{"id":259877,"date":"2025-07-11T12:31:13","date_gmt":"2025-07-11T12:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259877\/"},"modified":"2025-07-11T12:31:13","modified_gmt":"2025-07-11T12:31:13","slug":"mehr-firmenpleiten-in-deutschland-welle-schwillt-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259877\/","title":{"rendered":"Mehr Firmenpleiten in Deutschland &#8211; &#8222;Welle schwillt an&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.07.2025 12:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Derzeit gehen so viele Firmen pleite wie seit vielen Jahren nicht mehr. W\u00e4hrend einige Experten die hohe Zahl mit der schw\u00e4chelnden Konjunktur und Standortproblemen begr\u00fcnden, sehen andere einen Nachholeffekt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Zahl der Firmenpleiten in Deutschland steigt weiter. Im Juni wurden an den Amtsgerichten 2,4 Prozent mehr Regelinsolvenzen angemeldet als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt anhand vorl\u00e4ufiger Angaben berichtet. Zuvor hatte es im Mai den ersten jahresbezogenen R\u00fcckgang der Pleitezahlen seit M\u00e4rz 2023 gegeben.<\/p>\n<p>    H\u00f6chstst\u00e4nde seit 2015<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer ver\u00f6ffentlichte Schnellindikator greift Meldungen der Plattform Insolvenzbekanntmachungen.de auf. Ob alle F\u00e4lle von den Insolvenzgerichten tats\u00e4chlich so weit gebracht werden, dass sie in die amtliche Statistik eingehen, ist noch offen. Der tats\u00e4chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt nach Angaben des Bundesamtes oft ann\u00e4hernd drei Monate davor. F\u00fcr die amtliche Statistik werden dann Daten der Gerichte verwendet, die nicht so schnell zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKlar ist aber: Weiterhin rutschen sehr viele Firmen in die Zahlungsunf\u00e4higkeit. K\u00fcrzlich hat die Auskunftei Creditreform f\u00fcr das erste Halbjahr einen Anstieg um 9,4 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum auf 11.900 Insolvenzen hochgerechnet. Das w\u00e4re der h\u00f6chste Stand seit 2015. Damals z\u00e4hlte Creditreform von Januar bis Ende Juni 11.530 Firmenpleiten.<\/p>\n<p>    H\u00f6chster April-Wert seit elf Jahren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr den April berichtet das Bundesamt von 2.125 endg\u00fcltig beantragen Firmeninsolvenzen. Das waren 11,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und der h\u00f6chste April-Wert seit elf Jahren, so die Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). &#8222;Die Welle der Unternehmensinsolvenzen schwillt weiter an&#8220;, sagte DIHK-Chefanalyst Volker Treier.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBesonders viele Insolvenzen gab es in den Branchen Verkehr und Lagerei, Bau- und Gastgewerbe. Die Forderungen der Gl\u00e4ubiger werden wegen deutlich kleinerer F\u00e4lle auf rund 2,5 Milliarden Euro beziffert. Ein Jahr zuvor, als besonders viele wirtschaftlich bedeutende Firmen aufgegeben haben, waren es noch rund 11,4 Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGr\u00fcnde f\u00fcr die Pleiten sind unter anderem die schwache Nachfrage seitens der Konsumentinnen und Konsumenten sowie steigende Kosten etwa f\u00fcr Energie und B\u00fcrokratielasten. Der Anstieg war zum Teil erwartet worden, nachdem die staatliche Unterst\u00fctzung aus der Corona-Pandemie ausgelaufen war. Der hohe Aprilwert bei den Firmenpleiten signalisiere klar, dass Deutschland nach wie vor gro\u00dfe Standortprobleme habe, so Treier. &#8222;Wer Wettbewerbsf\u00e4higkeit sichern will, darf Entlastungen nicht weiter vertagen.&#8220; Daher solle das Investitionssofortprogramm des Bundes z\u00fcgig umgesetzt werden.<\/p>\n<p>    Keine konjunkturellen Gr\u00fcnde?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerartige Programme k\u00f6nnten ihre Wirkung auf das Insolvenzgeschehen immer erst mit Verz\u00f6gerung entfalten, betont hingegen der Vorsitzende des Insolvenzverwalterverbandes (VID), Christoph Niering. Er weist auf weit h\u00f6here Zahlen in der Vergangenheit hin. Der VID sehe derzeit keine fl\u00e4chendeckende Wirtschaftskrise. Insolvenzen seien in \u00f6konomischen Umbruchzeiten keine Seltenheit und sogar zur Erneuerung erforderlich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch anderen Expertinnen und Experten zufolge hat der Anstieg weniger mit der konjunkturellen Dauerflaute in Deutschland zu tun. &#8222;\u00dcber viele Jahre hinweg haben extrem niedrige Zinsen Insolvenzen verhindert&#8220;, sagte der Leiter der Insolvenzforschung am Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Steffen M\u00fcller. &#8222;Und w\u00e4hrend der Pandemie sind durch staatliche St\u00fctzungsma\u00dfnahmen auch Unternehmen am Markt geblieben, die bereits zuvor schwach aufgestellt waren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Zinsanstieg und der Wegfall dieser Hilfen h\u00e4tten ab Mitte 2022 zu einem Nachholeffekt bei den Pleiten gef\u00fchrt. In den steigenden Insolvenzzahlen sieht M\u00fcller schmerzhafte, aber notwendige Marktbereinigungen und Strukturanpassungen, die Raum f\u00fcr zukunftsf\u00e4hige Unternehmen schaffen k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.07.2025 12:33 Uhr Derzeit gehen so viele Firmen pleite wie seit vielen Jahren nicht mehr. W\u00e4hrend einige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":259878,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,79046,30,1317,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-259877","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-firmenpleiten","13":"tag-germany","14":"tag-insolvenzen","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114834616062024768","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259877","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=259877"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259877\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/259878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=259877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=259877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=259877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}