{"id":260786,"date":"2025-07-11T20:40:38","date_gmt":"2025-07-11T20:40:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/260786\/"},"modified":"2025-07-11T20:40:38","modified_gmt":"2025-07-11T20:40:38","slug":"landtag-schaltet-sich-wegen-islamwoche-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/260786\/","title":{"rendered":"Landtag schaltet sich wegen Islamwoche ein"},"content":{"rendered":"<p>Am Donnerstag hat sich der Bildungsausschuss des \u00a0Landtags von Schleswig-Holstein auf Antrag der FDP-Fraktion mit der umstrittenen Islamwoche an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t (CAU) besch\u00e4ftigt. Das berichten verschiedene Medien, darunter die Kieler Nachrichten und der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Die Studierendengruppe Islamische Hochschulgemeinde (IHG) Kiel hatte die Islamwoche Anfang Mai veranstaltet. In der Folge waren bei der Kieler Hochschule Beschwerden eingegangen, die islamistische, antisemitische und frauenfeindliche Vorf\u00e4lle beklagten. Bei der Ausschusssitzung sollten die Vorw\u00fcrfe gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Innenministerin Sabine S\u00fctterlin-Waack (CDU) bekr\u00e4ftigte laut Bericht des NDR im Ausschuss, dass verfassungsrechtlich bedenkliche Redner und B\u00fccher Teil der Veranstaltung waren: Zus\u00e4tzlich zu einem Redner, dem salafistische Tendenzen vorgeworfen werden und von dessen Einladung sich die IHG bereits am 26. Juni distanziert hat, seien laut Kieler Nachrichten zwei weitere Redner aufgetreten, die dem Verfassungsschutz zufolge der ultrakonservativen Lesart des Islam nahest\u00fcnden. Auch die IHG sei laut Verfassungsschutz &#8222;nicht frei von salafistischer Beeinflussung&#8220;. Entsprechend sei die Islamwoche der Hochschule im Vorfeld in der islamistischen und salafistischen Szene beworben worden.<\/p>\n<p>Kritik an der Hochschule<\/p>\n<p>Vor allem die Leitung der CAU sei bei der Ausschusssitzung in Kritik geraten, meldet die Tageszeitung (taz) am Freitag. Die Hochschule habe vor der Sitzung in einem Statement angek\u00fcndigt, ihr Verfahren zur Bewilligung von Veranstaltungen zu pr\u00fcfen. Vertreterinnen der Hochschule gaben allerdings laut Bericht des NDR vor dem Ausschuss an, dass es nicht m\u00f6glich sei, alle Veranstaltungen auf dem Campus zu kontrollieren.<\/p>\n<p>Der Verfassungsschutz war bereits im Vorfeld der Veranstaltung auf die Islamwoche aufmerksam geworden. Das berichtet die taz. Dieser habe den zust\u00e4ndigen Ministerien mitgeteilt, dass ein zur Islamwoche geladener Referent bedenkliche Positionen vertrete und vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet werde. Diese Information kam laut Bericht erst Wochen nach der Veranstaltung bei der Hochschule an. \u00a0<\/p>\n<p>War die Geschlechtertrennung nun fakultativ?<\/p>\n<p>Im Rahmen der Ausschusssitzung sei es nicht m\u00f6glich gewesen, alle Fragen zu kl\u00e4ren, berichtet die taz. So blieb beispielsweise unklar, ob die vorgeworfene Geschlechtertrennung w\u00e4hrend des Vortrags des umstrittenen Referenten konstant eingehalten wurde. W\u00e4hrend die IHG von einer fakultativen Geschlechtertrennung spricht, sei in den Sozialen Medien eine obligatorische Geschlechtertrennung bei diesem Vortrag angek\u00fcndigt worden.<\/p>\n<p>Bei einem Gespr\u00e4ch mit dem Vorstand der IHG sei au\u00dferdem klargeworden, dass dieser die Islamwoche nicht selbst organisiert habe, berichtete Professorin Catherine Cleophas, Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr digitale Transformation, Gleichstellung und Diversit\u00e4t an der CAU laut NDR. Die tats\u00e4chlich beteiligten Personen seien inzwischen bekannt und zum Gespr\u00e4ch mit der Hochschulleitung einbestellt. Ein Termin f\u00fcr das Gespr\u00e4ch stehe noch nicht fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Donnerstag hat sich der Bildungsausschuss des \u00a0Landtags von Schleswig-Holstein auf Antrag der FDP-Fraktion mit der umstrittenen Islamwoche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":260787,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1852],"tags":[712,79202,78597,3364,29,548,663,3934,30,13,78596,4949,1985,14,15,12,1971],"class_list":{"0":"post-260786","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kiel","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-bildungsausschuss","10":"tag-cau-kiel","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europe","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-islamwoche","19":"tag-kiel","20":"tag-landtag","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-schleswig-holstein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114836538833361199","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/260786","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=260786"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/260786\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/260787"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=260786"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=260786"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=260786"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}