{"id":256037,"date":"2025-07-10T01:27:10","date_gmt":"2025-07-10T01:27:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/256037\/"},"modified":"2025-07-10T01:27:10","modified_gmt":"2025-07-10T01:27:10","slug":"trump-begruendet-zoelle-fuer-brasilien-mit-hexenjagd-gegen-bolsonaro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/256037\/","title":{"rendered":"Trump begr\u00fcndet Z\u00f6lle f\u00fcr Brasilien mit &#8222;Hexenjagd&#8220; gegen Bolsonaro"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 10.07.2025 02:34 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Auch Brasilien hat nun Post von US-Pr\u00e4sident Trump mit den neuen Zollbestimmungen bekommen. Das Land soll auf die Einfuhr von Produkten in die USA den bislang h\u00f6chsten Wert von 50 Prozent zahlen &#8211; und zwar aus innenpolitischen Gr\u00fcnden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump hat Z\u00f6lle in H\u00f6he von 50 Prozent gegen Brasilien verk\u00fcndet. Die US-Importz\u00f6lle auf brasilianische Produkte sollen am 1. August in Kraft treten. Trump begr\u00fcndete den Schritt in einem Brief an die F\u00fchrung in Brasilia mit dem Vorgehen der brasilianischen Justiz gegen den fr\u00fcheren Pr\u00e4sidenten Jair Bolsonaro. Dieser sei in seiner Regierungszeit hoch respektiert gewesen. Der Prozess gegen ihn sei eine &#8222;Hexenjagd, die sofort enden&#8220; m\u00fcsse.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer US-Pr\u00e4sident hatte der brasilianischen Justiz bereits in den vergangenen Tagen einen &#8222;Angriff auf einen politischen Gegner&#8220; vorgeworfen. Er kritisierte zudem die angebliche &#8222;Zensur&#8220; von US-Onlineplattformen in dem Land.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie US-Botschaft in Brasilia gab am Mittwoch eine Erkl\u00e4rung an die \u00f6rtliche Presse heraus, in der sie sich Trumps \u00c4u\u00dferungen anschloss. &#8222;Die politische Verfolgung von Jair Bolsonaro, seiner Familie und seinen Anh\u00e4ngern ist besch\u00e4mend und respektlos gegen\u00fcber den demokratischen Traditionen Brasiliens&#8220;, hatte die Pressestelle der US-Botschaft in einer Erkl\u00e4rung auf portugiesisch geschrieben.<\/p>\n<p>    Putschvorw\u00fcrfe gegen Brasiliens Ex-Pr\u00e4sidenten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBolsonaro war von 2019 bis 2022 im Amt, ehe er in einer Stichwahl knapp gegen Lula unterlag. Der Bundespolizei zufolge soll Bolsonaro versucht haben, das Milit\u00e4r nach seiner Wahlniederlage 2022 zu einem Putsch anzustiften. Bolsonaro soll auch f\u00fcr den Plan eines Staatsstreichs verantwortlich sein, mit dem Lula an der \u00dcbernahme des Amtes gehindert werden sollte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm 1. Januar 2023 hatten Bolsonaro-Anh\u00e4nger in der Hauptstadt Brasilia den Kongress, den Amtssitz des Pr\u00e4sidenten sowie das Oberste Gericht gest\u00fcrmt und schwere Verw\u00fcstungen angerichtet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBolsonaro selbst weist alle Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und plant sein politisches Comeback bei der Pr\u00e4sidentschaftswahl im kommenden Jahr, obwohl er wegen seiner Verurteilung in einem anderen Verfahren bis 2030 nicht kandidieren darf. Im Falle einer Verurteilung in dem Putsch-Prozess drohen dem rechtsradikalen Politiker bis zu 40 Jahre Haft.<\/p>\n<p>    Lula-Kritik auf dem BRICS-Gipfel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump hatte vor der Zoll-Mitteilung vor Reportern im Wei\u00dfen Haus gesagt, Brasilien sei &#8222;\u00fcberhaupt nicht gut&#8220; zu den USA gewesen. Die brasilianische Volkswirtschaft ist ein Schwergewicht in Lateinamerika.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Zuspitzung geht auch auf einen Streit vom Sonntag zur\u00fcck, als Trump den Gipfel der BRICS-Gruppe aus Brasilien, Russland, Indien, China und S\u00fcdafrika in Rio de Janeiro kritisierte. Er bezeichnete die Gruppe als &#8222;antiamerikanisch&#8220; und drohte den Mitgliedsl\u00e4ndern mit zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen von zehn Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLula sagte dann am Montag zum Abschluss des Gipfels, als er von Reportern zu Trumps Zolldrohungen gefragt wurde: &#8222;Die Welt hat sich ver\u00e4ndert. Wir wollen keinen Imperator.&#8220; Die Nationen seien souver\u00e4n. &#8222;Wenn er glaubt, dass er Z\u00f6lle erheben kann, haben andere L\u00e4nder das Recht, ebenfalls Z\u00f6lle zu erheben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Trumps Ank\u00fcndigung am Mittwoch erkl\u00e4rte Lulas B\u00fcro, jede einseitige Anhebung von Z\u00f6llen werde gem\u00e4\u00df dem brasilianischen Gesetz zur wirtschaftlichen Gegenseitigkeit beantwortet. Lula hatte eine Dringlichkeitssitzung einberufen, in der er sich unter anderem mit Vize-Pr\u00e4sident Geraldo Alckmin und Finanzminister Fernando Haddad beriet.<\/p>\n<p>    Neue Zollbriefe sorgen f\u00fcr Ver\u00e4rgerung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit Dienstag hatte Trump Zoll-Briefe an 21 weitere L\u00e4nder verschickt, darunter wichtige Handelspartner wie Japan und S\u00fcdkorea. Er k\u00fcndigte darin Aufschl\u00e4ge zwischen 20 und 40 Prozent an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nStunden zuvor hatte Trump bereits einen weiteren Schub an Briefen bekanntgemacht. Die Europ\u00e4ische Union ist bisher nicht darunter. Die neuen Briefe waren adressiert an Irak, Libyen, Algerien, Moldau, Philippinen, Brunei und Sri Lanka. Seit Montag macht der US-Pr\u00e4sident die neuen Zollregeln f\u00fcr Waren in die USA bekannt. Er rechtfertigt die Z\u00f6lle mit einem bisherigen Ungleichgewicht.<\/p>\n<p>    Auswirkungen auf US-Konsumenten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie brasilianische Lebensmittelindustrie erwartet f\u00fcr US-Verbraucher erhebliche Auswirkungen durch die angek\u00fcndigten Strafz\u00f6lle. Der Kaffee-Exporteurverband Cecaf\u00e9 erkl\u00e4rte, die Last w\u00fcrden US-Konsumenten tragen. Der Verband der Exporteure von Zitrusfr\u00fcchten, CitrusBR, teilte mit, die Ma\u00dfnahme treffe nicht nur Brasilien, sondern auch die US-Saftindustrie. Der Rindfleischverband Abiec sprach von einem Hindernis f\u00fcr den internationalen Handel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBrasilien ist der weltgr\u00f6\u00dfte Kaffeeproduzent und liefert rund ein Drittel des in den USA konsumierten Kaffees. Zudem stammt mehr als die H\u00e4lfte des in den USA verkauften Orangensafts aus dem s\u00fcdamerikanischen Land.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.07.2025 02:34 Uhr Auch Brasilien hat nun Post von US-Pr\u00e4sident Trump mit den neuen Zollbestimmungen bekommen. 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