{"id":259786,"date":"2025-07-11T11:42:17","date_gmt":"2025-07-11T11:42:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259786\/"},"modified":"2025-07-11T11:42:17","modified_gmt":"2025-07-11T11:42:17","slug":"bundestag-afd-loest-bei-voelkermord-debatte-eklat-aus-aussenminister-tritt-ungeplant-ans-rednerpult","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259786\/","title":{"rendered":"Bundestag: AfD l\u00f6st bei V\u00f6lkermord-Debatte Eklat aus \u2013 Au\u00dfenminister tritt ungeplant ans Rednerpult"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im Bundestag ist es bei der Debatte zum Gedenken an den V\u00f6lkermord von Srebrenica zum Eklat gekommen. Reden von AfD-Politikern l\u00f6sten bei den anderen Fraktionen Protest und Kopfsch\u00fctteln aus. Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) trat ungeplant ans Rednerpult.<\/p>\n<p>30 Jahre nach dem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article251224084\/Bosnien-Dann-wuerde-hier-innerhalb-von-einer-Stunde-der-Krieg-ausbrechen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article251224084\/Bosnien-Dann-wuerde-hier-innerhalb-von-einer-Stunde-der-Krieg-ausbrechen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kriegsverbrechen<\/a> im Bosnien-Krieg hatte der Bundestag die laufenden Haushaltsberatungen f\u00fcr eine Gedenkdebatte unterbrochen. \u201eSrebrenica war das schlimmste Kriegsverbrechen auf europ\u00e4ischem Boden seit dem Zweiten Weltkrieg\u201c, sagte Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (CDU) zum Auftakt. Der V\u00f6lkermord sei auch ein Scheitern der Vereinten Nationen gewesen, deren Friedenstruppen den Schutzsuchenden keinen Schutz geboten h\u00e4tten.<\/p>\n<p>AfD-Redner stellt Einstufung als \u201eV\u00f6lkermord\u201c in Frage<\/p>\n<p>Der AfD-Abgeordnete Alexander Wolf kritisierte anschlie\u00dfend die Einstufung des Kriegsverbrechens als Genozid und sagte, \u201edie Serben erschossen dort M\u00e4nner, verschonten grunds\u00e4tzlich Frauen und Kinder\u201c. Die Erinnerungskultur, die man dem ohnehin fragilen Staat Bosnien-Herzegowina von au\u00dfen aufzwinge, trage nicht zur Bes\u00e4nftigung der Spannungen im Staat bei.<\/p>\n<p>Redner der anderen Fraktionen kritisierten die Aussagen scharf. Die SPD-Politikerin Siemtje M\u00f6ller sagte, internationale Gerichte h\u00e4tten in mehreren Urteilen festgestellt, dass es sich klar um einen V\u00f6lkermord handele. Der CDU-Au\u00dfenpolitiker J\u00fcrgen Hardt warf Wolf vor, den V\u00f6lkermord zu leugnen: \u201eF\u00fcr ihn ist der V\u00f6lkermord von Srebrenica m\u00f6glicherweise ein Fliegengeschiss der Balkangeschichte und er stellt sich an die Seite der T\u00e4ter und nicht an die Seite der Opfer.\u201c<\/p>\n<p>AfD-Abgeordneter Sichert zieht Parallelen zu Deutschland<\/p>\n<p>Lautstarken Protest gab es sp\u00e4ter, als der AfD-Abgeordnete Martin Sichert seine Rede vor allem f\u00fcr innenpolitische Themen nutzte, die der AfD wichtig sind. \u201eWas im Gro\u00dfen im Jugoslawien-Krieg zu sehen ist, kann man im Kleinen heutzutage auf nahezu jedem Schulhof in Deutschland erleben\u201c, sagte er. \u201eSrebrenica mahnt uns, Multikulti zu beenden, bevor es zu sp\u00e4t ist\u201c. Demonstrativ drehten Abgeordnete von SPD und Linken Sichert den R\u00fccken zu. Kl\u00f6ckner ermahnte ihn, zum Thema zu sprechen.<\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister \u00e4u\u00dfert Bedauern gegen\u00fcber Opfern<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) ergriff nach den AfD-Reden ungeplant das Wort. Der Bundestag diskutiere \u00fcber den anerkannten V\u00f6lkermord, sagte er auch an die G\u00e4ste auf der Trib\u00fcne gerichtet: \u201eUnd ich bedaure, dass wir den Opfern den Angeh\u00f6rigen, insbesondere hier Anwesenden und dem Herrn Botschafter derartige Debatten zumuten\u201c, f\u00fcgte er hinzu. F\u00fcr die Bundesregierung sagte er: \u201eWir erkennen selbstverst\u00e4ndlich diesen V\u00f6lkermord an.\u201c<\/p>\n<p>Am 11. Juli 1995 hatten bosnische Serben im Zuge des Bosnien-Kriegs die zur UN-Schutzzone erkl\u00e4rte Muslim-Enklave <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/srebrenica\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/srebrenica\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Srebrenica<\/a> erobert. An dem Tag und in den darauffolgenden Tagen wurden rund 8.000 Menschen ermordet, in der Mehrzahl M\u00e4nner und m\u00e4nnliche Jugendliche. Frauen, M\u00e4dchen und Kinder wurden in Bussen an die Frontlinie zu dem von der bosnischen Armee kontrollierten Gebiet deportiert. Urteile des Kriegsverbrechertribunals f\u00fcr das ehemalige Jugoslawien (ICTY) sowie des Internationalen Gerichtshofs (IGH) haben den Genozid-Charakter des Massakers von Srebrenica juristisch festgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Bundestag ist es bei der Debatte zum Gedenken an den V\u00f6lkermord von Srebrenica zum Eklat gekommen. 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