u00e4rmepumpe geh\u00f6rt dem st\u00e4dtischen Unternehmen Hamburg Wasser, das auch f\u00fcr Planung, Bau und Betrieb verantwortlich ist. Die Hamburger Energiewerke, ebenfalls st\u00e4dtischer Versorger, finanzieren die Anlage mit rund 60 Millionen Euro, \u00fcbernehmen die Steuerung und speisen die erzeugte W\u00e4rme ins Netz ein.<\/p>\n<p>Kirsten Fust, Sprecherin der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Hamburger Energiewerke, sieht in der Anlage eine verl\u00e4ssliche Energiequelle f\u00fcr die Millionenstadt. Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen seien eine Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr die W\u00e4rmewende. \u201eMit unserer gemeinsamen neuen Anlage auf der Dradenau bringen wir jetzt auch die W\u00e4rme aus Abwasser auf die Zielgerade\u201c, erkl\u00e4rte sie. Im Energiepark Hafen w\u00fcrden k\u00fcnftig weitere klimafreundliche W\u00e4rmequellen geb\u00fcndelt und unter der Elbe hindurch ins Stadtnetz eingespeist \u2013 ein gro\u00dfer Schritt raus aus der Kohle.<\/p>\n<p>Michael Beckereit, technischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Hamburg Wasser, verweist auf das Potenzial, das in der Abwasserw\u00e4rme bislang ungenutzt blieb. Die neue Anlage erschlie\u00dfe diese Quelle erstmals im gro\u00dfen Ma\u00dfstab und mache sie f\u00fcr die st\u00e4dtische W\u00e4rmeversorgung verf\u00fcgbar. \u201eIn Abwasser steckt Energie \u2013 und wir machen sie nutzbar\u201c, sagte Beckereit.<\/p>\n<p>Die Anlage ist eingebettet in den Energiepark Hafen, eines der zentralen Infrastrukturprojekte, mit dem Hamburg W\u00e4rme aus m\u00f6glichst klimaneutralen Quellen an die Fernw\u00e4rmekunden im st\u00e4dtischen Netz liefern will. Neben der Abwasserw\u00e4rmepumpe geh\u00f6ren dazu unter anderem die Einspeisung von Abw\u00e4rme aus der M\u00fcllverwertungsanlage Rugenberger Damm, die Nutzung industrieller Abw\u00e4rme aus energieintensiven Betrieben im Hafengebiet sowie eine Power-to-Heat-Anlage, die \u00fcbersch\u00fcssigen Strom in W\u00e4rme umwandelt. Erg\u00e4nzt wird das System durch einen W\u00e4rmespeicher, der erzeugte Energie puffert und bedarfsgerecht verf\u00fcgbar macht. Bis 2030 soll der Anteil der Fernw\u00e4rme aus Kohle von ehemals 64 Prozent auf null sinken.<\/p>\n<p>juve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Hamburg entsteht die gr\u00f6\u00dfte Abwasserw\u00e4rmepumpe Deutschlands. 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