{"id":260527,"date":"2025-07-11T18:19:13","date_gmt":"2025-07-11T18:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/260527\/"},"modified":"2025-07-11T18:19:13","modified_gmt":"2025-07-11T18:19:13","slug":"wie-grossbritannien-seine-gaming-industrie-ernst-nimmt-im-gegensatz-zu-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/260527\/","title":{"rendered":"Wie Gro\u00dfbritannien seine Gaming-Industrie ernst nimmt \u2013 im Gegensatz zu Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Gro\u00dfbritannien hat einen neuen Schritt gemacht, den man in Deutschland seit Jahren nur ank\u00fcndigt: Die britische Regierung hat den UK Video Games Council ins Leben gerufen \u2013 ein unabh\u00e4ngiges Gremium, das k\u00fcnftig die politische und wirtschaftliche Strategie f\u00fcr die Gaming-Industrie des Landes mitgestalten soll. Mit dabei sind prominente K\u00f6pfe aus Studios wie <a href=\"https:\/\/playfront.de\/tag\/rebellion\/\" data-type=\"post_tag\" data-id=\"1195\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rebellion<\/a>, Chucklefish, Ustwo Games und Microsoft. Ein starkes Zeichen f\u00fcr eine Branche, die man dort nicht nur als Kulturgut, sondern als ernstzunehmenden Wirtschaftssektor versteht.<\/p>\n<p>Die Initiative geht zur\u00fcck auf Sir Chris Bryant, Minister f\u00fcr Kreativwirtschaft, Kunst und Tourismus. Er lie\u00df die Branche selbst entscheiden, wie sie vertreten sein will \u2013 und \u00fcbergab Verantwortung, statt nur warme Worte. Der Rat soll zweimal im Jahr mit der Regierung zusammentreffen und dabei konkrete Empfehlungen zur St\u00e4rkung der Branche geben.<\/p>\n<p>Ein klarer Plan und 30 Millionen Pfund auf dem Tisch<\/p>\n<p>Der Council ist Teil des \u201e<a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/publications\/creative-industries-sector-plan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Creative Industries Sector Plan<\/a>\u201c, den die britische Regierung bereits im Juni 2025 vorgestellt hatte. Enthalten ist ein Games Growth Package in H\u00f6he von 30 Millionen Pfund, das gezielt in Entwicklung, Bildung und Unternehmensf\u00f6rderung flie\u00dfen soll. Die Zusammensetzung des Rates \u2013 unter anderem mit Jason Kingsley (Rebellion), Tara Saunders (Larian) oder Maria Sayans (Ustwo) \u2013 zeigt, dass hier nicht nur Repr\u00e4sentation, sondern echte Expertise gefragt ist.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: In Deutschland wird seit Jahren \u00fcber die potenzielle St\u00e4rke des Standorts geredet. Doch in der Praxis m\u00fcssen Entwickler jedes F\u00f6rderprogramm einzeln durchklagen, b\u00fcrokratische H\u00fcrden meistern und mit veralteten politischen Denkmustern k\u00e4mpfen. Die Folge ist ein wachsender Standortnachteil, Talentschwund, und eine \u00f6ffentliche F\u00f6rderung, die eher Gnadenbrot als Wachstumsimpuls ist.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien macht vor, wie es geht<\/p>\n<p>Mit dem neuen Games Council hat Gro\u00dfbritannien verstanden, dass man die Gaming-Industry nicht einfach nur \u201efeiern\u201c kann \u2013 man muss sie auch strategisch unterst\u00fctzen. Und was in Gro\u00dfbritannien nun Form annimmt, ist in Kanada l\u00e4ngst Alltag. Dort profitiert die Gaming-Industrie seit Jahren von massiven Steuererleichterungen, staatlicher F\u00f6rderung und einem technologieoffenen Klima. Ubisoft, EA, Eidos \u2013 sie alle haben Studios in Montr\u00e9al oder Vancouver, weil die Rahmenbedingungen stimmen. Und weil man in Kanada verstanden hat, dass Games nicht nur Entertainment sind, sondern Jobs schaffen, Innovation treiben und Exportm\u00e4rkte \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Deutschland? Bleibt in Sonntagsreden stecken, w\u00e4hrend andere l\u00e4ngst vorangehen. Wer das ernst meint mit \u201eweltweit konkurrenzf\u00e4hig\u201c, muss aufh\u00f6ren zu reden \u2013 und anfangen zu handeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien hat einen neuen Schritt gemacht, den man in Deutschland seit Jahren nur ank\u00fcndigt: Die britische Regierung hat&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":260528,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-260527","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114835984556312153","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/260527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=260527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/260527\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/260528"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=260527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=260527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=260527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}