{"id":261253,"date":"2025-07-12T01:08:14","date_gmt":"2025-07-12T01:08:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261253\/"},"modified":"2025-07-12T01:08:14","modified_gmt":"2025-07-12T01:08:14","slug":"aerzte-ohne-grenzen-warnen-vor-zunehmendem-hunger-im-gazastreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261253\/","title":{"rendered":"\u00c4rzte ohne Grenzen warnen vor zunehmendem Hunger im Gazastreifen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.07.2025 21:40 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Hilfsorganisation \u00c4rzte ohne Grenzen warnt vor einem starken Anstieg von Mangelern\u00e4hrung im Gazastreifen. Gleichzeitig wird die Suche nach Nahrung f\u00fcr die Menschen zur Gefahr. Fast 800 starben laut UN zuletzt in der N\u00e4he von Verteilzentren.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bev\u00f6lkerung im schwer umk\u00e4mpften Gazastreifen leidet der Organisation \u00c4rzte ohne Grenzen zufolge zunehmend Hunger. Ihre Teams vor Ort stellten &#8222;einen starken Anstieg der F\u00e4lle akuter Mangelern\u00e4hrung&#8220; in dem abgeriegelten K\u00fcstenstreifen fest, wie die Organisation mitteilte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Dies ist das erste Mal, dass wir ein solch schweres Ausma\u00df an Mangelern\u00e4hrung in Gaza beobachten&#8220;, zitierte die Mitteilung Mohammed Abu Mughaisib, den stellvertretenden medizinischen Koordinator von \u00c4rzte ohne Grenzen in Gaza. &#8222;Der Hunger der Menschen in Gaza ist gewollt, er kann morgen enden, wenn die israelischen Beh\u00f6rden die Einfuhr von Nahrungsmitteln in gro\u00dfem Umfang zulassen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn ihren beiden Gesundheitszentren in der Stadt Gaza und im K\u00fcstenort Al-Mawasi w\u00fcrden derzeit mehr als 700 schwangere und stillende Frauen und fast 500 Kinder mit schwerer und mittelschwerer Mangelern\u00e4hrung ambulant behandelt. In der Stadt Gaza sollen sich die Zahlen demnach in weniger als zwei Monaten fast vervierfacht haben: von 293 F\u00e4llen im Mai auf 983 F\u00e4lle Anfang Juli. Bei 326 F\u00e4llen handelt es sich demnach um Kinder im Alter zwischen 6 und 23 Monaten.<\/p>\n<p>    Kritik an Israel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Mangelern\u00e4hrung im Gazastreifen sei das Ergebnis bewusster Entscheidungen der israelischen Beh\u00f6rden, hie\u00df es in der Mitteilung weiter. Israel beschr\u00e4nke die Einfuhr von Nahrungsmitteln auf das lebensnotwendige Minimum und militarisiere die anschlie\u00dfende Verteilung. \u00c4rzte ohne Grenzen fordert deshalb dringend einen ungehinderten Zugang f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe, unter anderem f\u00fcr Nahrungsmittel und Medikamente und den Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael kontrolliert alle Zug\u00e4nge zum Gazastreifen und damit auch die Transportwege f\u00fcr jegliche humanit\u00e4re Hilfe. Im M\u00e4rz hatte es s\u00e4mtliche Hilfslieferungen blockiert und die Sperre erst Ende Mai ein wenig gelockert. Israel begr\u00fcndet die Drosselung der Hilfslieferungen damit, dass die Terrororganisation Hamas die G\u00fcter stehlen w\u00fcrde. Beweise daf\u00fcr gibt es laut UN-Organisationen keine.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Suche nach Lebensmitteln wird f\u00fcr die Menschen im Gazastreifen zunehmend zur Gefahr. Seit Ende Mai sind nach Angaben der Vereinten Nationen fast 800 Hilfe suchende Menschen in der N\u00e4he von Verteilzentren get\u00f6tet worden. Zwischen dem 26. Mai und dem 7. Juli seien allein in der N\u00e4he von Verteilzentren der umstrittenen Privatstiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) 615 Menschen get\u00f6tet worden, sagte die Sprecherin von UN-Menschenrechtskommissar Volker T\u00fcrk, Ravina Shamdasani. Weitere 183 Menschen seien &#8222;vermutlich auf den Routen der Hilfskonvois&#8220; der UN und anderer Hilfsorganisationen get\u00f6tet worden, f\u00fcgte Shamdasani hinzu.<\/p>\n<p>    UN: Meiste Tote durch Schussverletzungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInsgesamt seien somit fast 800 Menschen &#8222;beim Versuch, Zugang zu Hilfe zu erhalten&#8220;, get\u00f6tet worden, sagte Shamdasani. Die meisten der Verletzungen seien Schussverletzungen gewesen, hie\u00df es weiter.\u00a0 Shamdasani betonte, dass das UN-Menschenrechtsb\u00fcro wiederholt &#8222;ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Grunds\u00e4tze des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts&#8220; im Gaza-Krieg ge\u00e4u\u00dfert habe. Es sei &#8222;inakzeptabel&#8220;, dass Menschen dort, wo sie f\u00fcr lebenswichtige G\u00fcter wie Essen und Medikamente anst\u00fcnden, angegriffen w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie israelische Armee machte die Hamas f\u00fcr die Sch\u00fcsse auf Zivilisten in der Umgebung der Verteilzentren verantwortlich. Heute erkl\u00e4rte die Armee als Reaktion auf den Bericht der Vereinten Nationen, Lehren aus den t\u00f6dlichen Vorf\u00e4lle gezogen zu haben. Die Vorf\u00e4lle in der N\u00e4he der Ausgabestellen w\u00fcrden untersucht. Es habe au\u00dferdem Bem\u00fchungen gegeben, durch das Aufstellen von Z\u00e4unen und Schildern, die \u00d6ffnung zus\u00e4tzlicher Wege sowie durch andere Ma\u00dfnahmen das Gebiet neu zu organisieren, teilte die israelische Armee mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie von Israel und den USA unterst\u00fctzte GHF-Stiftung hatte gestern erkl\u00e4rt, bislang mehr als 69 Millionen Mahlzeiten verteilt zu haben. Den Vorwurf von t\u00f6dlichen Schie\u00dfereien in der unmittelbaren N\u00e4he ihrer Verteilzentren bestritt die Stiftung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach der Aufhebung der israelischen Blockade nahm die GHF ihre Arbeit auf und er\u00f6ffnete vier Verteilzentren im S\u00fcden und im Zentrum des Pal\u00e4stinensergebiets. Die UN und gro\u00dfe Hilfsorganisationen verweigern die Kooperation mit der Stiftung. Sie werfen ihr vor, sich nach den Pl\u00e4nen der israelischen Armee auszurichten und damit gegen grundlegende humanit\u00e4re Prinzipien zu versto\u00dfen. Mehrere Hilfsorganisation, darunter \u00c4rzte ohne Grenzen und Save the Children, forderten zuletzt, dass die GHF ihre Arbeit einstellen und die Verteilung von Hilfsg\u00fctern wieder von der UN koordiniert werden soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.07.2025 21:40 Uhr Die Hilfsorganisation \u00c4rzte ohne Grenzen warnt vor einem starken Anstieg von Mangelern\u00e4hrung im Gazastreifen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":261254,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,739,30,13,8535,14,15,12],"class_list":{"0":"post-261253","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-gaza","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hunger","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114837592749582954","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=261253"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261253\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/261254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=261253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=261253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=261253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}