{"id":259076,"date":"2025-07-11T05:11:19","date_gmt":"2025-07-11T05:11:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259076\/"},"modified":"2025-07-11T05:11:19","modified_gmt":"2025-07-11T05:11:19","slug":"niedersachsen-bremen-schulen-sollen-ueber-tablets-im-unterricht-selbst-entscheiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259076\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: Schulen sollen \u00fcber Tablets im Unterricht selbst entscheiden"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                Schulen sollen \u00fcber Tablets im Unterricht selbst entscheiden<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.07.2025, 05:33 Uhr<\/p>\n<p><strong>Es ist ein 800 Millionen Euro teures Projekt: Vom n\u00e4chsten Jahr an sollen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Niedersachsen kostenlose Leih-Tablets bekommen. Die Umsetzung wirft noch Fragen auf.<\/strong><\/p>\n<p>Hannover (dpa\/lni) &#8211; F\u00fcr viel Geld will Niedersachsens Landesregierung neue Tablets in die Schulen bringen \u2013 doch ob die Ger\u00e4te auch \u00fcberall genutzt werden, ist noch offen. Die Tablets seien ein Angebot, sagte Kultusministerin Julia Willie Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. &#8222;Wir schaffen also erst mal eine M\u00f6glichkeit und die Schulen k\u00f6nnen selbst entscheiden, ob und wie sie die Ger\u00e4te einsetzen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen-Politikerin erkl\u00e4rte, sie sehe die Tablets als ein Werkzeug, das attraktiven Unterricht erm\u00f6glichen solle. Welche Apps darauf heruntergeladen werden k\u00f6nnten und m\u00fcssten, k\u00f6nnten die Lehrkr\u00e4fte bei den Schulger\u00e4ten k\u00fcnftig selbst steuern \u2013 &#8222;das ist anders als bei den privaten Ger\u00e4ten&#8220;.<\/p>\n<p>Tablets auch f\u00fcr zu Hause<\/p>\n<p>Klar ist bereits, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihre Leih-Tablets nicht nur in der Schule werden nutzen k\u00f6nnen: &#8222;Die Tablets werden angewendet wie Schulb\u00fccher&#8220;, sagte Hamburg. Entsprechend der Konzeption der Schule k\u00f6nnten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler daher auch zu Hause damit arbeiten.\u00a0<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung kostenloser Leih-Tablets an den Schulen war ein zentrales SPD-Wahlversprechen vor der Landtagswahl 2022 \u2013 urspr\u00fcnglich f\u00fcr alle Jahrg\u00e4nge. Der Plan jetzt sieht vor, zum Schuljahr 2026\/27 mit den siebten Klassen zu beginnen und die Tablets von diesem Alter an aufw\u00e4rts einzusetzen. J\u00fcngere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gehen somit leer aus.\u00a0<\/p>\n<p>Den Beginn in Klasse sieben w\u00e4hlte das Land auch deshalb, weil viele Schulen f\u00fcr diesen Jahrgang die Einf\u00fchrung teurer Taschenrechner vorsehen. Diese Anschaffung k\u00f6nnten die Tablets ersetzen. Bis 2031 will Rot-Gr\u00fcn f\u00fcr die Leih-Tablets rund 800 Millionen Euro bereitstellen. Die Bildung mit digitalen Ger\u00e4ten soll damit unabh\u00e4ngig werden vom Geldbeutel der Eltern.<\/p>\n<p>CDU: &#8222;Das Trauerspiel geht weiter&#8220;<\/p>\n<p>Der Opposition fehlt allerdings eine klare Strategie f\u00fcr die Digitalisierung \u2013 ein Konzept, an dem sich die Schulen orientieren k\u00f6nnen. &#8222;Die Landesregierung offenbart jetzt, dass sie keinen Plan f\u00fcr eine sinnvolle Digitalisierung unserer Schulen hat&#8220;, sagte der CDU-Bildungspolitiker Christian F\u00fchner. Kultusministerin Hamburg lasse damit Sch\u00fcler, Eltern und Lehrer allein.<\/p>\n<p>Wer die Tablets warten solle, wie sie p\u00e4dagogisch sinnvoll eingesetzt w\u00fcrden und wer die Lehrkr\u00e4fte fl\u00e4chendeckend fortbilde \u2013 das alles sei offen, kritisierte F\u00fchner: &#8222;Das Trauerspiel geht weiter.&#8220;<\/p>\n<p>AfD: Technische Umsetzung darf nicht an Kommunen h\u00e4ngen<\/p>\n<p>Der AfD-Abgeordnete Harm Rykena kritisierte, Ministerin Hamburg mache es sich zu leicht und warf ihr eine &#8222;Mir doch egal&#8220;-Haltung vor. &#8222;Um sicherzustellen, dass alle Sch\u00fcler am Ende \u00fcber digitale Grundkompetenzen verf\u00fcgen, sollte das Land zumindest einen Grundlehrplan vorgeben&#8220;, forderte er. &#8222;Was die Schulen dar\u00fcber hinaus machen, oder eben nicht, k\u00f6nnten sie dann selber entscheiden.&#8220;<\/p>\n<p>Die technische Verwaltung der Tablets mit Updates, Software und Reparaturen d\u00fcrfe zudem nicht am Schulpersonal und den Kommunen h\u00e4ngenbleiben. &#8222;Auch hier ist das Land in der Pflicht&#8220;, sagte Rykena.<\/p>\n<p>GEW fordert geschultes Personal<\/p>\n<p>Die Wartung und Einrichtung der kleinen Computer nimmt auch die Bildungsgewerkschaft GEW in den Blick. Den Schulen die Entscheidung \u00fcber den Einsatz der Tablets zu \u00fcberlassen, sei grunds\u00e4tzlich sinnvoll, sagte GEW-Landeschef Stefan St\u00f6rmer. &#8222;Aber: Jedes Tablet, das angeschafft wird, muss gewartet und eingerichtet werden. Hierf\u00fcr braucht es geschultes Personal, das vielerorts noch fehlt und nun dringend schnell eingestellt werden muss.&#8220;<\/p>\n<p>Keinesfalls d\u00fcrfe eine Situation entstehen, bei denen die Finanzkraft eines kommunalen Tr\u00e4gers dar\u00fcber entscheidet, ob und wie viele Administratoren f\u00fcr diesen Bereich eingestellt werden, warnte St\u00f6rmer.<\/p>\n<p>Lies sieht &#8222;neue R\u00e4ume&#8220; f\u00fcr gezielteren Unterricht<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies (SPD) hatte kurz nach seinem Amtsantritt erkl\u00e4rt, ein erster Austausch der Ger\u00e4te k\u00f6nnte nach etwa vier Jahren notwendig werden. Die Idee: Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der siebten Klasse nehmen ihr Tablet mit in die achte Klasse und danach in die folgenden \u2013 &#8222;und wenn sie mit der zehnten Klasse fertig sind, dann ist leider mitunter auch die Nutzungsdauer der Tablets am Ende&#8220;, sagte Lies.\u00a0<\/p>\n<p>Zur geplanten Nutzung sagte der Regierungschef: &#8222;Es geht nicht darum, das, was bisher analog war, digital zu machen, sondern auch darum, neue R\u00e4ume zu er\u00f6ffnen, um gezielter und differenzierter p\u00e4dagogisch arbeiten zu k\u00f6nnen.&#8220; Die Digitalisierung schaffe damit neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Schulen.<\/p>\n<p>Sch\u00fcler wollen am Konzept beteiligt werden<\/p>\n<p>Der Landessch\u00fclerrat unterst\u00fctzt das Vorhaben der Leih-Tablets grunds\u00e4tzlich: Die Ger\u00e4te seien heute kein Luxus mehr, sondern eine Grundvoraussetzung f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00dfen Unterricht, sagte der Vorsitzende Matteo Feind im Juni.\u00a0<\/p>\n<p>Allerdings brauche es ein Gesamtkonzept, bei dem die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aktiv einbezogen werden. Ohne WLAN, p\u00e4dagogische Konzepte und qualifizierte Lehrkr\u00e4fte blieben die Tablets sonst ein teures St\u00fcck Technik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen Schulen sollen \u00fcber Tablets im Unterricht selbst entscheiden 11.07.2025, 05:33 Uhr Es ist ein 800&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":259077,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[4568,2420,3364,29,30,1411,28359,9019],"class_list":{"0":"post-259076","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-schulen","9":"tag-bremen","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-niedersachsen","14":"tag-tablets","15":"tag-unterricht"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114832885902793887","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=259076"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259076\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/259077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=259076"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=259076"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=259076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}