{"id":259289,"date":"2025-07-11T07:11:10","date_gmt":"2025-07-11T07:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259289\/"},"modified":"2025-07-11T07:11:10","modified_gmt":"2025-07-11T07:11:10","slug":"palaestina-demo-in-berlin-was-geschah-mit-polizist-24111-wie-kamen-die-verletzungen-zustande","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259289\/","title":{"rendered":"Pal\u00e4stina-Demo in Berlin: Was geschah mit Polizist 24111? Wie kamen die Verletzungen zustande?"},"content":{"rendered":"\n<p>Von einem derart zugerichteten Polizisten hatte man bei den zahlreichen propal\u00e4stinensischen Protesten noch nichts geh\u00f6rt. Die Interpretation der Polizei bestimmt auch die Darstellung vieler Medien. \u201eJudenhasser treten Polizist in Klinik\u201c, titelt die B.Z. \u201eEine Szene entlarvt sich selbst\u201c, schreibt der Tagesspiegel und schildert, wie ein \u201eMob\u201c den Beamten in die Menge riss. Unter dem Eindruck dieser Meldungen reagiert auch die Politik: Neuk\u00f6llns B\u00fcrgermeister Martin Hikel, SPD, spricht von einem \u201eMordversuch\u201c; Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) schreibt auf X, der \u201eAngriff\u201c sei \u201enichts anderes als ein feiger, brutaler Gewaltakt\u201c. Kurz darauf \u00fcbernimmt die Berliner Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen. Es handele sich um einen \u201eAngriff auf die Organe des Rechtsstaats\u201c, erkl\u00e4rt ein Sprecher.<\/p>\n<p>Der Vorfall in Berlin erreicht am n\u00e4chsten Tag auch den Bundestag. Solche Vorkommnisse seien \u201eleider kein Einzelfall, sondern passieren immer wieder\u201c, sagt Deutschlands neuer Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). \u201eDie Polizei braucht keine Skepsis, sondern R\u00fcckendeckung durch die Politik.\u201c<\/p>\n<p>Doch die Skepsis scheint angebracht.<\/p>\n<p>Ein Video, das die Rechercheagentur<a href=\"https:\/\/counter-investigations.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Forensis <\/a>analysiert hat, zeigt jedenfalls ein anderes Bild als das von der Polizei dargestellte. S\u00fcddeutsche Zeitung\u00a0und NDR konnten es einsehen und pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Forensis, denen das Video zugespielt wurde, ist ein gemeinn\u00fctziger Verein, seine vier fest angestellten Mitarbeiter haben ihren Sitz in Berlin. Sie beschreiben sich selbst als ein interdisziplin\u00e4res Team von Rechercheuren, die mithilfe von Videos, T\u00f6nen, 3D-Projektionen oder Karten versuchen, Geschehnisse zu rekonstruieren. \u201eWir erstellen Beweise, um sie nationalen und internationalen Gerichten, Menschenrechtsforen, parlamentarischen Untersuchungen, Wahrheitskommissionen und Volkstribunalen vorzulegen\u201c, hei\u00dft es in der Selbstdarstellung von Forensis.<\/p>\n<p>Forensis ist Teil des Netzwerkes von <a href=\"https:\/\/forensic-architecture.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forensic Architecture<\/a> (FA). Die Organisation versucht seit 2010, F\u00e4lle von Staatsgewalt und Menschenrechtsverletzungen aufzukl\u00e4ren. F\u00fcr ihre Arbeit wurde FA im vergangenen Jahr mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet, ein Fokus von FA liegt unter anderem auf Vorf\u00e4llen von Gewalt gegen Pal\u00e4stinenser. \u201eWir sind nicht neutral\u201c, sagte ihr Gr\u00fcnder, der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2024-10\/eyal-weizman-forensic-architecture-recherchekollektiv-alternativer-nobelpreis-kritik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Architekturprofessor Eyal Weizman, selbst Israeli, k\u00fcrzlich im Interview mit der Zeit<\/a>. Weizman meint damit, dass sie sich in ihrer gesamten Arbeit \u201eimmer mit gef\u00e4hrdeten Gemeinschaften oder Befreiungsk\u00e4mpfen\u201c verb\u00fcndeten.<\/p>\n<p>Die Szene beginnt am fr\u00fchen Abend des 15. Mai.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von einem derart zugerichteten Polizisten hatte man bei den zahlreichen propal\u00e4stinensischen Protesten noch nichts geh\u00f6rt. 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