{"id":259779,"date":"2025-07-11T11:38:12","date_gmt":"2025-07-11T11:38:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259779\/"},"modified":"2025-07-11T11:38:12","modified_gmt":"2025-07-11T11:38:12","slug":"frankreich-sehnt-sich-nach-einem-eigenen-tour-de-france-sieger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259779\/","title":{"rendered":"Frankreich sehnt sich nach einem eigenen Tour-de-France-Sieger"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Tour de France ist eine Qu\u00e4lerei. Das gilt f\u00fcr die Fahrer. Doch in diesem Jahr auch ein bisschen f\u00fcr das franz\u00f6sische Publikum, weil sich an fast jedem Tag der Glanz vergangener Jahre mit der Sehnsucht nach einer goldenen oder, besser, gelben Zukunft vermischt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die diesj\u00e4hrige Tour ist eine Hommage an alte Legenden. Sie f\u00fchrte schon durch die Heimatstadt von Jacques Anquetil, der das Rennen als Erster f\u00fcnfmal gewann. Sie geht an diesem Freitag (Start 12.10 Uhr bei Eurosport) durch die radsportbegeisterte Bretagne und das Heimatdorf des f\u00fcnfmaligen Siegers Bernard Hinault.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt keine gro\u00dfen Champions mehr\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Und sie startet am Samstag mit der achten Etappe in Gedenken an den legend\u00e4ren Louison Bobet, der 1955 als Erster dreimal in Serie gewann. All die Geschichten, die sich um diese Fahrer ranken, f\u00fchren meist unweigerlich zu einer Frage, die in der Gegenwart gro\u00dfen Schmerz bei den Franzosen ausl\u00f6st: Warum hat das Land, das Ausrichter des bedeutendsten Rennens der Welt ist, seit 40 Jahren keinen Toursieger mehr hervorgebracht?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Es klinge schrecklich, sagte Hinault j\u00fcngst der \u201eL\u2019\u00c9quipe\u201c: \u201eAber es l\u00e4sst sich nicht vermeiden: In Frankreich gibt es keine gro\u00dfen Champions mehr, die die Tour gewinnen k\u00f6nnen.\u201c Mit Guillaume Martin, dem radelnden Philosophen, startet zwar auch in diesem Jahr ein Fahrer, der schon mal Achter wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"DSGVO Platzhalter\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/gdpr-layer.webp.webp\" loading=\"lazy\" class=\"absolute w-full\"\/> Externe Inhalte aktivieren <\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Doch gewinnen wird er das Rennen mit seinen 32 Jahren nicht mehr, was auch f\u00fcr den ein Jahr \u00e4lteren Julian Alaphilippe gilt, der 2019 F\u00fcnfter war. Am n\u00e4chsten dran am Podium war zuletzt David Gaudu, der 2022 Vierter wurde. Dieses Jahr ist er aber au\u00dfer Form und gar nicht erst gestartet.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Das Problem f\u00fcr Hinault? Gaudu sei 2022 behandelt worden, als h\u00e4tte er gewonnen: \u201eDas hat ihm sicher nicht geholfen, auf ein besseres Ergebnis zu dr\u00e4ngen.\u201c Die Gr\u00fcnde f\u00fcr das Ausbleiben des gro\u00dfen Triumphs sind vielschichtiger. Seit Hinaults Sieg 1985 gab es eine ganze Reihe von Siegern aus Nationen, die zuvor nie die Tour gewonnen hatten: Irland, Australien, Slowenien und D\u00e4nemark waren darunter.<\/p>\n<p>\u201eDas ist ein Eingest\u00e4ndnis von Schw\u00e4che\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Radsport ist heute in\u00adternationaler als fr\u00fcher. Und Frankreich steht vor \u00e4hnlichen Problemen wie andere europ\u00e4ische Nationen: Es gibt viel weniger Amateurrennen. Dadurch ist die Basis nicht mehr so breit wie einst. Und alle, die es nach oben schaffen, stehen sofort unter gro\u00dfem Druck.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Das liegt auch an Legenden wie Bernard Hinault, den sie \u201eLe Blaireau\u201c, den Dachs, nennen. Der Siebzigj\u00e4hrige ist zwar l\u00e4ngst im Ruhestand, kommt aber immer mal wieder aus seinem Loch, um die Attacke zu suchen. Wie kritisch er sich oft \u00e4u\u00dfert, st\u00f6\u00dft bei franz\u00f6sischen Fahrern auf Unverst\u00e4ndnis, was wiederum Hinault, eher ein Typ alter Schule, nicht nachvollziehen kann.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eAllein die Tatsache, dass sie sich beschweren, ist bereits ein Eingest\u00e4ndnis von Schw\u00e4che\u201c, sagt der f\u00fcnf\u00admalige Toursieger, der vorgibt, es nur gut zu meinen: \u201eMeine Kritik h\u00e4tte sie moti\u00advieren m\u00fcssen. Sie h\u00e4tten mir zeigen m\u00fcssen, dass ich im Unrecht bin.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann werden wir sehen, wie es weitergeht\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">In franz\u00f6sischen Medien l\u00f6ste das sofort Diskussionen aus, ob er nicht das Podium anvisieren sollte. Vauquelin, eher ein Puncheur, der zuletzt aber seine Kletterf\u00e4higkeiten verbessert hat, will eigentlich auf Etappenjagd gehen. Viel mehr als ein Platz in den Top 5 d\u00fcrften bei der starken Konkurrenz f\u00fcr ihn ohnehin nur schwer zu erreichen sein. Aber wom\u00f6glich macht der Franzose, der kurz vor einem Wechsel zum Team Ineos Grenadiers stehen soll, ja noch mal einen Sprung.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Bei einem anderen sollen die Zeichen schon jetzt besser stehen: Paul Seixas landete j\u00fcngst beim stark besetzten Crit\u00e9rium du Dauphin\u00e9 auf dem achten Rang der Gesamtwertung. Es war erst das zweite Worldtour-Rennen f\u00fcr den Achtzehnj\u00e4hrigen, der nicht mal eine Minute hinter dem gestandenen US-Amerikaner Matteo Jorgenson landete und vielen als gr\u00f6\u00dftes Talent im Peloton gilt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Tour in diesem Jahr kam noch zu fr\u00fch. Doch die Franzosen, die an diesem Freitag wieder zahlreichen an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern stehen werden, wenn das Peloton von Saint-Melo hinauf zur steilen M\u00fbr-de-Bretagne f\u00e4hrt, verbinden schon jetzt gro\u00dfe Hoffnungen mit ihrem Landsmann.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eEr soll dieses Jahr die Tour de l\u2019Avenir gewinnen, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht\u201c, sagt Hinault mit Blick auf das bedeutendste Rennen f\u00fcr Nachwuchsfahrer, das Gaudu als bislang letzter Franzose im Jahr 2016 gewonnen hatte. Seixas geht noch zur Schule und lebt bei seinen Eltern. Der Ton, der ihn w\u00e4hrend seiner Karriere begleiten wird, scheint schon jetzt gesetzt \u2013 mit besten Gr\u00fc\u00dfen aus dem Dachsbau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Tour de France ist eine Qu\u00e4lerei. 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