{"id":26159,"date":"2025-04-12T14:01:09","date_gmt":"2025-04-12T14:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/26159\/"},"modified":"2025-04-12T14:01:09","modified_gmt":"2025-04-12T14:01:09","slug":"zollstreit-kalifornien-will-folgen-des-zollstreits-mindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/26159\/","title":{"rendered":"Zollstreit: Kalifornien will Folgen des Zollstreits mindern"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.04.2025 14:34 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Kaliforniens demokratischer Gouverneur Newsom will die Folgen von Trumps Zollpolitik abschw\u00e4chen. Die gro\u00dfe Frage ist: Wie macht er das, ohne Trump zu sehr zu reizen? Und steckt noch mehr dahinter?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/reinhard-spiegelhauer-106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Reinhard Spiegelhauer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/reinhard-spiegelhauer-108.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>\n                    Donald Trumps Z\u00f6lle stehen nicht f\u00fcr alle Amerikaner, schon gar nicht f\u00fcr diejenigen, die ich repr\u00e4sentiere &#8211; hier in Kalifornien, der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dften Wirtschaft weltweit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo \u00e4u\u00dferte sich Gouverneur Gavin Newsom j\u00fcngst in den Sozialen Medien. Der Demokrat hat viele Gr\u00fcnde daf\u00fcr, Angst vor den Auswirkungen extremer Z\u00f6lle und vor einem Wirtschaftskrieg zu haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn es stimmt, dass Kalifornien eine Wirtschaftsmacht ist. Der Bundesstaat hat mit 14 Prozent den gr\u00f6\u00dften Anteil am US-Bruttoinlandsprodukt. Mehr als vier Billionen Dollar hat Kalifornien 2024 erwirtschaftet. Ein gr\u00f6\u00dferes Bruttoinlandsprodukt hatten nur die USA (ohne Kalifornien), China, Deutschland und Japan.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinen gro\u00dfen Anteil an Kaliforniens Wirtschaftsleistung habe der Au\u00dfenhandel, sagte Politico-Wirtschaftsredakteur Jeremy B. White beim Fernsehsender Fox. Der Sender gilt als Hauskanal der Republikaner. &#8222;Kalifornien ist ein gro\u00dfer Lebensmittelexporteur, und einige der gr\u00f6\u00dften US-H\u00e4fen liegen dort&#8220;, erkl\u00e4rte White. Eine Reihe von Sektoren sei unmittelbar von extremen Z\u00f6llen betroffen. Die wirtschaftlichen Folgen abzumildern, m\u00fcsse im Interesse des Gouverneurs liegen.\u00a0<\/p>\n<p>    Auswirkungen auf Filmbusiness und Techbranche<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnteil am Au\u00dfenhandel haben auch das Filmbusiness und der Tourismus. Dass im M\u00e4rz deutlich weniger Menschen in die USA reisten als im Vorjahr, f\u00fchren Beobachter auch auf die Politik Donald Trumps zur\u00fcck. Im Techbereich geht es sowohl um Dienstleistungen als auch um Produkte: Fachleute gehen derzeit beispielsweise davon aus, dass Apple die Preise f\u00fcr neue Produkte wegen der Z\u00f6lle m\u00f6glicherweise deutlich anheben wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin anderes Paradebeispiel f\u00fcr drohende Folgen sei die Landwirtschaft, sagte Max Gorden vom Fox Business Channel: Kalifornien exportiere mehr Lebensmittel als jeder andere US-Bundesstaat. Newsom sei daher generell in Sorge, &#8222;besonders aber, weil Mandeln in den USA exklusiv in Kalifornien angebaut werden und die wichtigste Exportfrucht sind&#8220;, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>    Kalifornische Mandelproduktion in Gefahr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Mandelproduzenten in Kalifornien hatten schon 2018 mit Verlusten durch Z\u00f6lle zu k\u00e4mpfen, die China verh\u00e4ngt hatte. Damals ging es um knapp eine Milliarde Dollar. Nach den j\u00fcngsten Trump-Ank\u00fcndigungen h\u00e4tten bereits wichtige Abnehmer neue Z\u00f6lle angek\u00fcndigt, die den Absatz oder die Gewinnspanne schm\u00e4lern k\u00f6nnten, sagte Gorden. &#8222;Die wichtigsten Abnehmer sind die EU, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, China und Japan &#8211; die EU und China planen schon Gegenz\u00f6lle.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas m\u00fcsse aber nicht sein, sagt dazu Kaliforniens Gouverneur. Kalifornien sei &#8211; im Gegensatz zum wechselhaften Donald Trump &#8211; weiterhin ein verl\u00e4sslicher Handelspartner und an partnerschaftlichen Beziehungen interessiert: &#8222;Wir wertsch\u00e4tzen den internationalen Handel. Wir hoffen darauf, diese Beziehungen weiter zu st\u00e4rken&#8220;, betont Newsom und sendet auch seinen Handelspartnern eine klare Botschaft: &#8222;Kalifornien bleibt eine stabile Kraft, und wir hoffen, dass sie das in Bezug auf Produkte aus Kalifornien ber\u00fccksichtigen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKonkret bittet Newsom die ausl\u00e4ndischen Handelspartner, kalifornische Erzeugnisse und Dienstleistungen von Gegenz\u00f6llen auszunehmen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Newsom hat eigene M\u00f6glichkeiten, aber begrenzt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHei\u00dft das wiederum, dass deutsche Erzeugnisse, die in Kalifornien auf den Markt kommen, umgekehrt von den Trumps Z\u00f6llen verschont bleiben k\u00f6nnten? Kalifornien habe in der Vergangenheit sehr wohl schon eigene Interessen gegen\u00fcber Washington durchgesetzt, sagt Politico-Redakteur Jeremy B. White. &#8222;Wir haben das auch in der ersten Trump-Legislatur gesehen, als Kalifornien mit den Autoherstellern strengere Schadstoffgrenzwerte ausgehandelt hat.&#8220; Z\u00f6lle seien eine komplexe Angelegenheit, doch zugleich sei es g\u00e4ngige Praxis, dass Kalifornien anders handle als Washington.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZ\u00f6lle sind tats\u00e4chlich eine komplexe Angelegenheit &#8211; einerseits. Andererseits ist es ganz einfach: Z\u00f6lle werden von der Administration in Washington festgesetzt, f\u00fcr alle Bundesstaaten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNewsom hat also eigene M\u00f6glichkeiten. Die bestehen etwa darin, die Folgen des Zollstreits mit Geld aus der Staatskasse abzufedern, so dass die Preissteigerungen f\u00fcr importierte Waren und Dienstleistungen ged\u00e4mpft werden, Exporteure weniger Umsatzeinbu\u00dfen haben oder die Gewinnmarge weniger geschm\u00e4lert wird. Das allerdings kann sich Kalifornien &#8211; trotz Wirtschaftsst\u00e4rke &#8211; nicht unbedingt leisten. Denn abgesehen von der Frage, wie das zu finanzieren w\u00e4re, werden rund 30 Prozent des Haushaltes mit Geld vom Bund bestritten &#8211; und Trump k\u00f6nnte Kalifornien das Leben \u00fcber diesen Hebel sehr schwer machen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Donald Trump und sein Umfeld haben nach den Waldbr\u00e4nden von Los Angeles schon damit gedroht, Hilfen f\u00fcr den Brandschutz zu streichen &#8211; das macht definitiv vielen im kalifornischen Parlament gro\u00dfe Sorge&#8220;, sagt Politico-Redakteur White. Es gehe nun darum abzuw\u00e4gen &#8222;wann man lieb ist und wann man dagegenh\u00e4lt&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>    Bringt Newsom sich f\u00fcr 2028 in Stellung?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMan darf Newsom abnehmen, dass er generell f\u00fcr eine andere Politik steht als Trump. Vielleicht geht es dem Gouverneur bei seinen j\u00fcngsten Statements auch darum, sich f\u00fcr eine m\u00f6gliche Pr\u00e4sidentschaftskandidatur 2028 in Stellung zu bringen. Nach dem Motto: Trump bringt nicht wie versprochen die Preise runter und die Wirtschaft nach vorn, sondern umgekehrt.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit ein paar Monaten hat Newsom einen eigenen Podcast, in dem er sich mit Freund und Feind im Gespr\u00e4ch pr\u00e4sentiert &#8211; wohl auch, um Menschen in anderen Bundesstaaten neugierig zu machen, f\u00fcr die Kalifornien mit seiner zum Teil sehr progressiven Politik zum regelrechten Feindbild geworden ist. In der j\u00fcngsten Folge ging es um die Frage, ob der von Trump ausgerufene &#8222;Tag der Befreiung&#8220; nicht eher &#8222;Tag der Rezession&#8220; sei.\u00a0<\/p>\n<p>    Oppositionsarbeit, ohne Trump zu reizen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNewsom wird seit Jahren als m\u00f6glicher Pr\u00e4sidentschaftskandidat der Demokraten gehandelt. Und da er nicht erneut als Gouverneur kandidieren darf, versucht er jetzt gleich in mehrfacher Hinsicht, beides hinzubekommen: Opposition zu betreiben &#8211; und keine Strafma\u00dfnahmen zu provozieren. Oder wie Politico-Redakteur White es formuliert: Kaliforniens Interessen nach vorne zu bringen, ohne Trump zu reizen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZugleich versucht Newsom einen weiteren Spagat: Einerseits will er gesellschaftliche Errungenschaften sch\u00fctzen, andererseits Umfragen Rechnung tragen, wonach viele die kalifornische Politik f\u00fcr zu liberal halten. Vor ziemlich genau einem Monat sagte er in seinem Podcast, Transpersonen verdienten zwar Schutz, aber wenn trans Athletinnen in Frauensport-Wettbewerben antr\u00e4ten, dann sei das einfach unfair.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNur wenige Tage zuvor hatte Trump eine Exekutivorder unterschrieben, um trans Athletinnen vom Frauensport auszuschlie\u00dfen.\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.04.2025 14:34 Uhr Kaliforniens demokratischer Gouverneur Newsom will die Folgen von Trumps Zollpolitik abschw\u00e4chen. 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