{"id":25624,"date":"2025-04-12T08:45:28","date_gmt":"2025-04-12T08:45:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/25624\/"},"modified":"2025-04-12T08:45:28","modified_gmt":"2025-04-12T08:45:28","slug":"kursrutsch-nach-dem-rekordtag-trumps-zoelle-sorgen-fuer-weitere-unruhe-an-boersen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/25624\/","title":{"rendered":"Kursrutsch nach dem Rekordtag: Trumps Z\u00f6lle sorgen f\u00fcr weitere Unruhe an B\u00f6rsen"},"content":{"rendered":"<p>Die un\u00fcbersichtliche Lage beim Zollkonflikt der USA mit dem Rest der Welt sorgt weiter f\u00fcr Unruhe an den B\u00f6rsen. Nach <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/US-Zollchaos-geht-weiter-Trump-pausiert-neue-Zoelle-Euphorie-an-der-Boerse-10346905.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dem fulminanten Aufschwung vom Vortag<\/a> legten die US-Aktienm\u00e4rkte zun\u00e4chst wieder den R\u00fcckw\u00e4rtsgang ein. Die Aktienb\u00f6rsen in Ostasien stiegen am Morgen leicht unter dem Niveau des Vortages ein. Der Handelskonflikt zwischen den beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt, den USA und China, spitzt sich weiter zu.<\/p>\n<p>Der Nikkei-Index in Tokio notierte rund zweieinhalb Stunden nach Handelsbeginn am Freitag mit einem Abschlag von 4,22 Prozent beim Zwischenstand von 33.148,45 Punkten. In China und der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong gaben der Shanghai-Composite-Index in den ersten rund anderthalb Stunden 0,2 Prozent und der Hang-Seng-Index 0,4 Prozent nach. Auch an der B\u00f6rse in Seoul startete der Leitindex KOSPI zun\u00e4chst mit einem leichten Minus.<\/p>\n<p>Der Dow Jones Industrial schloss 2,50 Prozent tiefer bei 39.593,66 Punkten. Der marktbreite S&amp;P 500 gab um 3,46 Prozent auf 5.268,05 Z\u00e4hler nach. F\u00fcr den technologielastigen Nasdaq 100 ging es am Ende nach einem schwankungsanf\u00e4lligen Handel um 4,19 Prozent auf 18.343,57 Punkte abw\u00e4rts. Die Aktien von Apple, Tesla, Meta, Amazon, Nvidia, Microsoft und Alphabet sackten allesamt um mehrere Prozentpunkte ab. Der weiter schwelende internationale Handelskonflikt bleibt das Hauptthema an den B\u00f6rsen.<\/p>\n<p>Kurse schwanken<\/p>\n<p>Tags zuvor hatten die US-Anleger zun\u00e4chst mit sp\u00fcrbarer Erleichterung auf die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump ausgerufene Zollpause f\u00fcr viele L\u00e4nder \u2013 au\u00dfer China \u2013 reagiert. Der Dow hatte knapp 8 Prozent gewonnen, der S&amp;P 500 fast 10 Prozent. Der Nasdaq 100 hatte sogar um mehr als 12 Prozent zugelegt.<\/p>\n<p>Trump treibt den Handelskonflikt mit China dennoch mit Wucht weiter voran. Die US-Z\u00f6lle gegen China belaufen sich nunmehr sogar auf insgesamt 145 Prozent &#8211; und nicht 125 Prozent, wie das Wei\u00dfe Haus zuvor mitgeteilt hatte. Das best\u00e4tigte ein Mitarbeiter der US-Regierungszentrale in Washington. Bei den fr\u00fcheren Angaben der USA waren bereits eingef\u00fchrte Z\u00f6lle in H\u00f6he von 20 Prozent nicht einberechnet, die Trump wegen Chinas Rolle bei der Herstellung der Droge Fentanyl in den vergangenen Monaten erhoben hatte.<\/p>\n<p>Eine kleine Atempause f\u00fcr andere<\/p>\n<p>Andere Teile des Welthandels bekommen dagegen eine Atempause von voraussichtlich 90 Tagen. Trump hatte nach gro\u00dfen Turbulenzen an den Aktien- und Finanzm\u00e4rkten \u00fcberraschend entschieden, vielen Staaten f\u00fcr diesen Zeitraum eine Pause von bestimmten Z\u00f6llen zu gew\u00e4hren. Dabei geht es um Strafabgaben, die sich am Handelsdefizit der jeweiligen L\u00e4nder orientieren. Auch die EU setzte im Gegenzug einige Sonderz\u00f6lle gegen die USA vorerst nicht in Kraft. <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/statement_25_1036\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">In einer kurzen Stellungnahme<\/a> k\u00fcndigte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen an, erst tags zuvor beschlossene Gegenma\u00dfnahmen f\u00fcr knapp drei Monate auf Eis zu legen.<\/p>\n<p>Trump wertete den R\u00fcckzieher der Europ\u00e4er als schlau. Die Europ\u00e4ische Union habe mit der Zur\u00fcckhaltung sehr klug gehandelt, sagt der US-Pr\u00e4sident bei einer Kabinettssitzung in Washington. Die US-Regierung will in den kommenden Wochen und Monaten mit Handelspartnern aus aller Welt \u00fcber Deals beraten, um Handelsbarrieren in den jeweiligen L\u00e4ndern f\u00fcr Einfuhren aus den USA abzubauen. Im Gegenzug k\u00f6nnten die Amerikaner dann wom\u00f6glich auf bestimmte Z\u00f6lle verzichten.<\/p>\n<p>Ob die Gespr\u00e4che zum Erfolg f\u00fchren, ist aber offen. Und eine ganze Reihe von US-Z\u00f6llen auch jenseits der Abgaben auf chinesische Waren sind weiter in Kraft \u2013 etwa ein pauschaler Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent auf Einfuhren aus praktisch allen L\u00e4ndern sowie Sonderabgaben auf Autos, Stahl oder Aluminium.<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob er die EU bei anstehenden Verhandlungen als Einheit oder als individuelle Staaten betrachte, antwortete der Pr\u00e4sident: &#8222;Wir sehen sie als einen Block.&#8220; Trump beklagte sich einmal mehr, die EU habe Amerika in der Vergangenheit beim Handel sehr ausgenutzt, und behauptete: &#8222;Sie wurde zu dem Zweck gegr\u00fcndet, um die Vereinigten Staaten auszunutzen.&#8220;<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die un\u00fcbersichtliche Lage beim Zollkonflikt der USA mit dem Rest der Welt sorgt weiter f\u00fcr Unruhe an den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25625,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[4064,665,175,170,169,29,106,1721,30,171,174,173,172,64,55],"class_list":{"0":"post-25624","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-aktienmarkt","9":"tag-boerse","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-donald-trump","15":"tag-finanzen","16":"tag-germany","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-usa","22":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114324119814669243","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25624"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25624\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}