{"id":261534,"date":"2025-07-12T03:45:13","date_gmt":"2025-07-12T03:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261534\/"},"modified":"2025-07-12T03:45:13","modified_gmt":"2025-07-12T03:45:13","slug":"macron-und-starmer-handeln-migrationsdeal-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261534\/","title":{"rendered":"Macron und Starmer handeln Migrationsdeal aus"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Frankreich und Grossbritannien wollen Bootsfl\u00fcchtlinge k\u00fcnftig im Verh\u00e4ltnis \u00abeiner rein, einer raus\u00bb behandeln. Das Pilotprojekt erinnert an den EU-T\u00fcrkei-Deal.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Bootsmigranten an der Kanalk\u00fcste nahe Wimereux, Nordfrankreich. Aufnahme vom September 2024.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"5197\" height=\"3465\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/8ff9a969-3c51-45f1-9496-f8a3ba71c99c.jpeg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Bootsmigranten an der Kanalk\u00fcste nahe Wimereux, Nordfrankreich. Aufnahme vom September 2024. <\/p>\n<p>Benoit Tessier \/ Reuters<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivslmkjk0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Keir Starmer und Emmanuel Macron z\u00e4hlen derzeit nicht gerade zu den popul\u00e4rsten Staats- und Regierungschefs. In Grossbritannien liegt die Zustimmung f\u00fcr den Labour-Premierminister <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ipsos.com\/en-uk\/starmer-remains-ahead-farage-head-head-who-would-make-best-pm-majority-britons-unsure-what-he\" rel=\"nofollow noopener\">bei lediglich 24 Prozent<\/a>. In Frankreich erreicht Pr\u00e4sident Macron <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.tf1info.fr\/politique\/sondage-la-tribune-dimanche-ipsos-les-cotes-de-popularite-d-emmanuel-macron-et-francois-bayrou-chutent-lourdement-en-juin-2377083.html\" rel=\"nofollow noopener\">sogar nur 21 Prozent<\/a>. Beiden M\u00e4nnern sitzen mit dem rechtsnationalen Rassemblement national (RN) von Marine Le Pen und der rechten Reform-UK-Partei von Nigel Farage jeweils lautstarke Gegner im Nacken, die von keinem Thema so sehr profitieren wie von der ungesteuerten Migration.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Und tats\u00e4chlich: Zum Abschluss von Macrons dreit\u00e4gigem Staatsbesuch im Nachbarland einigten sich beide Regierungen am Donnerstag unerwartet auf ein gemeinsames Pilotprojekt.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivsoc7dl0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Zum ersten Mal sollen demnach Migranten, die \u00fcber den \u00c4rmelkanal illegal nach Grossbritannien gelangen und dort aufgegriffen werden, nach Frankreich zur\u00fcckgebracht werden k\u00f6nnen. Im Gegenzug darf f\u00fcr jede zur\u00fcckgef\u00fchrte Person eine andere legal ins Vereinigte K\u00f6nigreich einreisen. Das Modell der Schlepperbanden werde so nachhaltig untergraben, sagte Macron. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.thetimes.com\/uk\/politics\/article\/one-in-one-out-deal-will-pull-migrants-to-calais-says-mayor-sctb9sxt0\" rel=\"nofollow noopener\">\u00abOne in, one out\u00bb (Einer rein, einer raus) nennt die britische Presse das Prinzip.<\/a> Starmer lobte es als \u00abbahnbrechend\u00bb.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivsjv03d0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der britische Premierminister und sein Gast betonten, dass das Projekt vorl\u00e4ufig nur eine geringe Zahl von Migranten betreffen werde. Es sei ein erster Schritt, hiess es. Aber wom\u00f6glich einer mit Signalwirkung, da erstmals ein legaler und sicherer Weg f\u00fcr Asylantr\u00e4ge geschaffen werde, der Menschen davon abhalten k\u00f6nne, die gef\u00e4hrliche \u00dcberfahrt \u00fcber den \u00c4rmelkanal zu wagen, bei der es immer wieder zu Todesf\u00e4llen komme. Wie viele Migranten Grossbritannien genau wieder zur\u00fcckschicken darf, liessen Starmer und Macron offen. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.lesechos.fr\/monde\/europe\/la-visite-demmanuel-macron-au-royaume-uni-se-conclut-avec-un-accord-sur-les-migrants-2175973\" rel=\"nofollow noopener\">In franz\u00f6sischen Zeitungen hiess es, es sollten um die 50 pro Woche sein<\/a>.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivsjv03e1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das Abkommen sieht auch vor, dass Frankreich weitere finanzielle Mittel erhalte (ein genauer Betrag wurde nicht genannt); zus\u00e4tzlich zu den bereits von London gezahlten 760 Millionen Euro zur Finanzierung von \u00dcberwachungsanlagen und Massnahmen gegen illegale Migration. An der grunds\u00e4tzlichen Aufgabenteilung zwischen den beiden L\u00e4ndern \u00e4ndert sich nichts. Frankreich bleibt weiterhin daf\u00fcr zust\u00e4ndig, Migranten noch vor der \u00dcberfahrt an der eigenen K\u00fcste zu stoppen. In Paris verwies man bis anhin darauf, dass dies in der Praxis nicht immer m\u00f6glich sei. So d\u00fcrfen franz\u00f6sische Sicherheitskr\u00e4fte Migrantenboote in K\u00fcstenn\u00e4he in der Regel nur dann aufhalten, wenn ein Fall von akuter Seenot vorliegt. Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau will das \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Abkommen wie mit der T\u00fcrkei?<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivsr3e390\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das Abkommen erinnert an eine Vereinbarung, die nach der Fl\u00fcchtlingskrise 2015\/2016 mit der T\u00fcrkei ausgehandelt wurde. Diese sah vor, dass die t\u00fcrkische Regierung alle Migranten zur\u00fccknehmen sollte, die irregul\u00e4r auf die griechischen Inseln gelangt waren, w\u00e4hrend sich die EU im Gegenzug bereit erkl\u00e4rte, f\u00fcr jeden zur\u00fcckgeschickten Syrer einen anderen syrischen Fl\u00fcchtling legal aus der T\u00fcrkei aufzunehmen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivsruche1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Funktioniert hat das allerdings nur zum Teil, weil viele Migranten nach ihrer Ankunft in Griechenland zun\u00e4chst ein Asylverfahren durchlaufen durften und eine R\u00fcckf\u00fchrung erst nach einer Ablehnung m\u00f6glich war. Auch beim \u00c4rmelkanal-Deal sollen die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten mitreden d\u00fcrfen. Macron k\u00fcndigte an, das Abkommen in Br\u00fcssel vorzustellen und rechtlich pr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankreich und Grossbritannien wollen Bootsfl\u00fcchtlinge k\u00fcnftig im Verh\u00e4ltnis \u00abeiner rein, einer raus\u00bb behandeln. 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