{"id":257043,"date":"2025-07-10T10:50:13","date_gmt":"2025-07-10T10:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257043\/"},"modified":"2025-07-10T10:50:13","modified_gmt":"2025-07-10T10:50:13","slug":"das-klima-kippt-die-kunst-kippt-und-der-betrachter-auch-republik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257043\/","title":{"rendered":"Das Klima kippt, die Kunst kippt \u2013 und der Betrachter auch \u2013 Republik"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-css-1k1sbns=\"\" style=\"aspect-ratio:0.7756556442417332\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/c8d0a588043471747760189082fefc3ec22d1868.jpeg\"  data-css-fisw11=\"\"\/>\u00abWhere Waters Meet, 3.18 Atmospheres\u00bb, 2019. Courtesy of the artist\/ProLitteris 2025, Z\u00fcrich\/Museum Tinguely Basel<\/p>\n<p data-pos=\"0-1\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Die \u00abMidnight Zone\u00bb beginnt dort, wo kein Sonnenlicht mehr hinreicht. In der Ausstellung von Julian Charri\u00e8re, die derzeit im Museum Tinguely in Basel zu sehen ist, tauchen wir buch\u00adst\u00e4blich ab: in die Tiefen des Ozeans\u00a0\u2013 und in die Schatten\u00adzonen menschlicher Eingriffe ins \u00d6ko\u00adsystem.<\/p>\n<p data-pos=\"0-2\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Landschaften und ihre kulturelle und geologische Geschichte sind das Kern\u00adanliegen des in Morges geborenen franz\u00f6sisch-schweizerischen K\u00fcnstlers. Im \u00abStudio Julian Charri\u00e8re\u00bb kollaboriert der 37-J\u00e4hrige, der bei dem isl\u00e4ndisch-d\u00e4nischen K\u00fcnstler <a data-css-181td0w=\"\" title=\"Giftgr\u00fcner Showdown\" href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2021\/07\/12\/giftgruener-showdown\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00d3lafur El\u00edasson<\/a> studierte und heute in Berlin lebt, regelm\u00e4ssig mit Wissenschaftlerinnen, Ingenieuren, Filme\u00admacherinnen und Komponisten.<\/p>\n<p data-pos=\"0-3\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Die Materialien f\u00fcr seine Arbeiten findet Charri\u00e8re auf Expeditionen, die ihn in atom\u00adverstrahlte Gebiete, Regen\u00adw\u00e4lder, Polar\u00adregionen oder wie zuletzt in die Tiefsee f\u00fchren. Er bearbeitete schon Fotografien mit radio\u00adaktivem Sand, f\u00fcllte Palm\u00f6l in Lava\u00adlampen oder stapelte Lithium\u00adbl\u00f6cke aus der bolivianischen Salz\u00adw\u00fcste im Ausstellungs\u00adraum aufeinander.<\/p>\n<p data-pos=\"0-4\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Das Material und die Filme seiner Reisen bringt Charri\u00e8re ins Museum. Und die Erz\u00e4hlungen, die der K\u00fcnstler im Gep\u00e4ck hat. Und er weiss die entferntesten historischen und geologischen Kontexte miteinander zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-5\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Um zu beschreiben, wie Julian Charri\u00e8re diese F\u00e4den zusammen\u00adkn\u00fcpft und in eine \u00e4sthetische Erfahrung \u00fcberf\u00fchrt, kommt man um ein Wort kaum herum: Immersion. Man schaut nicht einfach auf seine Werke, h\u00e4ufig befindet man sich mittendrin\u00a0\u2013 mit s\u00e4mtlichen Sinnen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-6\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Die Betrachter werden einem Balanceakt ausgesetzt: zwischen Eintauchen und distanzierter Betrachtung, Vertrautem und Unbekanntem, Sch\u00f6nheit und Bedrohung, Klischee und Nuancierung, Spiegelung und Weitblick. Die Kunst stellt sich den Wider\u00adspr\u00fcchen von Ressourcen\u00adausbeutung und \u00f6kologischem Bewusstsein. Das kann sich mitunter ziemlich sportlich anf\u00fchlen. Doch wie es sich f\u00fcr eine immersive Ausstellung geh\u00f6rt, liegen Kissen bereit, auf denen man sich allen Eindr\u00fccken unvoreingenommen hingeben kann. <\/p>\n<p><a data-css-1i4zy90=\"\" id=\"abtauchen-in-die-mitternachtszone\"\/>Abtauchen in die Mitternachts\u00adzone<\/p>\n<p data-pos=\"0-8\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">F\u00fcr die aktuelle Ausstellung in Basel wurden gleich drei Etagen fast g\u00e4nzlich in Schwarz ausstaffiert. Im Unter\u00adgeschoss des Parcours l\u00e4sst \u00abMidnight Zone\u00bb (2024) das Publikum in die Dunkelheit abtauchen. Eine gewaltige Sound\u00adkulisse umgibt einen w\u00e4hrend eines Tauch\u00adgangs, der\u00a0\u2013 als Film auf eine grosse Leinwand projiziert\u00a0\u2013 von der Ozean\u00adoberfl\u00e4che hinab in die immer dunkler werdende Tiefe f\u00fchrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-css-1k1sbns=\"\" style=\"aspect-ratio:1.2310173697270472\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/7cc33182aacd396c2234c53957e5db96233532df.jpeg\"  data-css-fisw11=\"\"\/>\u00abMidnight Zone\u00bb, 2024. Courtesy of the artist\/ProLitteris 2025, Z\u00fcrich\/Museum Tinguely Basel<\/p>\n<p data-pos=\"0-10\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Die eigentlich tief\u00adschwarze Umgebung ab tausend Metern unter Meer erhellt eine nachgebaute Fresnel-Linse, wie sie der Physiker Augustin Jean Fresnel einst f\u00fcr Leucht\u00adt\u00fcrme entwickelte: um Licht zu b\u00fcndeln und m\u00f6glichst weit zu strahlen. Unter Wasser ziehen die Licht\u00adstrahlen sogleich die Meeres\u00adtiere an. Bald findet sich das filmische Auge inmitten eines Garnelen\u00adschwarms wieder oder wird von Haien umkreist. Die Kamera schwankt umher, bis auch f\u00fcr die Betrachtenden im Museum kein Oben und Unten mehr existiert. Der Leucht\u00adk\u00f6rper, der zwischendurch ebenfalls zu sehen ist und fast schon eine sakrale Stimmung erzeugt, k\u00f6nnte geradeso gut eine Weltraum\u00adsonde sein. Vereinzelte bio\u00adlumineszente Gesch\u00f6pfe, die durchs Bild schwimmen, leuchten unwirklich vor sich hin.<\/p>\n<p data-pos=\"0-11\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Allesamt beleben sie die Clarion-Clipperton-Zone, in die dieser filmische Tauchgang f\u00fchrt. Das Gebiet im nord\u00adpazifischen Ozean birgt auf einer Fl\u00e4che rund halb so gross wie Europa besonders viele Mangan\u00adknollen, die <a data-css-181td0w=\"\" title=\"Goldrausch in der blauen Welt\" href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2020\/11\/13\/goldrausch-in-der-blauen-welt\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">reich an Metallen und seltenen Erden<\/a> sind. Daher weckt die zwischen Mexiko und Hawaii gelegene Zone seit l\u00e4ngerem auch staatliche Begierden. Am lautesten bekundete zuletzt US-Pr\u00e4sident Donald Trump, internationale Richtlinien umgehen zu wollen, <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/05\/08\/climate\/deep-sea-mining-critical-minerals\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">um diese Gegend abzugraben<\/a>. Doch er ist l\u00e4ngst nicht der Einzige, der den Tiefsee\u00adbergbau forcieren will.<\/p>\n<p data-pos=\"0-12\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Dagegen spricht enorm vieles, wie Forscherinnen im Ausstellungs\u00adkatalog ausf\u00fchren, nur schon weil wir schlichtweg noch nicht genug \u00fcber dieses \u00d6kosystem wissen. Die Mangan\u00adknollen bilden eine Basis f\u00fcr Tiere und Pflanzen, die sich daran andocken. Eine elektro\u00adchemische Reaktion an ihrer Ober\u00adfl\u00e4che produziert der j\u00fcngeren Forschung zufolge \u00ab<a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.swr.de\/wissen\/unerwartete-sauerstoffproduktion-in-der-tiefsee-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">dunklen Sauerstoff<\/a>\u00bb\u00a0\u2013 ganz ohne Licht und Foto\u00adsynthese. \u00c4hnlich wie El\u00edasson liefert Charri\u00e8re die theoretischen Bez\u00fcge gleich mit\u00a0\u2013 oft in Zusammen\u00adarbeit mit Wissenschaftlern, deren Expertise in seine Arbeiten einfliesst. Der Umgang mit den knolligen Urgesteinen hingegen bildet in der Ausstellung selbst eher ein Grund\u00adrauschen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-13\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">In der n\u00e4chsten Installation kann man die verspiegelte Linse aus dem Film auch noch live bestaunen. Sie dreht sich in der Mitte eines betretbaren Spiegel\u00adkabinetts, sodass aus allen Richtungen die Licht\u00adstrahlen aufblitzen und eine psychedelisch-meditative Atmosph\u00e4re entsteht. Umso weniger zu sehen gibt es im dunkelsten Raum der Ausstellung, in dem es nur noch rumpelt und poltert: Akustische Aufnahmen aus der Tiefsee und tektonische Livedaten sollen den Klang vom Meeres\u00adboden wahrnehmbar machen. Viele dieser Unterwasser\u00adfrequenzen sind f\u00fcr menschliche Ohren normaler\u00adweise unh\u00f6rbar.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-css-1k1sbns=\"\" style=\"aspect-ratio:1.4993652137113838\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/6e9d4077b127b27bcb3456e9de0da63c7b588096.jpeg\"  data-css-fisw11=\"\"\/>Installationsansicht \u00abMidnight Zone\u00bb, 2024 (Fresnel-Linse). Courtesy of the artist\/ProLitteris 2025, Z\u00fcrich\/Museum Tinguely Basel\/Matthias Willi<\/p>\n<p data-pos=\"0-15\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">F\u00fcr die Lebewesen unter der Meeres\u00adoberfl\u00e4che, erst recht in der dunklen Mitternachts\u00adzone, geben die Kl\u00e4nge jedoch lebens\u00adwichtige Orientierung.<\/p>\n<p><a data-css-1i4zy90=\"\" id=\"vom-bekannten-ins-unbekannte\"\/>Vom Bekannten ins Unbekannte<\/p>\n<p data-pos=\"0-17\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Damit liegt die Ausstellung n\u00e4her als beabsichtigt an der aktuellen Nachrichten\u00adlage: In den Tagen der Ausstellungs\u00ader\u00f6ffnung wurde an der <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/sdgs.un.org\/conferences\/ocean2025\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Ozean\u00adkonferenz der Vereinten Nationen in Nizza<\/a> ein <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2025\/jun\/14\/is-the-ocean-having-a-moment-this-was-the-un-summit-where-the-world-woke-up-to-the-decline-of-the-seas\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Moratorium f\u00fcr den Tiefsee\u00adbergbau<\/a> gefordert und auch eine Initiative lanciert, die erstmals vorsieht, das <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.un.org\/en\/desa-en\/UNOC3-delivers-unified-call-to-action\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Problem der L\u00e4rm\u00adverschmutzung unter Wasser global anzugehen<\/a>.<\/p>\n<p data-pos=\"0-18\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">W\u00e4hrend\u00addessen werden Charri\u00e8res Kunst\u00adwerke in Basel von sph\u00e4rischen Kompositionen untermalt, die das Gewusel an Korallen\u00adriffen oder die Ges\u00e4nge von Walen wiedergeben. Die Kl\u00e4nge werden verzerrt wiedergegeben, um die unterschiedlich schnelle Ausbreitung von T\u00f6nen unter Wasser zu spiegeln. Je tiefer man in die Ausstellung eindringt, desto beunruhigender werden die Ger\u00e4usche. Irgendwann \u00fcbert\u00f6nt der Hall von Container\u00adschiffen oder von \u00d6lbohrungen die Kommunikation der Lebewesen. Im Museum h\u00f6rt sich das abgedreht an. In der Mitternachts\u00adzone ist es eine fatale Realit\u00e4t.<\/p>\n<p data-pos=\"0-19\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Eine andere Unterwasser\u00adszenerie pr\u00e4sentiert sich den Besucherinnen, die sich im mittleren Geschoss auf eine fast raum\u00adf\u00fcllende Ansammlung von schwarzen Kissen legen oder den Kopf nach oben drehen. Ihnen er\u00f6ffnet sich die Sicht auf die Unterseite von Eis\u00adbergen. Die Film\u00adleinwand h\u00e4ngt horizontal an der Decke.<\/p>\n<p data-pos=\"0-20\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Die Eisberge wirken merkw\u00fcrdig aus dieser Perspektive. Ihre Textur erscheint unerwartet glitschig. Um sie herum steigen Luftblasen auf. Das hat etwas Abstossendes und zugleich auch m\u00e4rchenhaft Verzaubertes an sich. W\u00e4hrend man so daliegt, l\u00e4sst das Motiv der Unterseite von Eisbergen an Sigmund Freuds ber\u00fchmtes Eisberg\u00admodell denken, in dem der untere, normalerweise f\u00fcr uns unsichtbare Teil f\u00fcr das Unbewusste steht\u00a0\u2013 im Gegensatz zum aus dem Wasser ragenden, sichtbaren Bewussten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-css-1k1sbns=\"\" style=\"aspect-ratio:1.4993652137113838\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/7bc8fe898d44597faa1d5d2508c70579a57c30b9.jpeg\"  data-css-fisw11=\"\"\/>\u00abAlbedo\u00bb, 2025. Courtesy of the artist\/ProLitteris 2025, Z\u00fcrich\/Museum Tinguely Basel\/Matthias Willi<\/p>\n<p data-pos=\"0-22\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Den \u00dcberg\u00e4ngen vom Bekannten ins Unbekannte sp\u00fcrt Charri\u00e8re auch noch andernorts nach. F\u00fcr die Fotoserie \u00abWhere Waters Meet\u00bb (2019) lichtete er Apnoe\u00adtaucher in mexikanischen Unterwasser\u00adh\u00f6hlen ab. Stellenweise wirken ihre nackten K\u00f6rper, als w\u00e4ren sie dabei, sich aufzul\u00f6sen oder schwerelos in einer Wolke zu schweben. Der Effekt l\u00e4sst sich auf ein Ph\u00e4nomen namens Chemokline zur\u00fcckf\u00fchren: eine Wasserschicht, die sich vom umgebenden Meerwasser aufgrund einer unterschiedlichen chemischen Zusammen\u00adsetzung abhebt und mit den Taucherinnen visuell verschmilzt.<\/p>\n<p><a data-css-1i4zy90=\"\" id=\"romantik-im-anthropozaen\"\/>Romantik im Anthropoz\u00e4n<\/p>\n<p data-pos=\"0-24\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Charri\u00e8re richtet seinen Blick auf \u00d6kosysteme und Natur\u00adph\u00e4nomene, die vom Menschen massiv beeinflusst werden\u00a0\u2013 und dennoch weitgehend unbekannt bleiben. Es sind oft Schaupl\u00e4tze, von denen wir kein Bild im Kopf haben, weil sie jenseits unserer Vorstellungskraft liegen. Doch ebenso widmet Charri\u00e8re sich Orten, die uns unheimlich vertraut erscheinen\u00a0\u2013 f\u00e4lschlicherweise.<\/p>\n<p data-pos=\"0-25\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Ein besonders hartn\u00e4ckiges Klischee betrifft die Polar\u00adgebiete: Eisb\u00e4ren auf einsamen Schollen, treibend unter strahlend blauem Himmel. Diesem verkl\u00e4rten Bild tritt der Film \u00abTowards No Earthly Pole\u00bb (2019) als Kontrast\u00adprogramm entgegen. F\u00fcr die Aufnahmen liess Charri\u00e8re mit Lichtquellen best\u00fcckte Drohnen \u00fcber n\u00e4chtliche Eis\u00adlandschaften fliegen. Die ohnehin schon ungewohnten Szenen wurden in Gr\u00f6nland und Island und \u00fcber dem Aletsch- und dem Rhone\u00adgletscher gedreht. Durch die Video\u00adbearbeitung fliessen die alpinen Gletscher und die arktischen Eisfelder nahtlos ineinander, in eine zusammen\u00adh\u00e4ngende, unwirkliche Topografie. Im Museum tun die dunkle Umgebung und eine sph\u00e4risch klirrende Sound\u00adkulisse das \u00dcbrige. Eine gewisse Unsicherheit bez\u00fcglich der eigenen Wahrnehmung stellt sich ein: Ist diese Szenerie nun bedrohlich oder sch\u00f6n?<\/p>\n<p data-pos=\"0-26\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Dieser Diskrepanz am n\u00e4chsten kommt wohl der Begriff des Erhabenen. Er meint die Ehrfurcht, die zum Beispiel vor einer eindr\u00fccklichen Berg\u00adlandschaft aufkommen kann. Oder \u00fcber einem Nebelmeer\u00a0\u2013 so wie es der Romantiker Caspar David Friedrich mit seinem ber\u00fchmten \u00ab<a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/online-sammlung.hamburger-kunsthalle.de\/de\/objekt\/HK-5161\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Wanderer \u00fcber dem Nebelmeer<\/a>\u00bb (1817) ins Bild gesetzt hat. Nur stehen wir bei Charri\u00e8re im Unterschied dazu nicht distanziert vor einem Berg oder einem Gem\u00e4lde. Wir befinden uns in einer technologisch sichtlich komplexen, immersiven Installation.<\/p>\n<p data-pos=\"0-27\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">In \u00abThe Blue Fossil Entropic Stories\u00bb (2013) transferiert Charri\u00e8re die Bildsprache von Friedrich aus der Romantik direkt ins Anthropoz\u00e4n. Die grossformatigen Fotografien er\u00f6ffnen einen frontalen Blick auf einen Eisberg\u00a0\u2013 ausnahmsweise mal unter Tageslicht. Eine Figur steht darauf und wirkt im Verh\u00e4ltnis unbedeutend klein, verk\u00f6rpert jedoch eine zerst\u00f6rerische Kraft. Es handelt sich dabei um Charri\u00e8re, der mit einem Gasbrenner acht Stunden lang versucht haben soll, den Schmelz\u00adprozess des Eisbergs zu beschleunigen. Ohne Erfolg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-css-1k1sbns=\"\" style=\"aspect-ratio:1.5\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/560f19c567ba9f6aeea2fe53581c10f498b742cb.jpeg\"  data-css-fisw11=\"\"\/>\u00abThe Blue Fossil Entropic Stories\u00bb, 2013. Courtesy of the artist\/ProLitteris 2025, Z\u00fcrich\/Museum Tinguely Basel<\/p>\n<p data-pos=\"0-29\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Er hat damit eine Ikone f\u00fcr den menschen\u00adgemachten Klima\u00adwandel geschaffen. W\u00e4hrend die R\u00fccken\u00adfigur des Wanderers von Caspar David Friedrich die Natur aus einer kontemplativen Haltung heraus betrachtet, steht Charri\u00e8re in Interaktion mit der Landschaft. Diese absurde Handlung wird zum Symbol f\u00fcr die durch menschliche Eingriffe in die Natur ausgel\u00f6ste Katastrophe. Immerhin steht der K\u00fcnstler angesichts der verbleibenden Wucht des Eisbergs noch nicht ganz so ausgeliefert da wie die Eisb\u00e4ren auf ihren Schollen.<\/p>\n<p><a data-css-1i4zy90=\"\" id=\"landschaften-die-den-ausstellungsraum-ueberragen\"\/>Landschaften, die den Ausstellungs\u00adraum \u00fcberragen<\/p>\n<p data-pos=\"0-31\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Im Grunde versucht Charri\u00e8re, gigantische Landschaften in den Ausstellungs\u00adraum zu transferieren. Dasselbe Anliegen hatte in den 1970er-Jahren schon Robert Smithson, der unter dem Label der US-amerikanischen earth art gehandelt wird. Ein bekanntes Konzept von ihm ist jenes der sites\/nonsites. Es bestand im Prinzip darin, dass ein Ort (eine site) aufgrund seiner Einzigartigkeit gar nicht in einem Museum (die nonsite) gezeigt werden k\u00f6nne. Seine musealen Installationen, f\u00fcr die er Land\u00adkarten zerschnitt oder Ger\u00f6ll und Steine einer spezifischen Ortschaft ausstellte, f\u00fchrten das zwangsl\u00e4ufige Scheitern vor Augen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-32\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Doch widmete Smithson sich spezifischen Orten, die mit einem Kreuzchen im Koordinaten\u00adsystem eingezeichnet werden konnten. Charri\u00e8re bezieht sich auf viel weitl\u00e4ufigere Gegenden. Deren imagin\u00e4re Pr\u00e4senz speist sich ohnehin aus dem medialen Konsum von Bildern, die in der Summe eine eher unwahrscheinliche Realit\u00e4t darstellen. Zus\u00e4tzlich haben Charri\u00e8res Referenz\u00adpunkte die Eigenschaft, unsere Vorstellungs\u00adkraft zu \u00fcbersteigen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-33\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Dabei schwingen auch das Ausbeuten von Ressourcen und zerst\u00f6rerische Eingriffe in die Natur mit, wenn er f\u00fcr seine Arbeiten schwere Rohstoffe quer \u00fcber den Globus transportieren l\u00e4sst oder mit grellem Licht in dunkle, sensible Lebens\u00adr\u00e4ume vorst\u00f6sst. Darum redet er nicht lange herum, sondern gesteht die eigene paradoxe Position einfach ein. L\u00f6sungen f\u00fcr die Klima\u00adkatastrophe geh\u00f6ren nicht zu seinem Angebot. Das mag manche Erwartungen entt\u00e4uschen, die sich vom K\u00fcnstler einen konsequenteren Aktivismus w\u00fcnschten.<\/p>\n<p data-pos=\"0-34\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Doch seine Kunst gelingt nicht trotz, sondern wegen der Widerspr\u00fcche, die sie verk\u00f6rpert.<\/p>\n<p data-pos=\"0-35\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Gleichermassen f\u00fcr Misstrauen sorgen kann die spektakul\u00e4re bis spektakelhafte Inszenierung der Ausstellung. Nicht jedes dramatische Register h\u00e4tte es gebraucht. Ein dampfendes Wasser\u00adbecken in der mittleren Etage etwa wird zum eher auswechselbaren Element, das zwar staunen l\u00e4sst, aber mehr \u00fcber Fragen zur Museums\u00adtechnik als \u00fcber das konzeptuelle Werk.<\/p>\n<p data-pos=\"0-36\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Dennoch f\u00fchrt das immersive Ambiente nicht dazu, dass man nur noch \u00fcberw\u00e4ltigt dast\u00fcnde oder sich in eines der Kissen fallen lassen m\u00fcsste. Es ist nur folgerichtig, dass Charri\u00e8re Umgebungen schafft, um unserem \u00abterrestrischen Bias\u00bb entgegenzuwirken, wie er es nennt: Der eigene Lebensraum, so Charri\u00e8re, werde von Menschen systematisch \u00fcbersch\u00e4tzt. Zwar geh\u00f6rt es seit \u00ab<a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blue_Marble\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Blue Marble<\/a>\u00bb (1972) zum Allgemein\u00adwissen, dass Wasser rund 70\u00a0Prozent der Erd\u00adoberfl\u00e4che bedeckt. Doch dass die Ozeane ganze <a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0308597X19305524\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">95\u00a0Prozent der globalen Biosph\u00e4re<\/a> ausmachen, bleibt eine kaum wahrgenommene Dimension unseres Planeten.<\/p>\n<p data-pos=\"0-37\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Entgegen dem teilweise schlechten Ruf von Immersion schliessen sich (unkritisches) Staunen und ein (kritisches) Bewusstsein \u00fcber die \u00e4sthetischen Strategien dahinter nicht aus. Beides wird angeregt, wenn in den mystischen Polar\u00adlandschaften von \u00abTowards No Earthly Pole\u00bb die Scheinwerfer\u00addrohnen immer wieder mal \u00fcber die Leinwand fliegen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-38\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Dunkelheit sch\u00e4rft die Sinne, ihre Gewichtung wird umverteilt. Diesen Kniff wendet der K\u00fcnstler schon l\u00e4nger an. Und wenn man nach dem Besuch der fast drei Etagen in Dunkelheit pl\u00f6tzlich im hellen Raum mit \u00abThe Blue Fossil Entropic Stories\u00bb landet, wacht man gleich nochmals auf. Dabei ist auch dieser Effekt relativ leicht durchschaubar\u00a0\u2013 und trotzdem effizient. Die vermeintlichen Illusionen untergraben sich von selbst.<\/p>\n<p data-pos=\"0-39\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Trotz \u00e4sthetischer Br\u00fcche ist Charri\u00e8re \u00fcberwiegend ein K\u00fcnstler, der die Bruchst\u00fccke zusammenf\u00fcgt.<\/p>\n<p><a data-css-1i4zy90=\"\" id=\"stretching-fuer-die-wahrnehmung\"\/>Stretching f\u00fcr die Wahr\u00adnehmung<\/p>\n<p data-pos=\"0-41\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Wie eine leise Parallel\u00aderz\u00e4hlung zu jener der immersiven Landschaften gesellt sich das Thema der Reflexion. In \u00abCoalface\u00bb (2024) wird die geschliffene Oberfl\u00e4che einer grossen Platte aus Anthrazit\u00adkohle zum unheimlichen Zerrspiegel. Stimmt vielleicht in unserem Verh\u00e4ltnis zum Rohstoff etwas nicht?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-css-1k1sbns=\"\" style=\"aspect-ratio:0.7494843725210217\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/70749388f84442cf07ddc7ba41d4dc1153f9751a.jpeg\"  data-css-fisw11=\"\"\/>\u00abSpiral Economy\u00bb, 2025. Courtesy of the artist\/ProLitteris 2025, Z\u00fcrich\/Museum Tinguely Basel\/Jens Ziehe<\/p>\n<p data-pos=\"0-43\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">An einer anderen Stelle wartet ein mit Ammoniten best\u00fcckter Snack\u00adautomat. Die Attrappe tr\u00e4gt den treffenden Titel \u00abSpiral Economy\u00bb (2025). Verspiegelungen multiplizieren die Fossilien im Automaten ins Unendliche\u00a0\u2013 wohl um uns daran zu erinnern, dass die nat\u00fcrlichen Ressourcen eben gerade nicht unendlich sind, die derzeitige \u00d6konomie jedoch an ihr Ende gelangt sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p data-pos=\"0-44\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Im Kleinen zeigt sich das Thema der (Selbst-)Reflexion in einem beinahe \u00fcbersehenen Spiegel aus sich \u00fcberlagernden silbrigen Klecksen. Das Silber wurde aus Tausenden alten Silber-Gelatine-Fotografien zur\u00fcckgewonnen, quasi recycelt. Die auf den Bildern schon verfestigte Realit\u00e4t wurde also wieder verfl\u00fcssigt.<\/p>\n<p data-pos=\"0-45\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Sigmund Freud pr\u00e4gte den Begriff eines \u00abozeanischen Gef\u00fchls\u00bb f\u00fcr Erfahrungen, in denen die eigenen Grenzen mit der Umwelt verschwimmen. Und in einem der Katalog\u00adessays zu \u00abMidnight Zone\u00bb schreibt die Autorin Susan Casey \u00fcber die Tiefsee: \u00abEs ist ein Ort jenseits des Verstandes, den Egos nicht erreichen, wo Geld keine Hilfe und Demut der Eintrittspreis ist.\u00bb Tats\u00e4chlich berichten viele Menschen \u00fcber ihre Tauch\u00aderfahrungen, sie w\u00fcrden das Feld ihrer Aufmerksamkeit ausweiten. Vielleicht beschreibt das am besten, worauf Charri\u00e8res Arbeiten abzielen.<\/p>\n<p data-pos=\"0-46\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Manchmal f\u00fchlt sich die Ausstellung an wie eine Dehn\u00fcbung, bei der man sich der eigenen Unbeweglichkeit bewusst wird (was ja auch eine Erkenntnis sein kann). Manchmal wird aber auch eine leise Verschiebung der Sinnes\u00adwahrnehmungen angestossen, der Vorstellungs\u00adraum langsam erweitert.<\/p>\n<p data-pos=\"0-47\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Die Gebiete, die Charri\u00e8re verhandelt, \u00fcbersteigen die Kapazit\u00e4ten jedes Ausstellungs\u00adraums\u00a0\u2013 und die unserer Wahrnehmung sowieso.<\/p>\n<p data-pos=\"0-48\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Das gilt, schon rein \u00e4usserlich, auch f\u00fcr die Basler Ausstellung selbst: \u00dcber f\u00fcnf Stunden m\u00fcsste man dort verbringen, um sich s\u00e4mtliche Filme von vorn bis hinten anzuschauen. Das ist gewiss nicht der Anspruch.<\/p>\n<p data-pos=\"0-49\" class=\"\" data-css-y6csv5=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-1xwpmvn=\"\">Aber es f\u00fchrt einmal mehr vor Augen, dass wir\u00a0\u2013 innen wie aussen\u00a0\u2013 eben meistens nur die Spitze des Eis\u00adbergs wahrnehmen.<\/p>\n<p data-infobox-text=\"true\" data-css-9p3wtq=\"\" data-css-181td0w=\"\" data-css-w23qsr=\"\"><a data-css-1i4zy90=\"\" id=\"zur-autorin-und-zur-ausstellung\"\/>Zur Autorin und zur Ausstellung<\/p>\n<p data-infobox-text=\"true\" data-css-ikju08=\"\" data-css-af3jjo=\"\" data-css-181td0w=\"\">Ir\u00e8ne Unholz studierte Kunst\u00adgeschichte, Kommunikations\u00adwissenschaft und Psychologie in Fribourg und Berlin und promoviert derzeit an der Universit\u00e4t Fribourg. Als Kultur\u00adjournalistin interessiert sie sich besonders f\u00fcr \u00f6kologische und institutionelle Fragen.<\/p>\n<p data-infobox-text=\"true\" data-css-ikju08=\"\" data-css-af3jjo=\"\" data-css-181td0w=\"\">Julian Charri\u00e8re: \u00ab<a data-css-181td0w=\"\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.tinguely.ch\/de\/ausstellungen\/ausstellungen\/2025\/julian-charriere.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" data-css-9r2oe9=\"\" data-css-14crbd2=\"\">Midnight Zone<\/a>\u00bb. Bis 2.\u00a0November im Museum Tinguely, Paul-Sacher-Anlage\u00a01, Basel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00abWhere Waters Meet, 3.18 Atmospheres\u00bb, 2019. 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