{"id":259012,"date":"2025-07-11T04:37:11","date_gmt":"2025-07-11T04:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259012\/"},"modified":"2025-07-11T04:37:11","modified_gmt":"2025-07-11T04:37:11","slug":"spenden-zur-flutkatastrophe-mehr-als-90-millionen-euro-uebrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259012\/","title":{"rendered":"Spenden zur Flutkatastrophe: Mehr als 90 Millionen Euro \u00fcbrig"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Flutkatastrophe 2021 wurden mehr als 670 Millionen Euro gespendet. Das hat eine Recherche des SWR ergeben. Das Erstaunliche: 92 Millionen Euro wurden bisher nicht ausgegeben.<\/p>\n<p>Der SWR hat rund 40 Hilfsorganisationen nach dem aktuellen Spendenstand zur Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen befragt. Jede dieser Organisationen hat mindestens eine Million Euro an Spenden erhalten. Alle haben geantwortet. Demnach sind bis heute 671,2 Millionen Euro gespendet worden. Davon wurden 92,2 Millionen bisher nicht ausgegeben. Das sind 13,7 Prozent.<\/p>\n<p>Die SWR-Recherchen haben wir in einer \u00dcbersicht dokumentiert. Hier gibt es das Dokument zum <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/koblenz\/ergebnisse-swr-recherche-spenden-flutkatastrophe-2021-100.pdf\" class=\"link link-inline inline-link link-download\" title=\"SWR-Recherche zu Spenden nach Flutkatastrophe 2021\" data-pjax=\"0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Download<\/a>.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1752203567551,700-millionen-euro-spenden-hilfe-nach-flutkatastrophe-wofuer-geld-ausgegeben-102~_v-De.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: SWR\" alt=\"Von den 671 Million Euro Spendengeld (Stand Juni 2025) sind noch 92 Millionen Euro nicht ausgegeben worden, teilten die Hilfsorganisationen, Landkreise und Kommunen mit. Das sind rund 14 Prozent.\" title=\"Von den 671 Million Euro Spendengeld (Stand Juni 2025) sind noch 92 Millionen Euro nicht ausgegeben worden, teilten die Hilfsorganisationen, Landkreise und Kommunen mit. Das sind rund 14 Prozent. (Foto: SWR)\" width=\"320\" height=\"400\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Von den 671 Million Euro Spendengeld (Stand Juni 2025) sind noch 92 Millionen Euro nicht ausgegeben worden, teilten die Hilfsorganisationen, Landkreise und Kommunen mit. Das sind rund 14 Prozent.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\" rel=\"external nofollow noopener\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\" target=\"_blank\"><br \/>\nSWR<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Kein &#8222;Spendenskandal&#8220; nach der Flutkatastrophe<\/p>\n<p>Dass noch soviel Flut-Spendengeld vorhanden ist, ist aber kein &#8222;Spendenskandal&#8220;. Denn das \u00fcbrige Geld wird in den betroffenen Gebieten nach wie vor gebraucht und soll noch ausgeben werden. Noch immer werde die Arbeit der Hilfsorganisationen dringend ben\u00f6tigt, zum Beispiel im Ahrtal, sagt der B\u00fcrgermeister der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen (CDU).<\/p>\n<p>Johanniter beraten noch immer Flutbetroffene zum Wiederaufbau<\/p>\n<p>Die Johanniter, die noch fast 40 Prozent der Geldspenden \u00fcbrig haben &#8211; etwa 20 Millionen Euro &#8211; sind nach wie vor an der Ahr unterwegs. Sie helfen Betroffenen beim Beantragen von Geld aus dem Wiederaufbaufonds. Und sie bezahlen<strong> <\/strong>Flutbetroffenen den 20-Prozent-Eigenanteil der privaten Wiederaufbau-Kosten, der nicht von Bund und Land \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1752203568529,johanniter-beraten-im-ahrtal-100~_v-16x9@2dS_-6be50a9c75559ca1aaf1d0b25bae287afdcd877a.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: SWR, Martin G\u00e4rtner\" alt=\"Vier Jahre nach der Flutkatastrophe helfen die Johanniter noch immer B\u00fcrgern im Ahrtal beim Ausf\u00fcllen der Wiederaufbauantr\u00e4ge.\" title=\"Vier Jahre nach der Flutkatastrophe helfen die Johanniter noch immer B\u00fcrgern im Ahrtal beim Ausf\u00fcllen der Wiederaufbauantr\u00e4ge. (Foto: SWR, Martin G\u00e4rtner)\" width=\"320\" height=\"180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Vier Jahre nach der Flutkatastrophe helfen die Johanniter noch immer B\u00fcrgern im Ahrtal beim Ausf\u00fcllen der Wiederaufbauantr\u00e4ge.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\" rel=\"external nofollow noopener\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\" target=\"_blank\"><br \/>\nSWR<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\nMartin G\u00e4rtner<br \/>\n<\/a><\/p>\n<blockquote class=\"quote-blockquote\">\n<p>Bis Ende 2027 sind die rund 20 Millionen Euro Hochwasser-Spendengeld ausgegeben, die wir derzeit noch haben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Viele Wiederaufbauprojekte, die die Johanniter finanziell unterst\u00fctzen wollen, haben sich verz\u00f6gert. Zum Beispiel der Bau eines Lehrschwimmbades f\u00fcr das Schulzentrum der Gemeinde Altenahr. Auch deshalb sei noch soviel Spendengeld vorhanden, sagt Pressereferentin Anja Karrasch von den Johannitern: &#8222;Bis Ende 2027 sind die rund 20 Millionen Euro, die wir derzeit noch an Hochwasser-Spendengeld haben, ausgegeben.&#8220;<\/p>\n<p>Psychosoziale Hilfe f\u00fcr Traumatisierte wird immer wichtiger<\/p>\n<p>Dirk W. Pieck vom Verein Help &#8211; Hilfe zur Selbsthilfe e.V. weist auf die psychosoziale Hilfe hin, f\u00fcr die in den kommenden Jahren noch viel Spendengeld ben\u00f6tigt wird. &#8222;Bei den Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist ein deutlich h\u00f6herer Anteil der Betroffenen traumatisiert worden als bei vergleichbaren Ungl\u00fccken&#8220;, sagt Pieck. Das sei wissenschaftlich erwiesen. &#8222;Die psychologische Hilfe ist auch in den n\u00e4chsten Jahren absolut wichtig und wird aus Spendengeldern gef\u00f6rdert.&#8220;<\/p>\n<p>Rheinland-Pfalz<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/live-blog-hochwasser-rlp-126.html\" title=\"Der Hochwasser-Blog f\u00fcr RLP - Immer noch zu wenige Pegel f\u00fcr Hochwasserschutz an Ahrzufl\u00fcssen\" class=\"teasertracking clickzone link\" role=\"presentation\" tabindex=\"-1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1752125502586,armuthsbach-schuld-ahr-hochwasser-pegel-100~_v-16x9@2dXS_-b9bac15fe0af001f663131e78146.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: SWR\" alt=\"Der Armuthsbach m\u00fcndet bei Schuld in die Ahr: Am Tag der Flut trug er wesentlich zum katastrophalen Hochwasser bei.\" title=\"Der Armuthsbach m\u00fcndet bei Schuld in die Ahr: Am Tag der Flut trug er wesentlich zum katastrophalen Hochwasser bei. (Foto: SWR)\" width=\"320\" height=\"180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/live-blog-hochwasser-rlp-126.html\" title=\"Der Hochwasser-Blog f\u00fcr RLP - Immer noch zu wenige Pegel f\u00fcr Hochwasserschutz an Ahrzufl\u00fcssen\" class=\"teasertracking clickzone link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\nDer Hochwasser-Blog f\u00fcr RLP<br \/>\nImmer noch zu wenige Pegel f\u00fcr Hochwasserschutz an Ahrzufl\u00fcssen<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/live-blog-hochwasser-rlp-126.html\" title=\"Der Hochwasser-Blog f\u00fcr RLP - Immer noch zu wenige Pegel f\u00fcr Hochwasserschutz an Ahrzufl\u00fcssen\" class=\"teasertracking clickzone link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>In den von der Flutkatastrophe zerst\u00f6rten Regionen in Rheinland-Pfalz l\u00e4uft der Wiederaufbau. Viel ist geschafft, viel ist noch zu tun. Das ist die aktuelle Lage.\n<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Verein &#8222;Herzenssache&#8220; hat schon \u00fcber 60 Projekte gef\u00f6rdert<\/p>\n<p>Der Verein Herzenssache e.V., die Kinderhilfsorganisation von SWR, Saarl\u00e4ndischem Rundfunk und Sparda-Bank, hat 4,3 Millionen Euro Flutspenden gesammelt f\u00fcr Kinder- und Jugendprojekte in Rheinland-Pfalz. \u00dcber 60 Projekte wurden schon gef\u00f6rdert, die meisten im Ahrtal, sagt die Herzenssache-Vorsitzende Ulla Fiebig. Aber auch Kinder- und Jugendaktionen im Raum Trier wurden unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Laut Fiebig sind von den Spendengeldern noch rund 1,7 Millionen Euro vorhanden. Man sei in engem Kontakt mit der Kreisverwaltung des Landkreises Ahrweiler, um weitere F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten auszuloten. &#8222;Es d\u00fcrfen sich auch gerne Projekte bei der Herzenssache melden, um zu besprechen, ob und wie sie gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen&#8220;, sagt Fiebig.<\/p>\n<p>B\u00fcrger spenden noch immer Geld f\u00fcr die Flutgebiete<\/p>\n<p>Auch vier Jahre nach der Katastrophe spenden noch immer Menschen f\u00fcr die Flutgebiete. Wie die Verwaltung des Landkreises Ahrweiler mitteilt, gehen auf ihrem Spendenkonto nach wie vor Betr\u00e4ge ein. Pro Monat seien es aktuell zwischen 100 und 1.000 Euro.<\/p>\n<p>Die insgesamte Spendensumme steigt also weiterhin t\u00e4glich. Anfang Juli 2025 waren es nach SWR-Recherchen 671.257.708,92 Euro.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1752203565610,700-millionen-euro-spenden-hilfe-nach-flutkatastrophe-wofuer-geld-ausgegeben-104~_v-De.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: SWR\" alt=\"F\u00fcr die Betroffenen der Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden 655 Millionen Euro gespendet (Stand 2021). Inzwischen sind es sogar 671 Millionen Euro. Nur f\u00fcr die Ukraine-Hilfe 2022 und nach der Tsunami-Katastrophe in S\u00fcdostasien 2004 wurde mehr Geld in Deutschland gespendet.\" title=\"F\u00fcr die Betroffenen der Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden 655 Millionen Euro gespendet (Stand 2021). Inzwischen sind es sogar 671 Millionen Euro. Nur f\u00fcr die Ukraine-Hilfe 2022 und nach der Tsunami-Katastrophe in S\u00fcdostasien 2004 wurde mehr Geld in Deutschland gespendet. (Foto: SWR)\" width=\"320\" height=\"400\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr die Betroffenen der Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden 655 Millionen Euro gespendet (Stand 2021). Inzwischen sind es sogar 671 Millionen Euro. Nur f\u00fcr die Ukraine-Hilfe 2022 und nach der Tsunami-Katastrophe in S\u00fcdostasien 2004 wurde mehr Geld in Deutschland gespendet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\" rel=\"external nofollow noopener\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\" target=\"_blank\"><br \/>\nSWR<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Rheinland-Pfalz bekam rund die H\u00e4lfte der 671 Millionen Euro<\/p>\n<p>Weiter ergab die SWR-Befragung der rund 40 Hilfsorganisationen, Bundesl\u00e4nder, Landkreise und Kommunen, die jeweils mindestens eine Million Euro Spenden bekommen haben, dass von der Gesamtsumme fast 50 Prozent nach Rheinland-Pfalz und fast 50 Prozent nach Nordrhein-Westfalen gegangen sind. Ganz geringe Summe wurden in die Flutgebiete nach Sachsen und Bayern \u00fcberwiesen.<\/p>\n<p>Innerhalb von Rheinland-Pfalz hat das Ahrtal mit rund 80 Prozent den gr\u00f6\u00dften Anteil erhalten. Der Rest ging ungef\u00e4hr zu gleichen Teilen in die Flutgebiete des Eifelkreises Bitburg-Pr\u00fcm, des Landkreises Vulkaneifel, des Landkreises Trier-Saarburg und der Stadt Trier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach der Flutkatastrophe 2021 wurden mehr als 670 Millionen Euro gespendet. Das hat eine Recherche des SWR ergeben.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":259013,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-259012","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114832752500824809","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=259012"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259012\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/259013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=259012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=259012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=259012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}