{"id":257414,"date":"2025-07-10T14:07:11","date_gmt":"2025-07-10T14:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257414\/"},"modified":"2025-07-10T14:07:11","modified_gmt":"2025-07-10T14:07:11","slug":"unfaire-praktiken-franzoesische-behoerde-nimmt-meta-ins-kreuzverhoer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257414\/","title":{"rendered":"Unfaire Praktiken: Franz\u00f6sische Beh\u00f6rde nimmt Meta ins Kreuzverh\u00f6r"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/shutterstock_2497989313-6d3dd3a7a2f6348e.jpeg\"  width=\"5999\" height=\"3370\"  alt=\"Meta-Konzern unter einer Lupe\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Mehrere EU-Staaten nehmen die Gesch\u00e4ftspraktiken des US-Konzerns unter die Lupe<\/p>\n<p class=\"source akwa-caption__source\">(Bild:\u00a0Cristian Valderas\/<a href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/image-photo\/menlo-park-california-usa-july-18-2497989313\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener\">Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Facebook-Mutterkonzern werden unfaire Gesch\u00e4ftspraktiken im Online-Werbemarkt vorgeworfen. Auch andernorts in Europa drohen Meta Gerichtsverfahren.<\/p>\n<p>Die franz\u00f6sische Wettbewerbsbeh\u00f6rde Autorit\u00e9 de la concurrence hat eine Untersuchung gegen den US-Technologiekonzern Meta Platforms eingeleitet, wie die franz\u00f6sische Finanzzeitung Les Echos <a href=\"https:\/\/www.lesechos.fr\/tech-medias\/hightech\/publicite-en-ligne-meta-vise-par-lautorite-de-la-concurrence-2175706\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>.<\/p>\n<p>Dem Facebook-Mutterkonzern wird vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung im Online-Werbemarkt zu missbrauchen, wie die Beh\u00f6rde am Mittwoch mitteilte. Meta soll demnach den Zugang zu Partnerschaften f\u00fcr die Verifizierung von Werbeanzeigen in unfairer Weise beschr\u00e4nkt haben.<\/p>\n<p>Die Bedingungen f\u00fcr solche Partnerschaften seien intransparent, diskriminierend und unfair gewesen, hei\u00dft es in der Mitteilung. Die Untersuchung d\u00fcrfte mehrere Monate dauern. Ein Urteil \u00fcber eine m\u00f6gliche Schuld von Meta sei damit noch nicht gef\u00e4llt, betonte die Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Ein Sprecher der Autorit\u00e9 de la concurrence <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/legal\/litigation\/french-competition-authority-investigate-metas-online-advertising-practices-2025-07-09\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rte<\/a> gegen\u00fcber Reuters, dass das Verfahren auf eine Beschwerde der Werbeplattform Adloox vom Oktober 2022 zur\u00fcckgeht. Adloox wurde mittlerweile vom US-Unternehmen Scope3 \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Einstweilige Ma\u00dfnahmen gegen Meta verh\u00e4ngt<\/p>\n<p>Infolge der Beschwerde hatte die franz\u00f6sische Wettbewerbsbeh\u00f6rde im Mai einstweilige Ma\u00dfnahmen gegen Meta verh\u00e4ngt. Demnach muss der Konzern neue Kriterien f\u00fcr den Zugang zu Partnerschaften in den Bereichen &#8222;Viewability&#8220; und &#8222;Brand Safety&#8220; festlegen und ver\u00f6ffentlichen. Zudem soll die Aufnahme von Adloox in diese Partnerschaften beschleunigt werden.<\/p>\n<p>Die einstweiligen Ma\u00dfnahmen bleiben so lange in Kraft, bis eine endg\u00fcltige Entscheidung in dem Fall getroffen wird. Meta erkl\u00e4rte, man werde die Entscheidung des Gerichts abwarten. Das Unternehmen glaube jedoch, dass die italienische Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie die Harmonisierung des Urheberrechts in Europa untergrabe.<\/p>\n<p>&#8222;Dieser Fall zeigt, wie wichtig eine einheitliche Gesetzgebung ist, da Fragmentierung Innovation behindert und Unsicherheit schafft&#8220;, sagte ein Meta-Sprecher.<\/p>\n<p>Klage von Medienunternehmen in Spanien<\/p>\n<p>In Spanien muss sich Meta im Oktober in einem \u00e4hnlich gelagerten Fall vor Gericht verantworten. Mehr als 80 Medienunternehmen haben dort eine Klage in H\u00f6he von 551 Millionen Euro eingereicht. Sie werfen dem Konzern unlauteren Wettbewerb vor. Bereits im April hatten franz\u00f6sische Medienunternehmen, darunter TF1, France TV und BFM TV, angek\u00fcndigt, Meta wegen angeblich rechtswidriger Gesch\u00e4ftspraktiken zu verklagen.<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Inhalt geladen.\n  <\/p>\n<p>        Externen Inhalt jetzt laden\n      <\/p>\n<p>Im Februar reichten zudem Online-B\u00fcrgerrechtsaktivisten in Europa Beschwerden gegen die Werbepraktiken von Meta ein. Auch auf EU-Ebene ger\u00e4t der US-Konzern zunehmend unter Druck. Am Mittwoch verh\u00e4ngten EU-Wettbewerbsh\u00fcter Geldbu\u00dfen gegen Meta und Apple wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das EU-Recht.<\/p>\n<p>Meta drohen zudem t\u00e4gliche Strafzahlungen, wenn das Unternehmen sein &#8222;Bezahl-oder-Zustimmungs-Modell&#8220; nicht an die Vorgaben des EU-Kartellrechts anpasst.<\/p>\n<p>Nationale Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung von Verlagen zul\u00e4ssig<\/p>\n<p>In einem separaten Verfahren vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) hatte ein Generalanwalt am Donnerstag erkl\u00e4rt, dass die EU-Mitgliedstaaten das Recht haben, eigene Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Position von Verlagen gegen\u00fcber gro\u00dfen Online-Plattformen zu ergreifen.<\/p>\n<p>Voraussetzung sei, dass diese nicht die Vertragsfreiheit untergraben. Hintergrund ist ein Streit zwischen Meta und der italienischen Kommunikationsbeh\u00f6rde AGCOM \u00fcber eine Geb\u00fchr, die der US-Konzern in Italien an Verlage f\u00fcr die Nutzung von Ausschnitten ihrer Nachrichtenartikel zahlen muss. Meta hatte infrage gestellt, ob solche nationalen Ma\u00dfnahmen mit den Rechten vereinbar sind, die Verlagen bereits durch das EU-Urheberrecht einger\u00e4umt werden.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Der EuGH-Generalanwalt Maciej Szpunar betonte jedoch, dass die von der EU beabsichtigten Rechte f\u00fcr Verlage \u00fcber die blo\u00dfe M\u00f6glichkeit hinausgehen, sich der Nutzung ihrer Inhalte zu widersetzen, wenn sie daf\u00fcr nicht bezahlt werden.<\/p>\n<p>Vielmehr gehe es darum, die Bedingungen festzulegen, unter denen diese Ver\u00f6ffentlichungen tats\u00e4chlich genutzt werden, und es den Verlagen zu erm\u00f6glichen, einen fairen Anteil an den Einnahmen zu erhalten, die die Plattformen aus dieser Nutzung erzielen, so Szpunar. Der EuGH folgt in den meisten F\u00e4llen den Empfehlungen seiner Generalanw\u00e4lte. Ein Urteil in dem Verfahren wird in den kommenden Monaten erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehrere EU-Staaten nehmen die Gesch\u00e4ftspraktiken des US-Konzerns unter die Lupe (Bild:\u00a0Cristian Valderas\/Shutterstock.com) Facebook-Mutterkonzern werden unfaire Gesch\u00e4ftspraktiken im Online-Werbemarkt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":257415,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,291,3980,156,3185,13,198,14,15,12,4685,4412],"class_list":{"0":"post-257414","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-facebook","14":"tag-france","15":"tag-frankreich","16":"tag-gerichtsverfahren","17":"tag-headlines","18":"tag-internet","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-werbebranche","23":"tag-wettbewerb"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114829331560528030","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/257414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=257414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/257414\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/257415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=257414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=257414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=257414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}