{"id":258363,"date":"2025-07-10T22:44:14","date_gmt":"2025-07-10T22:44:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/258363\/"},"modified":"2025-07-10T22:44:14","modified_gmt":"2025-07-10T22:44:14","slug":"muenchner-schlag-gegen-organisierte-kriminalitaet-europa-razzia-gegen-glueckspiel-mafia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/258363\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Schlag gegen organisierte Kriminalit\u00e4t: Europa-Razzia gegen Gl\u00fcckspiel-Mafia"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als 100.000 Euro konnten Insider laut <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/polizei\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizei<\/a> bis vor Kurzem setzen, wenn sie wussten, wie die Internetseite mit illegalen Wettangeboten hie\u00df. &#8222;Man musste erst Kontakte ins Umfeld der Beschuldigten aufbauen, um Zugangsdaten daf\u00fcr zu bekommen&#8220;, sagte der ermittelnde Beamte des Kommissariats 33, Guido Rissmann.<\/p>\n<p>Um die illegale Internetseite zu stoppen, erwirkte die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/staatsanwaltschaft-muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Staatsanwaltschaft M\u00fcnchen<\/a> unter der Federf\u00fchrung von Staatsanw\u00e4ltin Anja Biel europaweit mehr als 150 Durchsuchungsbeschl\u00fcsse. Bei einer Pressekonferenz im <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/polizeipraesidium-muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchner Polizeipr\u00e4sidium<\/a> gaben Rissmann und Biel weitere Details preis. Schwerpunkt der Wetteins\u00e4tze seien Fu\u00dfballspiele gewesen, so Rissmann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/design\/images\/muc_silhouette_short.svg\"\/><\/p>\n<p>Vorsto\u00df gegen Gl\u00fccksspiel-Mafia: Um 6 Uhr morgens schlugen die Beh\u00f6rden europaweit gleichzeitig zu \u2013 M\u00fcnchen im Fokus<\/p>\n<p>Vor allem die Region <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> war im Fokus der Ermittler. Schlie\u00dflich hatten die Durchsuchungsbefehle ihren Ursprung in der hier ans\u00e4ssigen Staatsanwaltschaft M\u00fcnchen I. Aber nicht nur. In mindestens sechs weiteren Bundesl\u00e4ndern (Hessen, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Baden-W\u00fcrttemberg) sowie in Spanien, Malta und auch \u00d6sterreich sind R\u00e4ume durchsucht worden. Mittwoch um 6 Uhr schlugen die Beh\u00f6rden an allen Orten gleichzeitig zu.<\/p>\n<p>Vor allem Malta gilt als Gl\u00fccksspiel-Paradies. Grunds\u00e4tzlich haben europ\u00e4ische Gerichte bereits geurteilt, dass ein R\u00fcckzahlungsanspruch bestehen kann, wenn jemand auf einer illegalen Online-Gl\u00fccksspielseite Geld gesetzt hat. Offenbar weigert sich aber der Inselstaat seit zwei Jahren, diese R\u00fcckzahlungsanspr\u00fcche f\u00fcr Firmen mit Sitz auf Malta anzuerkennen.<\/p>\n<p>Die Verd\u00e4chtigen bleiben vorerst anonym, vor allem wegen des Steuergeheimnisses<\/p>\n<p>Teil des aktuellen Ermittlungstrios ist auch die M\u00fcnchner Steuerfahndung. Denn der illegale Anbieter wird auch verd\u00e4chtigt, die f\u00e4lligen Steuern in H\u00f6he von 5,3 Prozent &#8222;systematisch nicht abgef\u00fchrt&#8220; zu haben, wie es in der Presserunde hie\u00df. Die Verd\u00e4chtigen bleiben vorerst anonym. Es soll sich aber um eine streng hierarchische Gruppe gehandelt haben, eine Art mafi\u00f6se Organisation, die bereits seit 2012 illegale Wettseiten aufgebaut hat und aktiv war. Bislang wurde niemand festgenommen.<\/p>\n<p>Eventuell sind die Tatverd\u00e4chtigen auch mit einem opulenten Lebensstil aufgefallen. Sie sollen mit den illegalen Gewinnen Immobilien, Luxusfahrzeuge und exklusive Reisen gekauft haben. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte also durchaus irgendwann auch der Verdacht der Geldw\u00e4sche auftauchen.<\/p>\n<p>Allein in M\u00fcnchen waren 200 Beamte im Einsatz<\/p>\n<p>Insgesamt sollen die Hauptverd\u00e4chtigen einen Reingewinn in H\u00f6he eines zweistelligen Millionenbetrages erwirtschaftet haben. Ob es sich eher um 90 Millionen oder 11 Millionen Euro handelt, m\u00f6chten die Ermittler nicht preisgeben. Sie verweisen als Grund daf\u00fcr auf das Steuergeheimnis.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen sind 51 Objekte durchsucht worden. Allein f\u00fcr diesen Zugriff sind laut Polizei 200 Beamte am Mittwochmorgen im Einsatz gewesen. Es seien unz\u00e4hlige Handys, Server, sowie weitere Datentr\u00e4ger sichergestellt worden, die man nun auswerten m\u00fcsse. Erst nach der Auswertung k\u00f6nne man weitere Informationen zur Anzahl der Personen, H\u00f6he des Schadens sowie den weiteren Ermittlungsschritten machen, so Staatsanw\u00e4ltin Anja Biel.<\/p>\n<p>Mitarbeiter der Firma IBA Entertainment (Bet 3000) scheinen im Fokus der Ermittler zu sein\u00a0<\/p>\n<p>Auch Jugendschutz und Teilnehmerschutz ist ein Thema bei den Ermittlungen. Auf den illegalen Webseiten habe man das \u00fcbliche Einsatzlimit von 1000 Euro missachtet, sagte Rissmann. Eine Grenze, damit sich niemand um Haus und Hof zockt. Zudem habe es keine Alterskontrolle gegeben, wodurch im Regelfall Jugendliche gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Auch wenn kein Name f\u00e4llt, steht die Durchsuchung im Zusammenhang mit der Firma IBA Entertainment, die unter dem Namen \u201eBet3000\u201c Sportwetten anbietet. Die Vorw\u00fcrfe richten sich offenbar gegen einzelne Personen aus dem Umfeld der Gesellschaft, aber nicht gegen den Anbieter. Man wolle vollumf\u00e4nglich mit den Beh\u00f6rden kooperieren.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als 100.000 Euro konnten Insider laut Polizei bis vor Kurzem setzen, wenn sie wussten, wie die Internetseite&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":258364,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[4067,772,78733,29,663,12268,30,78734,36757,14601,78735,1268,121,1442,1997,22671],"class_list":{"0":"post-258363","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-ermittlungen","9":"tag-bayern","10":"tag-bet-3000","11":"tag-deutschland","12":"tag-europa","13":"tag-europaweit","14":"tag-germany","15":"tag-glueckspiel","16":"tag-iba","17":"tag-illegal","18":"tag-login","19":"tag-muenchen","20":"tag-polizei","21":"tag-razzia","22":"tag-staatsanwaltschaft","23":"tag-webseite"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114831364470883164","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=258363"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258363\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/258364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=258363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=258363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=258363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}