{"id":257407,"date":"2025-07-10T14:03:17","date_gmt":"2025-07-10T14:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257407\/"},"modified":"2025-07-10T14:03:17","modified_gmt":"2025-07-10T14:03:17","slug":"russischer-angriffskrieg-ukraine-schaetzt-kosten-fuer-wiederaufbau-auf-mehr-als-850-milliarden-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257407\/","title":{"rendered":"Russischer Angriffskrieg: Ukraine sch\u00e4tzt Kosten f\u00fcr Wiederaufbau auf mehr als 850 Milliarden Euro"},"content":{"rendered":"<p>In Rom findet die vierte Konferenz f\u00fcr den Wiederaufbau der angegriffenen Ukraine statt. Russland sorgt derweil mit seinen verst\u00e4rkten Luftschl\u00e4gen f\u00fcr \u201eein Ausma\u00df an Leid, das wir in mehr drei Jahren noch nicht gesehen haben\u201c, beklagen die UN.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Wiederaufbau der Ukraine wird nach Sch\u00e4tzungen aus Kiew umgerechnet mehr als 850 Milliarden Euro \u00fcber einen Zeitraum von 14 Jahren kosten. \u201eUnsere Konzeption sieht die Schaffung von zwei Fonds in H\u00f6he von einer Billion US-Dollar vor\u201c, sagte Ministerpr\u00e4sident Denys Schmyhal, der per Video zu einer Wiederaufbaukonferenz in Rom zugeschaltet war. <\/p>\n<p>Der erste von Kiew verwaltete \u201eUkraine-Fonds\u201c solle \u00fcber beschlagnahmte russische Verm\u00f6genswerte im Ausland in H\u00f6he von umgerechnet mehr als 460 Milliarden Euro finanziert werden. Ein zweiter Fonds mit einem Volumen von umgerechnet fast 400 Milliarden Euro soll demnach \u00fcber private Investitionen zustande kommen.<\/p>\n<p>Schmyhal forderte die Verb\u00fcndeten zudem auf, weitere Finanzmittel aufzuwenden, um das ukrainische Haushaltsdefizit auch in den Jahren 2026 und 2027 zu decken. \u201eUnter Friedensbedingungen und ohne Waffenherstellung kostet der Unterhalt der ukrainischen Armee 50 Milliarden Euro im Jahr. Wir z\u00e4hlen darauf, dass die H\u00e4lfte von der EU kommt\u201c, unterstrich der Regierungschef.<\/p>\n<p>Deutsche Unternehmen haben nach den Worten von Merz ein gro\u00dfes Interesse daran, am Wiederaufbau der Ukraine mitzuwirken. Die Beteiligung privater Unternehmen sei wichtig, da die \u00f6ffentliche Hand die \u201eenormen Kosten\u201c des Wiederaufbaus nicht allein tragen k\u00f6nne, sagte Merz in Rom. Bei den deutschen Unternehmen bestehe daran \u201eenormes Interesse\u201c.<\/p>\n<p>Deutschland beteilige sich mit anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern am sogenannten Europ\u00e4ischen Flagship Fund f\u00fcr den Wiederaufbau des Landes. Die Bundesregierung unterst\u00fctze \u201evoll und ganz\u201c das Ziel, umfangreiche private Investitionen f\u00fcr den Wiederaufbau der Ukraine zu mobilisieren.<\/p>\n<p>Merz verwies auf die Erfahrungen beim Wiederaufbau Europas und speziell Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, von denen manche auch der Ukraine helfen k\u00f6nnten. Wichtig seien etwa \u201estarke internationale Partner und internationale Unterst\u00fctzung\u201c, welche die Ukraine habe. Der Bundeskanzler verwies zudem auf die Bedeutung einer \u201eerfolgreichen europ\u00e4ischen Integration der Ukraine\u201c. Berlin unterst\u00fctze Kiew auf seinem Weg in die EU \u201evoll und ganz\u201c \u2013 dies beinhalte auch Reformen im Kampf gegen die Korruption oder zur St\u00e4rkung des Rechtsstaats.<\/p>\n<p>Die Konferenz in Rom begann mit einer emotionalen Rede von Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni. Meloni betonte, es d\u00fcrften vom Wiederaufbau keinesfalls jene profitieren, die der russischen Kriegsmaschinerie geholfen h\u00e4tten. Sie w\u00fcrdigte die Hartn\u00e4ckigkeit und Tapferkeit des ukrainischen Volkes bei der Verteidigung ihres angegriffenen Landes und versprach der Ukraine f\u00fcr die Zeit nach dem Krieg Wiederaufbau, Freiheit und Wohlstand.<\/p>\n<p>Mit besonderem Nachdruck kritisierte die Gastgeberin der Konferenz die Zerst\u00f6rung von Kirchen und Museen durch die russischen Angreifer. Diese Kulturg\u00fcter geh\u00f6rten zum gemeinsamen europ\u00e4ischen Erbe, auch sie werde man wieder aufbauen. Meloni erinnerte an die Geschichte Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg und daran, dass der Wiederaufbau die Grundlage f\u00fcr das darauffolgende Wirtschaftswunder gewesen sei. Eine \u00e4hnlich leuchtende Zukunft stehe der Ukraine nach dem Krieg und dem Wiederaufbau bevor.<\/p>\n<p>Noch nie so viele tote Zivilisten wie im Juni<\/p>\n<p>Die Zahl der get\u00f6teten und verletzten Zivilisten in der Ukraine erreichte unterdessen nach Angaben der UN im vergangenen Juni einen H\u00f6chststand seit Beginn des russischen Angriffskrieges vor drei Jahren. Mindestens 232 Zivilisten seien in jenem Monat get\u00f6tet und 1343 weitere verletzt worden, erkl\u00e4rte die UN-Menschenrechtsbeobachtermission in der Ukraine am Donnerstag. \u201eZivilisten in der Ukraine erleben ein Ausma\u00df an Leid, das wir in mehr drei Jahren noch nicht gesehen haben\u201c, sagte die Leiterin der UN-Mission, Danielle Bell.<\/p>\n<p>Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew deutlich verst\u00e4rkt. In der Nacht auf Mittwoch griff die russische Armee demnach mit 728 Drohnen und 13 Raketen insbesondere den Westen des Landes an. Es waren die massivsten Luftangriffe seit Beginn des Krieges im Februar 2022. <\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj betonte, nur die Freunde der Ukraine seien aufgerufen, ihr beim Wiederaufbau zu helfen. Er dankte in seiner Rede auch dem Vatikan f\u00fcr dessen Rolle bei der R\u00fcckf\u00fchrung von ukrainischen Kindern, die nach Russland entf\u00fchrt worden seien, in ihr Heimatland. Diese Bem\u00fchungen gingen weiter, auch mit Unterst\u00fctzung von italienischen Stellen.<\/p>\n<p>Am Mittwoch hatte Papst Leo XIV. den Pr\u00e4sidenten am p\u00e4pstlichen Sommersitz in Castel Gandolfo nahe Rom empfangen. Dabei betonten beide die Notwendigkeit eines Friedensdialogs zur Beendigung des Krieges. Erneut bot Leo XIV. den Vatikan als Ort dieser Gespr\u00e4che an.<\/p>\n<p>Reuters\/KNA\/dpa\/AFP\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Rom findet die vierte Konferenz f\u00fcr den Wiederaufbau der angegriffenen Ukraine statt. 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