{"id":259930,"date":"2025-07-11T13:05:15","date_gmt":"2025-07-11T13:05:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259930\/"},"modified":"2025-07-11T13:05:15","modified_gmt":"2025-07-11T13:05:15","slug":"humanen-papillomviren-bei-der-hpv-impfung-kann-deutschland-von-daenemark-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/259930\/","title":{"rendered":"Humanen Papillomviren: Bei der HPV-Impfung kann Deutschland von D\u00e4nemark lernen"},"content":{"rendered":"<p>Humane Papillomviren k\u00f6nnen Geb\u00e4rmutterhalskrebs verursachen. D\u00e4nemark hat die HPV-Impfung bei Teenagern eingef\u00fchrt, dadurch wurden zwei Virustypen fast ausgerottet. In Deutschland werden noch zu wenig M\u00e4dchen und auch Jungen geimpft.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV) sind einer Studie aus D\u00e4nemark zufolge sehr effektiv gegen bestimmte Varianten der Viren, die Geb\u00e4rmutterhalskrebs verursachen k\u00f6nnen. Das schreiben die Autorinnen und Autoren des im Fachblatt \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.eurosurveillance.org\/content\/10.2807\/1560-7917.ES.2025.30.27.2400820\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.eurosurveillance.org\/content\/10.2807\/1560-7917.ES.2025.30.27.2400820&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Eurosurveillance<\/a>\u201c erschienen Artikels. Demnach seien die besonders relevanten Virustypen HPV 16 und 18 in D\u00e4nemark nahezu vollst\u00e4ndig eliminiert worden, nachdem 2008 in dem Land damit begonnen wurde, M\u00e4dchen im Teenager-Alter dagegen zu impfen.<\/p>\n<p>\u201eEurosurveillance\u201c wird vom Europ\u00e4ischen Zentrum f\u00fcr die Pr\u00e4vention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit Sitz in Stockholm herausgegeben.<\/p>\n<p>Die Forscherinnen analysierten knapp 17.000 beim Screening auf Geb\u00e4rmutterhalskrebs vorgenommene Zellabstriche von insgesamt 8.659 Frauen im Alter von 22 bis 30 Jahren \u00fcber einen Zeitraum von sieben Jahren. Dabei fanden sie heraus, dass im Jahr 2021 weniger als ein Prozent der geimpften Frauen mit HPV 16\/18 infiziert waren, w\u00e4hrend es vor Beginn der landesweiten Impfungen noch 15 bis 17 Prozent waren. Selbst unter den nicht geimpften Frauen waren 2021 nur f\u00fcnf Prozent mit den Virustypen infiziert, was den Autoren zufolge stark auf eine Immunit\u00e4t in der d\u00e4nischen Bev\u00f6lkerung gegen diese Varianten hinweise.<\/p>\n<p>HPV-Impfung bei M\u00e4dchen senkt Krebsrisiko<\/p>\n<p>Mindestens 14 der mehr als 100 HPV-Typen werden den Autoren zufolge als Hochrisikovarianten angesehen, die unter anderem Geb\u00e4rmutterhalskrebs verursachen k\u00f6nnen. Bevor D\u00e4nemark die Impfung von M\u00e4dchen eingef\u00fchrt hat, waren demnach etwa drei Viertel aller an Geb\u00e4rmutterhalskrebs erkrankter Frauen in dem skandinavischen Land mit den Varianten HPV 16 und 18 infiziert.<\/p>\n<p>Geb\u00e4rmutterhalskrebs ist in Europa nach Brustkrebs die Krebsart, die bei Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren am zweith\u00e4ufigsten vorkommt. Es wird davon ausgegangen, dass Frauen, die als Kinder gegen Humane Papillomviren geimpft wurden, ein bedeutend geringeres Risiko haben, an Geb\u00e4rmutterhalskrebs zu erkranken als ungeimpfte Frauen, hei\u00dft es in dem Artikel.<\/p>\n<p>In Deutschland empfiehlt die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) die HPV-Impfung seit 2007 f\u00fcr M\u00e4dchen und seit 2018 auch f\u00fcr Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. F\u00fcr einen Schutz sind zwei Impfungen im Abstand von mindestens f\u00fcnf Monaten notwendig.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr ver\u00f6ffentlichte die Barmer Krankenkasse <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.barmer.de\/presse\/infothek\/studien-und-reporte\/arzneimittelreporte\/arzneimittelreport-2024-1278456\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.barmer.de\/presse\/infothek\/studien-und-reporte\/arzneimittelreporte\/arzneimittelreport-2024-1278456&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Zahlen<\/a>, wonach 2022 nur 60 Prozent der M\u00e4dchen im Alter von 14 Jahren vollst\u00e4ndig gegen HPV geimpft waren. Bei Jungen lag die Impfquote mit einem Anteil von 25 Prozent bei 13-J\u00e4hrigen noch wesentlich niedriger.<\/p>\n<p>Humane Papillomviren geh\u00f6ren weltweit zu den h\u00e4ufigsten sexuell \u00fcbertragenen Infektionen. Fast jeder sexuell aktive Mensch infiziert sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Aktuelles\/Publikationen\/RKI-Ratgeber\/Ratgeber\/Ratgeber_HPV.html?nn=16906560#doc16791964bodyText3\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.rki.de\/DE\/Aktuelles\/Publikationen\/RKI-Ratgeber\/Ratgeber\/Ratgeber_HPV.html?nn=16906560#doc16791964bodyText3&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">RKI<\/a>) mindestens einmal im Leben damit. Je nach Virustyp kann eine Infektion ohne Folgen bleiben. Meistens merken Menschen dann nicht, dass sie infiziert sind, und die Infektion verschwindet wieder.<\/p>\n<p>Doch in seltenen F\u00e4llen kann sie Krebs ausl\u00f6sen. Dazu geh\u00f6ren vor allem Geb\u00e4rmutterhalskrebs, aber auch Peniskrebs, Analkrebs und Krebs im Mund-Rachen-Bereich. Laut RKI wird weltweit etwa die H\u00e4lfte aller infektionsbedingten Krebserkrankungen durch HPV verursacht.<\/p>\n<p>dpa\/wb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Humane Papillomviren k\u00f6nnen Geb\u00e4rmutterhalskrebs verursachen. 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