{"id":261392,"date":"2025-07-12T02:25:24","date_gmt":"2025-07-12T02:25:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261392\/"},"modified":"2025-07-12T02:25:24","modified_gmt":"2025-07-12T02:25:24","slug":"frankreich-ermittelt-gegen-x-wegen-mutmasslicher-manipulation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261392\/","title":{"rendered":"Frankreich ermittelt gegen X wegen mutma\u00dflicher Manipulation"},"content":{"rendered":"<p>Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen das soziale Netzwerk X (ehemals Twitter) und dessen Leitung eingeleitet. Der Verdacht lautet auf Manipulation des X-Algorithmus zum Zweck ausl\u00e4ndischer Einflussnahme, wie die Pariser Staatsanw\u00e4ltin am Freitag mitteilte.<\/p>\n<p>Die Pariser Staatsanw\u00e4ltin Laure Beccuau gab am Freitag bekannt, nach Abschluss der Vorermittlungen die weiteren Ermittlungen am Mittwoch an die Nationalgendarmerie \u00fcbergeben zu haben. Dabei richten sich die Ermittlungen sowohl gegen das Unternehmen X als juristische Person als auch gegen die Unternehmensf\u00fchrung. Den Namen von CEO Elon Musk nannte die Staatsanw\u00e4ltin dabei aber nicht explizit.<\/p>\n<p>Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei schwerwiegende Anklagepunkte:\u00a0\u201e\u00c4nderung der Funktionsweise\u201c\u00a0und\u00a0\u201ebetr\u00fcgerische Datenbeschaffung\u201c\u00a0aus einem Computersystem\u00a0\u201eim Rahmen einer organisierten Bande\u201c, wie die franz\u00f6sische Le Monde berichtet. Dabei handelt es sich laut Le Monde um zwei schwere Straftaten des Computerhackings, f\u00fcr die das franz\u00f6sische Strafgesetzbuch bis zu zehn Jahre Gef\u00e4ngnis und eine Geldstrafe von 300.000 Euro vorsieht. Ausgangspunkt waren zwei Hinweise vom J\u00e4nner. Sie betrafen den mutma\u00dflichen Einsatz des Algorithmus von X zur gezielten Beeinflussung \u00f6ffentlicher Debatten in Frankreich.<\/p>\n<p>Vorwurf: Algorithmus bevorzugt rechtsextremen Content<\/p>\n<p>Ein Hinweis kam von dem nationalen Abgeordneten und Digitalexperten \u00c9ric Bothorel der Mitte-Rechts-Partei Renaissance. Er verwies auf \u201ealgorithmische Ver\u00e4nderungen\u201c seit der Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk 2022 sowie auf einen R\u00fcckgang der Meinungsvielfalt. Die Plattform X entferne sich von ihrem Ziel, \u201eein sicheres und respektvolles Umfeld\u201c zu schaffen, und treffe Moderationsentscheidungen zunehmend intransparent. Auch Musks direkte Eingriffe in die Plattformf\u00fchrung seien bedenklich und k\u00f6nnten die Demokratie gef\u00e4hrden. <\/p>\n<p>Konkret geht es laut Le Monde um den Vorwurf, der Algorithmus von X sei so ver\u00e4ndert worden, dass rechtsextreme Themen sowie Kandidaten rechtsextremer Parteien bei den j\u00fcngsten Wahlen in Europa mehr Sichtbarkeit bekamen. <\/p>\n<p>Laut der Satirezeitung \u201eCanard encha\u00een\u00e9\u201c stammte der zweite Hinweis von einem Cybersicherheitsverantwortlichen aus dem Staatsdienst. Er meldete eine \u201etiefgreifende Ver\u00e4nderung\u201c des Algorithmus, der mittlerweile in gro\u00dfem Umfang hasserf\u00fcllte, rassistische und homophobe Inhalte verbreite, mit dem Effekt, den demokratischen Diskurs zu verzerren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen das soziale Netzwerk X (ehemals Twitter) und dessen Leitung eingeleitet. 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