{"id":256164,"date":"2025-07-10T02:36:10","date_gmt":"2025-07-10T02:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/256164\/"},"modified":"2025-07-10T02:36:10","modified_gmt":"2025-07-10T02:36:10","slug":"baden-wuerttemberg-darum-pilgert-die-landespolitik-einmal-im-jahr-nach-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/256164\/","title":{"rendered":"Baden-W\u00fcrttemberg: Darum pilgert die Landespolitik einmal im Jahr nach Berlin"},"content":{"rendered":"<p>                    Baden-W\u00fcrttemberg<br \/>\n                Darum pilgert die Landespolitik einmal im Jahr nach Berlin<\/p>\n<p>\t\t\t\t              10.07.2025, 04:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Seit 1964 l\u00e4dt die Landesregierung zur &#8222;Stallw\u00e4chterparty&#8220; in Berlin ein. Dabei sind auch Promis &#8211; und zahlungskr\u00e4ftige Unternehmen. Das sorgt f\u00fcr Kritik bei Transparency International Deutschland.<\/strong><\/p>\n<p>Stuttgart\/Berlin (dpa\/lsw) &#8211; Einmal im Jahr, immer kurz vor Beginn der Sommerpause im politischen Berlin, treffen sich Minister, Abgeordnete, Wirtschaftsbosse und Promis auf dem Weg von Stuttgart nach Berlin im Zug oder im Flugzeug. Alle sind auf dem Weg zur &#8222;Stallw\u00e4chterparty&#8220;, dem traditionellen Sommerfest der baden-w\u00fcrttembergischen Landesvertretung in der Hauptstadt. Das muss man zu der gro\u00dfen Party wissen, die am Donnerstag zum 60. Mal stattfindet:<\/p>\n<p>G\u00e4ste<\/p>\n<p>Rund 1.800 Menschen werden nach Angaben der Landesvertretung bei dem Fest erwartet &#8211; mehr passen auch nicht in das Geb\u00e4ude. Unter den Besuchern d\u00fcrften sich auch in diesem Jahr hochrangige Vertreter aus Bundes- und Landespolitik tummeln. So hat sich nach Angaben der Landesvertretung etwa ein Gro\u00dfteil des Landeskabinetts angek\u00fcndigt, auch der ehemalige Ministerpr\u00e4sident G\u00fcnther Oettinger wurde erwartet.<\/p>\n<p>Auf der G\u00e4steliste stehen au\u00dferdem Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU), die beide aus dem S\u00fcdwesten stammen, sowie ihre Kabinettskolleginnen Karin Prien (CDU) und Dorothee B\u00e4r (CSU).<\/p>\n<p>Erwartet wurden auch die ehemaligen Bundesminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) und Annalena Baerbock (Gr\u00fcne). Hinzu kommen andere Ministerpr\u00e4sidenten sowie zahlreiche Botschafter, Wirtschaftsvertreter und auch Promis, wie etwa der Schauspieler Sebastian Koch.<\/p>\n<p>Programm<\/p>\n<p>Neben den \u00fcblichen Reden von Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann (Gr\u00fcne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) gibt es auch ein Unterhaltungsprogramm. Am sp\u00e4ten Abend tritt die Mannheimer Pop-S\u00e4ngerin Loi auf (&#8222;Gold&#8220;), zuvor soll die Gruppe Freundschaftslieder griechische und t\u00fcrkische Melodien zum Besten geben. Auch ein Auftritt des Komikers Michael Gaedt war geplant.<\/p>\n<p>Name<\/p>\n<p>Die &#8222;Stallw\u00e4chterparty&#8220; wird seit 1964 gefeiert. Damals in Bonn begann alles noch etwas kleiner. Sie richtete sich an Mitarbeiter von Ministerien und Abgeordneten, die in der Sommerpause &#8222;Stallwache&#8220; halten mussten. Bei der ersten Auflage, die noch mitten in der Sommerpause stattfand, kamen rund 70 von ihnen zum D\u00e4mmerschoppen mit roten W\u00fcrsten und Trollinger.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren findet das Fest nun kurz vor Beginn der Sommerpause statt und geh\u00f6rt inzwischen zu den gr\u00f6\u00dften Sommerfesten in der Hauptstadt.\u00a0<\/p>\n<p>Kosten<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr kostete die Party nach Angaben der Landesregierung rund 270.000 Euro. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Landtags-AfD hervor. Hinzu kamen demnach Geld- und Sachleistungen in H\u00f6he von knapp 780.000 Euro, die Partner beisteuerten. Auch in diesem Jahr sind an dem Fest zahlreiche Unternehmen als Partner und Aussteller beteiligt &#8211; darunter unter anderem Automobilkonzerne, Lebensmittelh\u00e4ndler, Pharmaunternehmen und Banken.\u00a0<\/p>\n<p>Die finanzielle Unterst\u00fctzung des Festes durch Partner aus der Wirtschaft sieht die Organisation Transparency International Deutschland kritisch. Damit erkauften sich Sponsoren einen direkten Zugang zu h\u00f6chsten politischen Entscheidungstr\u00e4gern, sagte Norman Loeckel von Transparency International Deutschland.<\/p>\n<p>Sie bek\u00e4men das Recht, eigene G\u00e4ste zu entsenden und bei ausreichend hohen Zuwendungen mit eigenen Tischen vor Ort zu sein, so der Experte. &#8222;Das stellt im Grunde eine Art bezahlten Lobbyismus dar, der nach den Regeln des Bundes-Lobbyregisters verboten ist&#8220;, sagte Loeckel. \u00c4hnliche F\u00e4lle gebe es auch bei Veranstaltungen anderer Landesvertretungen und von Bundestagsfraktionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Baden-W\u00fcrttemberg Darum pilgert die Landespolitik einmal im Jahr nach Berlin 10.07.2025, 04:03 Uhr Seit 1964 l\u00e4dt die Landesregierung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":256165,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1634,296,78187,29,30,706,3761],"class_list":{"0":"post-256164","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-berlin","10":"tag-darum","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-jahr","14":"tag-landespolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114826614205260728","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/256164","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=256164"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/256164\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/256165"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=256164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=256164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=256164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}