{"id":257562,"date":"2025-07-10T15:26:20","date_gmt":"2025-07-10T15:26:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257562\/"},"modified":"2025-07-10T15:26:20","modified_gmt":"2025-07-10T15:26:20","slug":"gemeinsam-gegen-israel-und-die-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/257562\/","title":{"rendered":"Gemeinsam gegen Israel und die USA"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">In kaum einem anderen Land hat Washingtons Milit\u00e4rschlag auf die iranischen Nuklearanlagen heftigere Reaktionen ausgel\u00f6st als in Venezuela. Am Folgetag traten Staatschef Nicol\u00e1s Maduro und andere Mitglieder seines Regimes an die \u00d6ffentlichkeit und verurteilten die Operation. Schon in den Tagen zuvor war die politische und milit\u00e4rische F\u00fchrungsspitze in Caracas darum bem\u00fcht, ihre bedingungslose Solidarit\u00e4t mit Teheran zu bekunden, gegen Israel zu hetzen und \u00fcber die Staatsmedien die iranische Propaganda unters Volk zu bringen. H\u00f6hepunkt war ein Video aus der diplomatischen Vertretung <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Iran\" data-rtr-id=\"66ffc9e7d1b955b3c7ec205bf03553a97198118a\" data-rtr-score=\"267.36455245998815\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/iran\" title=\"Iran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Irans<\/a>, wo sich Offiziere des venezolanischen Generalstabs mit dem iranischen Botschafter versammelt hatten, um gemeinsam in die Kamera zu schreien: \u201eEs lebe Iran! Es lebe Venezuela! Es lebe Ch\u00e1vez! Es lebe Nicol\u00e1s Maduro!\u201c<\/p>\n<p>Gemeinsame Feinde verbinden<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Regime in Teheran und Caracas verstehen sich nicht nur, sie vertrauen einander und bezeichnen sich als Bruderstaaten. Beide pflegen dieselbe antiimperialistische Rhetorik, die auf einem gemeinsamen Feindbild beruht: den Vereinigten Staaten. In Caracas findet man Wandmalereien, auf denen iranische F\u00fchrer abgebildet sind. Eines zeigt den einstigen Anf\u00fchrer der Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, der 2020 bei einem amerikanischen Drohnenangriff get\u00f6tet wurde, neben dem verstorbenen venezolanischen Pr\u00e4sidenten <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Hugo Ch\u00e1vez\" data-rtr-id=\"b69ad2948516a5775cabf6817810bdac5368ef58\" data-rtr-score=\"139.20791345583876\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/hugo-ch\u00e1vez\" title=\"Hugo Ch\u00e1vez\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hugo Ch\u00e1vez<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Wandmalerei in Caracas: Der einstige Anf\u00fchrer der Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, neben dem  ehemaligen venezolanischen Pr\u00e4sidenten Hugo Ch\u00e1vez\" height=\"1999\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/wandmalerei-in-caracas-der.jpg\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Wandmalerei in Caracas: Der einstige Anf\u00fchrer der Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, neben dem  ehemaligen venezolanischen Pr\u00e4sidenten Hugo Ch\u00e1vezEPA<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Ch\u00e1vez hatte vor mehr als 20 Jahren den Grundstein f\u00fcr die Beziehungen zwischen den beiden L\u00e4ndern gelegt, als das isolierte <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Teheran\" data-rtr-id=\"a7281849aff56ba3d079d193ed603cfb1fd4d071\" data-rtr-score=\"39.97851215174867\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/teheran\" title=\"Teheran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Teheran<\/a> auf der Suche nach Partnern in S\u00fcdamerika auf die offenen Arme linkspopulistischer Regierungen stie\u00df. In keinem Land gediehen die Beziehungen so pr\u00e4chtig wie in Venezuela. Der wirtschaftliche Niedergang seit Maduros Macht\u00fcbernahme im Jahr 2013 und erst recht die amerikanischen Sanktionen gegen den venezolanischen Erd\u00f6lsektor haben den Iranern vollends die T\u00fcren ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Seit Jahren kommt es zu regelm\u00e4\u00dfigen Treffen von Regierungsvertretern beider L\u00e4nder, und l\u00e4ngst gehen die Beziehungen \u00fcber das Rhetorische hinaus. Von einer \u201estrategischen Allianz\u201c ist die Rede, die wirtschaftliche, technologische und milit\u00e4rische Kooperation umfasst. Am offensichtlichsten zeigt sich die Zusammenarbeit beim Erd\u00f6l, wo die beiden L\u00e4nder sich bei der Umgehung der Sanktionen erg\u00e4nzen. Venezuela schickt einen Teil seines Erd\u00f6ls nach Iran, da es selbst nicht die n\u00f6tigen Kapazit\u00e4ten zur Verarbeitung seines schweren Roh\u00f6ls hat. Iran schickt raffinierte Erd\u00f6lprodukte und Treibstoffe zur\u00fcck und unterst\u00fctzt Venezuela technisch bei der Wartung seiner Erd\u00f6linfrastruktur. 2022 waren iranische Spezialisten an der Instandsetzung einer wichtigen Raffinerie in Venezuela beteiligt.<\/p>\n<p>Iran verkauft Waffen nach Venezuela<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Auch versorgt Iran seinen Verb\u00fcndeten in der Karibik mit <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Drohne\" data-rtr-id=\"453fe240df1133bf7b2e47f66f1835a7fde4fdb8\" data-rtr-score=\"13.349510966212211\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/drohne\" title=\"Drohne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drohnen<\/a>. Auf dem venezolanischen Luftwaffenst\u00fctzpunkt El Libertador in der N\u00e4he der Stadt Maracay betreibt Iran eine Produktionsanlage f\u00fcr Drohnen und bildet Milit\u00e4rpersonal f\u00fcr deren Betrieb und Wartung aus. Bei den Drohnen handelt es sich um verschiedene Modelle f\u00fcr Aufkl\u00e4rungs- und Angriffsmissionen, darunter zum Beispiel die Mohajer-6, die mit Waffensystemen ausgestattet ist und pr\u00e4zise Angriffe erm\u00f6glicht, sowie die Shahed-131 f\u00fcr Einwegangriffe und andere Typen der Shahed-Drohnen, die von Russland im Krieg gegen die Ukraine verwendet werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Iran weitere Waffensysteme nach Venezuela verkauft. Im vergangenen November, anl\u00e4sslich des Besuchs des iranischen Verteidigungsministers Aziz Nasirzadeh, unterzeichneten die beiden Regierungen \u00fcberdies eine Kooperationsvereinbarung zum Technologietransfer und zur Ausbildung im Bereich K\u00fcnstlicher Intelligenz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Wandgem\u00e4lde vor einem der Geb\u00e4ude des staatlichen \u00d6lkonzerns Petroleos de Venezuela in Caracas\" height=\"1999\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/wandgemaelde-vor-einem-der.jpg\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Wandgem\u00e4lde vor einem der Geb\u00e4ude des staatlichen \u00d6lkonzerns Petroleos de Venezuela in CaracasEPA<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Als Gegenleistung f\u00fcr seine Hilfe im Erd\u00f6lsektor hat das Maduro-Regime Vertr\u00e4ge zum Bau und Verkauf iranischer Autos abgeschlossen und Iran erlaubt, Ackerland in Venezuela zu pachten. Zudem l\u00e4sst sich Teheran mit venezolanischem Gold bezahlen, das es auf M\u00e4rkten in der T\u00fcrkei und L\u00e4ndern des Nahen Ostens verkauft. Ein Teil des Erl\u00f6ses soll in die Finanzierung der Al-Quds-Brigaden flie\u00dfen, des im Ausland t\u00e4tigen Arms der iranischen Revolutionsgarden. Das Gold gelangt mit Fl\u00fcgen der von Washington sanktionierten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air von <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Caracas\" data-rtr-id=\"b2a5d7103b8c5b4483c9558fa27481d160803cdf\" data-rtr-score=\"25.553682572614107\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/caracas\" title=\"Caracas\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Caracas<\/a> nach Teheran.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die bereits unter Ch\u00e1vez eta\u00adblierte \u201eLuftbr\u00fccke\u201c mit w\u00f6chentlichen Fl\u00fcgen zwischen den beiden L\u00e4ndern ist schon l\u00e4nger Gegenstand von Spekulationen, weil die Fl\u00fcge in der Regel ohne Passagierlisten operieren und am omin\u00f6sen Gate 4 des internationalen Flughafens Maiquet\u00eda abgefertigt werden, das f\u00fcr Fl\u00fcge offizieller Delegationen reserviert ist und eine Sonderbehandlung genie\u00dft. Es ist unklar, was und wer in den Fl\u00fcgen von Venezuela nach Iran und in die andere Richtung noch geflogen wird.<\/p>\n<p>Uranlieferungen aus Venezuela an Teheran?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Neben Gold k\u00f6nnten die Maschinen auch Uran nach Teheran transportieren. Darauf deuten Berichte des israelischen Geheimdienstes hin, zu denen westliche Diplomaten Zugang hatten. Demnach soll das Maduro-Regime vor rund f\u00fcnf Jahren die Gewinnung, Verarbeitung und den Versand von venezolanischem Uran nach Iran genehmigt, die Kontrollen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde umgangen und damit gegen mehrere UN-Resolutionen versto\u00dfen haben. Satellitenbilder und Zeugenaussagen von im Exil lebenden ehemaligen venezolanischen Beamten st\u00fctzen die israelischen Berichte.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"Sonntagszeitung\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/latest.jpg\"\/><\/p>\n<p>Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/meine-ausgaben\/fas\/\" class=\"Button\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n         <\/a><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Schon vor Jahren hatte Venezuela mithilfe Russlands die ersten Schritte zur Entwicklung seines eigenen Kernenergieprogramms unternommen. Ebenfalls kein Geheimnis ist, dass Teheran die Erkundung und Erschlie\u00dfung venezolanischer Uranvorkommen seit 2009 unterst\u00fctzt. Zu dieser Zeit sagte Ch\u00e1vez, dass Iran das Recht habe, ein eigenes Atomprogramm voranzutreiben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Neben Venezuela hat Iran in den vergangenen Jahren gezielt seine Beziehungen zu weiteren Staaten in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Lateinamerika\" data-rtr-id=\"1b37861a948a4d636913467dc0f7ec0b474aaab9\" data-rtr-score=\"12.44424273858921\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/reise\/thema\/lateinamerika\" title=\"Lateinamerika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lateinamerika<\/a> mit antiamerikanischen Regierungen ausgebaut, insbesondere zu Bolivien, mit dem 2023 ein Abkommen \u00fcber Drohnenlieferungen sowie Kooperationen bei Cybersicherheit und milit\u00e4rischer Ausbildung abgeschlossen wurde. Schon seit 2010 bezieht Bolivien iranische Teile f\u00fcr Milit\u00e4rflugzeuge. Auch Kuba hat neue Abkommen zu Hafennutzung und Cybersicherheit unterzeichnet. Zudem hilft Iran dem kommunistischen Inselstaat mit Krediten aus.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Nicaragua hat zwar keine konkreten Abkommen mit Teheran, es kam jedoch zu mehreren ranghohen Treffen in den vergangenen Jahren. Zudem weisen Beobachter auf die ungew\u00f6hnlich gro\u00dfe Anzahl iranischer Diplomaten in der Hauptstadt Managua hin. Auch au\u00dferhalb der antiamerikanischen Achse hat Iran in den vergangenen Jahren in Lateinamerika Fu\u00df zu fassen versucht. Brasilien ist beispielsweise zu einem wichtigen Lieferanten f\u00fcr Agrarg\u00fcter geworden und bezieht im Gegenzug D\u00fcngemittel von Iran.<\/p>\n<p>Ideale Bedingungen f\u00fcr illegale Finanzgesch\u00e4fte<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Schon bevor Iran die Beziehungen mit Venezuela und anderen L\u00e4ndern gefestigt hatte, haben sich Ableger der von Teheran unterst\u00fctzten Hizbullah-Miliz in Lateinamerika festgesetzt. Ihre Aktivit\u00e4ten gehen bis in die Achtzigerjahre zur\u00fcck, als sich im Zuge des libanesischen B\u00fcrgerkriegs gro\u00dfe Diasporagemeinden in L\u00e4ndern wie Brasilien, Argentinien und Paraguay ansiedelten. Das Dreil\u00e4ndereck zwischen diesen drei Staaten ist zu einem Hotspot f\u00fcr Finanzierungsaktivit\u00e4ten der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Hisbollah\" data-rtr-id=\"6094e180f37d25f62d9475d6c9da237cd6842f05\" data-rtr-score=\"33.96339656194428\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/hisbollah\" title=\"Hisbollah\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hizbullah<\/a> in Lateinamerika geworden, weil es wegen schwacher Kontrollen und hoher Bargeldstr\u00f6me ideale Bedingungen f\u00fcr illegale Finanzgesch\u00e4fte bietet. Hizbullah-Unterst\u00fctzer haben dort ein Netzwerk aus Kleinunternehmen wie Restaurants, Juweliergesch\u00e4ften oder Elektronikh\u00e4ndlern aufgebaut, um Spendengelder zu sammeln, Geld zu waschen und ins Ausland zu transferieren. Auch Schmuggel wird einzelnen Zellen vorgeworfen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Anschl\u00e4ge auf die israelische Botschaft und auf das j\u00fcdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires in den Jahren 1992 und 1994 zeigten, dass es der Hizbullah in Lateinamerika nicht nur um Finanzierung geht. Laut Ermittlungen argentinischer Beh\u00f6rden und von Interpol wurden diese Attentate von Personen mit engen Verbindungen zum iranischen Geheimdienst und zu Hizbullah-Funktion\u00e4ren organisiert und ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Bis heute sind mehrere Iraner und mutma\u00dfliche Hizbullah-Mitglieder international zur Fahndung ausgeschrieben. Experten weisen darauf hin, dass j\u00fcdische und israelische Einrichtungen in Lateinamerika auch heute noch einfache Ziele f\u00fcr Iran bieten. Seit Beginn des Krieges zwischen <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Israel\" data-rtr-id=\"a537331d3168d4badd76b41b8f08e1bb5f95ea6a\" data-rtr-score=\"49.3259484291642\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/israel\" title=\"Israel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> und der Hamas haben lateinamerikanische Geheimdienste mehrere Terrorpl\u00e4ne vereitelt, die angeblich mit der Hizbullah in Verbindung stehen, darunter einen Plan f\u00fcr einen Anschlag auf ein j\u00fcdisches Gemeindezentrum in Brasilien im Jahr 2023.<\/p>\n<p>Hizbullah-Unterst\u00fctzer mit venezolanischen Ausweisen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Regierungen Israels und der Vereinigten Staaten sehen die Beziehung <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Venezuela\" data-rtr-id=\"7478b0ad136b5fa0959ba492a1ddbe241e7fc56b\" data-rtr-score=\"252.50592768227625\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/venezuela\" title=\"Venezuela\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Venezuelas<\/a> zu Iran heute als zentral f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten der Hizbullah in der Region. Die politische Allianz zwischen Caracas und Teheran erm\u00f6glicht nicht nur diplomatische R\u00fcckendeckung, sondern auch operative Bewegungsfreiheit. Verschiedene Berichte belegen, dass Hizbullah-Unterst\u00fctzer venezolanische Ausweise erhielten, um ihre Identit\u00e4ten zu verschleiern. Lange Zeit galt der fr\u00fchere venezolanische Vizepr\u00e4sident Tareck El Aissami, der syrische Wurzeln hat, als einer der zentralen Vermittler zwischen dem Maduro-Regime und der Hizbullah.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die touristische Isla Margarita, die Teil einer Sonderwirtschaftszone ist, scheint dabei als Operationsbasis besonders beliebt zu sein. Laut verschiedenen Berichten, die sich auf Geheimdienstquellen beziehen, operieren hier diverse Firmen oder Scheinfirmen libanesischst\u00e4mmiger Unternehmer, die in illegale Aktivit\u00e4ten von Geldw\u00e4sche bis zum Rauschgifthandel von <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"S\u00fcdamerika\" data-rtr-id=\"7fa3409e6f8f7e38a4604e517a3900284de42738\" data-rtr-score=\"15.99748999703616\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/thema\/suedamerika\" title=\"S\u00fcdamerika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00fcdamerika<\/a> nach Westafrika beteiligt sind. Diese Gelder in H\u00f6he von mehreren Hundert Millionen Dollar pro Jahr sollen \u00fcber komplizierte Finanzstrukturen nach Beirut gelangen, wo sie teilweise direkt oder indirekt der Finanzierung der Hizbullah dienen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Auch die Al-Quds-Brigaden nutzen Venezuela als Br\u00fcckenkopf in der westlichen Hemisph\u00e4re. Laut amerikanischen Geheimdienstberichten sollen Angeh\u00f6rige der Al-Quds-Brigaden venezolanische Sicherheitskr\u00e4fte und regierungsnahe Milizen in Guerillataktiken, Aufstandsbek\u00e4mpfung und Cyberangriffen geschult haben. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass die Al-Quds-Brigaden im Rahmen dieser Kooperation auch versucht haben, Netzwerke zur Spionage gegen amerikanische oder israelische Ziele in Lateinamerika aufzubauen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Einen sicheren Hafen will Caracas auch der F\u00fchrungsspitze des Mullah-Regimes bieten. Im Oktober 2022 besuchte eine Delegation im Auftrag von Ajatollah Ali Khamenei Venezuela. Es ging nicht um wirtschaftliche oder milit\u00e4rische Zusammenarbeit, sondern um die M\u00f6glichkeit des politischen Asyls f\u00fcr die iranische F\u00fchrung und deren Familien im Falle einer politischen Destabilisierung Irans. Caracas willigte ein. Ranghohe iranische Beamte sollen seither zahlreiche Immobilien in Venezuela erworben haben. Ob diese nun bezogen werden, bleibt fraglich. Ein Leben unter karibischen Palmen h\u00e4tte wohl auch f\u00fcr den einen oder anderen Mullah seinen Reiz. W\u00e4re es nur nicht so nahe am Erzfeind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In kaum einem anderen Land hat Washingtons Milit\u00e4rschlag auf die iranischen Nuklearanlagen heftigere Reaktionen ausgel\u00f6st als in Venezuela.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":257563,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-257562","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114829641976071333","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/257562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=257562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/257562\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/257563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=257562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=257562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=257562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}