{"id":26042,"date":"2025-04-12T12:48:18","date_gmt":"2025-04-12T12:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/26042\/"},"modified":"2025-04-12T12:48:18","modified_gmt":"2025-04-12T12:48:18","slug":"wahl-in-gabun-ein-putschist-will-demokratisch-legitimiert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/26042\/","title":{"rendered":"Wahl in Gabun &#8211; Ein Putschist will demokratisch legitimiert werden"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.04.2025 03:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Rund zwei Jahre nach seinem Putsch sucht Gabuns Pr\u00e4sident General Nguema die Legitimation durch die W\u00e4hler. Er k\u00f6nnte davon profitieren, dass viele sich erinnern, wen er von der Macht vertrieb.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Naveena Kottoor, ARD Nairobi\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs sch\u00fcttet wie aus Eimern in Libreville,, aber der Stimmung im Wahlkampf tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil, es wird getanzt: Die Menschen sind gekommen, um den Wahlkampfauftakt von General Brice Nguema zu feiern. Der 50-J\u00e4hrige begr\u00fc\u00dft seine Anh\u00e4nger mit der Siegerpose, mit der auch schon Usain Bolt ber\u00fchmt wurde. Er holt schwungvoll aus, macht einen Ausfallschritt nach hinten und streckt seinen linken Arm zum Himmel, mit der rechten Hand begr\u00fc\u00dft er das begeisterte Publikum.<\/p>\n<p>    Erinnerung an einen Langzeitherrscher<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor knapp zwei Jahren haben sich Nguema und das Milit\u00e4r an die Macht geputscht. Seine Uniform hat er mittlerweile abgelegt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen W\u00e4hlern im Gabun verspricht er Wirtschaftsreformen und eine bessere Infrastruktur: Er wolle &#8222;jedem B\u00fcrger in Gabun erm\u00f6glichen, in W\u00fcrde zu leben&#8220;, sagt er. Den Privatsektor wolle er f\u00f6rdern &#8222;und so landesweit 160.000 Arbeitspl\u00e4tze&#8220; schaffen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nObwohl er durch einen Putsch an die Macht gekommen ist, gilt Nguema als Favorit. Viele Menschen in Gabun halten ihm zugute, dass er vor zwei Jahren den damaligen Pr\u00e4sidenten Ali Bongo abgesetzt hat. Bongo und seine Familie hatten Gabun mehr als 50 Jahre lang regiert und sollen in der Zeit das Landes gepl\u00fcndert haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGabun verf\u00fcgt \u00fcber gro\u00dfe Bodensch\u00e4tze, neben Erd\u00f6l zum Beispiel auch \u00fcber Uran, Eisenerz und das f\u00fcr die Autoindustrie wichtige Mangan.\u00a0Aber profitiert hat die Bev\u00f6lkerung davon nicht. Im Jahr des Putsches lebten mehr als ein Drittel der Menschen unter der Armutsgrenze.<\/p>\n<p>    Gegenkandidat mit Vergangenheit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon Nguema, dem fr\u00fcheren Chef der Nationalgarde, erhoffen sich viele hier Reformen. Eine Frau, die f\u00fcr ihn Wahlkampf macht, erz\u00e4hlt, &#8222;wenn in der Vergangenheit Wahlen stattgefunden haben, wussten wir immer, was kommt.&#8220; Heute dagegen gebe es &#8222;einen Hoffnungsschimmer&#8220;. Deshalb habe sie sich daf\u00fcr entschieden, &#8222;an der Wahl teilzunehmen, um Dinge zu ver\u00e4ndern&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInsgesamt treten acht Kandidaten zu Wahl an. Der wichtigste Herausforderer ist der fr\u00fchere Premierminister Alain-Claude Bilie-By-Nze. Ihm wird vorgeworfen, die Wahlen 2016 zugunsten des Bongo-Clans manipuliert und sp\u00e4ter Proteste brutal unterdr\u00fcckt zu haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBilie-By-Nze hat eine neue Partei gegr\u00fcndet und ist mit der Forderung, dass man dem Milit\u00e4r nicht die Macht \u00fcberlassen darf, in den Wahlkampf gezogen. Er k\u00fcndigt an, seine Bewegung werde &#8222;dieser Sache ein Ende setzen&#8220; und daf\u00fcr sorgen, &#8222;dass die Demokratie in Gabun wieder auflebt, dass sie wirklich lebendig ist&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSein Appell: &#8222;Wir alle m\u00fcssen unsere Stimme abgeben, um das Milit\u00e4r wieder in ihre Kasernen zur\u00fcckzuschicken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber dass das ausreicht, um die Wahl am Samstag zu gewinnen, glauben hier wenige. Denn viele Menschen sehen in Brice Nguema den Neuanfang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.04.2025 03:33 Uhr Rund zwei Jahre nach seinem Putsch sucht Gabuns Pr\u00e4sident General Nguema die Legitimation durch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":26043,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[15168,13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-26042","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-gabun","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-welt","18":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114325075047088397","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26042","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26042"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26042\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26043"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26042"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26042"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26042"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}