{"id":261934,"date":"2025-07-12T07:34:10","date_gmt":"2025-07-12T07:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261934\/"},"modified":"2025-07-12T07:34:10","modified_gmt":"2025-07-12T07:34:10","slug":"genervte-anwohner-weitere-invasive-ameisenart-im-suedwesten-unterwegs-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/261934\/","title":{"rendered":"Genervte Anwohner &#8211; Weitere invasive Ameisenart im S\u00fcdwesten unterwegs &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"teaserText\" data-schema-org-speakable=\"true\">Erst wurde das badische Kehl von Ameisen geplagt, nun macht eine weitere invasive Ameisenart Schlagzeilen: Sie wurde aktuell in Karlsruhe nachgewiesen und nervt die Anwohner geh\u00f6rig.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Karlsruhe (dpa\/lsw) &#8211; Die Stadt Karlsruhe wird von einer Ameisenplage heimgesucht. Im Stadtteil Knielingen sind zahllose Exemplare der bisher dort noch nie festgestellten invasiven Art Lasius negelctus (Vergessene Wegameise) unterwegs.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Anwohner klagten zwar seit Jahren \u00fcber wiederkehrende Ameiseninvasionen auf Terrassen, Stra\u00dfen, B\u00e4umen und M\u00fclleimern &#8211; dass es sich dabei um die Vergessene Wegameise handelte, sei aber nicht bekannt gewesen, erl\u00e4uterte Ameisenforscher Manfred Verhaagh. Die Kommune hatte ihn zu Rate gezogen, als die Plage in diesem Jahr besonders schlimm wurde. Zuvor hatte der SWR berichtet.<\/p>\n<p>Ist diese Ameise v\u00f6llig unbekannt?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Unbekannt sind die Vergessenen Wegameisen in Deutschland nicht. Seit Ende der 90er Jahre seien sie bundesweit bereits in rund 15 Kommunen nachgewiesen worden; erstmals in Jena im Botanischen Garten. Im S\u00fcdwesten wurde sie im Jahr 2017 in Ludwigsburg nachgewiesen, dann folgten Bad S\u00e4ckingen und Wehr (beide Kreis Waldshut) im Jahr 2018 beziehungsweise 2023 &#8211; und nun in Karlsruhe.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Der Ameisenexperte Verhaagh war zun\u00e4chst davon ausgegangen, es handele sich in Karlsruhe-Knielingen um die Ameisenart Tapinoma magnum, die im S\u00fcdwesten seit 2009 an verschiedenen Orten dokumentiert ist und zuletzt die Stadt Kehl in Verzweiflung versetzt hatte. Dort waren die schwarzen Insekten in H\u00e4user eingefallen, l\u00f6sten Ausf\u00e4lle von Strom und Internet aus und zerst\u00f6rten Fugen einer Gartenmauer.\u00a0<\/p>\n<p>Superkolonien k\u00f6nnen bedrohlich werden<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Tapinoma magnum gibt es zwar auch in Karlsruhe in betr\u00e4chtlicher Zahl, sagte Verhaagh. Aktuell mache aber der Befall von G\u00e4rten und Wohnung durch Lasius neglectus den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern ganz besonders zu schaffen. Die Stadt Karlsruhe steht nach Worten eines Sprechers in st\u00e4ndigem Kontakt mit Experten und anderen betroffenen Kommunen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Kolonien der Wegameise seien im Laufe der Jahre in Karlsruhe offensichtlich immer gr\u00f6\u00dfer geworden. \u201eIrgendwann ist dann die schiere Menge der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Tiere\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tiere<\/a> bedenklich\u201c, sagte der Experte. Sie kletterten jeden Baum auf und ab und bewanderten Stra\u00dfen und Terrassen in dem Stadtteil. Auch sie k\u00f6nnen &#8211; \u00e4hnlich wie Tapinoma &#8211; Gehweg- oder Terrassenplatten mit ihren G\u00e4ngen unterh\u00f6hlen. Wie gro\u00df die Karlsruher Kolonien seien, k\u00f6nne er noch nicht absch\u00e4tzen.\u00a0<\/p>\n<p>Invasive Ameisen schwer zu bek\u00e4mpfen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Wegameise sei \u00e4hnlich schwer zu bek\u00e4mpfen wie Tapinoma magnum: \u201eAmeisenk\u00f6der k\u00f6nnen helfen, hei\u00dfes Wasser auch\u201c, sagte Verhaagh. So werden in Kehl gegen Tapinoma magnum schon spezielle Hei\u00dfwasserger\u00e4te eingesetzt.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Letztlich aber sei den Tieren nur mit gro\u00dfem personellem Einsatz beizukommen. Die Wegameise sei aber zumindest weniger bissig und etwas frostempfindlicher als ihre \u201eKonkurrentin\u201c Tapinoma magnum.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u201eNur ein gemeinsames Vorgehen f\u00fchrt zum Ziel\u201c, sagte ein Karlsruher Stadtsprecher. Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit zwischen \u00f6ffentlichen Stellen und privaten Grundst\u00fccksbesitzern. \u201eZiel ist es, die Ausbreitung der gebietsfremden Ameisenart einzud\u00e4mmen, vorhandene Kolonien zu vertreiben und dauerhaft zu bek\u00e4mpfen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250712-930-789115\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erst wurde das badische Kehl von Ameisen geplagt, nun macht eine weitere invasive Ameisenart Schlagzeilen: Sie wurde aktuell&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":261935,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1844],"tags":[1634,3364,29,5348,30,8903,79372,5027,4338,149,2631,1886,591],"class_list":{"0":"post-261934","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-karlsruhe","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-educateme","12":"tag-germany","13":"tag-karlsruhe","14":"tag-knielingen-ort-der-ameisenplage","15":"tag-kommune","16":"tag-notfall","17":"tag-sueddeutsche-zeitung","18":"tag-tier","19":"tag-tiere","20":"tag-wissen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114839110627456494","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=261934"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261934\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/261935"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=261934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=261934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=261934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}