{"id":262168,"date":"2025-07-12T09:42:10","date_gmt":"2025-07-12T09:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/262168\/"},"modified":"2025-07-12T09:42:10","modified_gmt":"2025-07-12T09:42:10","slug":"60-millionen-fuer-700-meter-lohnt-sich-der-bau-dieser-tram-linie-in-muenchen-noch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/262168\/","title":{"rendered":"60 Millionen f\u00fcr 700 Meter \u2013 lohnt sich der Bau dieser Tram-Linie in M\u00fcnchen noch?"},"content":{"rendered":"<p>Im Herbst 2023 h\u00e4tte alles losgehen sollen. Damals wollte die MVG mit dem Bau der neuen Tram zum Bahnhof in Johanneskirchen beginnen. Doch weil die Genehmigung fehlte, stoppte die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/regierung-von-oberbayern\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Regierung von Oberbayern<\/a> die Baustelle. Heute, zwei Jahre sp\u00e4ter, ist die MVG offensichtlich keinen Schritt weiter. Eigentlich h\u00e4tte am Freitagvormittag ein Er\u00f6rterungstermin stattfinden sollen. Dieser ist ein wichtiger Bestandteil eines Planfeststellungsverfahrens, bei dem alle Beteiligten Einw\u00e4nde und Stellungnahmen diskutieren. Erst wenn die Regierung von Oberbayern den Planfeststellungsbescheid erteilt hat, kann der Bau losgehen. Doch sie sagte den Termin am Donnerstag kurzfristig ab.<\/p>\n<p>Der MVG seien keine Gr\u00fcnde mitgeteilt worden, sagte ein Sprecher der AZ. &#8222;F\u00fcr uns kam die Absage \u00fcberraschend.\u201c Laut der Regierung von Oberbayern sei der Termin wegen neuer Informationen, insbesondere neuer Gutachten (etwa zum L\u00e4rmschutz und Verkehrsprognosen) abgesagt worden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/design\/images\/muc_silhouette_short.svg\"\/><\/p>\n<p>Haben die Stadtwerke einen Fehler gemacht?<\/p>\n<p>Zuvor hatten der \u00f6rtliche CSU-Landtagsabgeordnete Robert Brannek\u00e4mper und sein Anwalt Benno Ziegler darauf gepocht, dass der Termin abgesagt wird. Beide k\u00e4mpfen von Anfang an gegen das Projekt. Der Abgeordnete und der Anwalt hatten bei der Regierung moniert, dass die Stadtwerke l\u00fcckenhafte Verkehrsgutachten vorgelegt h\u00e4tten. Erst am Montag h\u00e4tten die Stadtwerke (zu denen die MVG geh\u00f6rt) ihnen ein neues Verkehrskonzept zukommen lassen, sagt Rechtsanwalt Ziegler. Es sei nicht m\u00f6glich, das innerhalb weniger Tage zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Ziegler ist \u00fcberzeugt, dass die Stadtwerke bei ihrem Antrag f\u00fcr die Tram einen grunds\u00e4tzlichen Fehler gemacht haben: Eigentlich sollte die Tram zum Bahnhof Johanneskirchen nur ein kleiner Abschnitt der rund 13 Kilometer langen Tram-Nordtagente sein. Doch die wird wohl nie gebaut. Der Freistaat stoppte den Abschnitt durch den Englischen Garten. Die Stadt verabschiedete sich danach von dem Abschnitt durch Schwabing. \u00dcbrig bleiben die 700 Meter in Johanneskirchen. Rechtsanwalt Ziegler ist \u00fcberzeugt, dass die Stadtwerke daf\u00fcr einen komplett neuen Antrag mit neuen Fahrgastprognosen h\u00e4tten einreichen m\u00fcssen. Doch das sei nicht geschehen.<\/p>\n<p>Ein MVG-Sprecher best\u00e4tigt, dass bei den Fahrgastprognosen noch immer die l\u00e4ngere Tram-Nordtangente die Grundlage ist. Allerdings habe die Regierung nie darauf hingewiesen, dass die Stadtwerke einen ganz neuen Antrag stellen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist ein St\u00fcck Tram, das M\u00fcnchen gut brauchen kann&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es ist nur noch peinlich\u201c, sagt CSU-Stadtrat Fabian Ewald. Er findet ebenso wie Brannek\u00e4mper, dass die Stadt die 60 Millionen f\u00fcr die 700 Meter lange Strecke an anderer Stelle besser investieren k\u00f6nnte. Mit einer Anfrage will er nun herausfinden, welche Fehler die Stadtwerke in dem Verfahren gemacht haben.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Stadtrat Paul Bickelbacher bleibt dabei: &#8222;Das ist ein St\u00fcck Tram, das M\u00fcnchen gut brauchen kann.\u201c Schlie\u00dflich w\u00fcrden sich die Fahrgastzahlen im Vergleich zum Bus um 50 Prozent erh\u00f6hen. Er weist au\u00dferdem darauf hin, dass die Regierung von Oberbayern schlie\u00dflich eine von der <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/csu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CSU<\/a> dominierte Beh\u00f6rde sei: &#8222;Ich wei\u00df nicht, wie neutral die ist.\u201c<\/p>\n<p>&#8222;Man k\u00f6nnte vermuten, dass auch politische Interessen hinter der Absage stecken\u201c, sagt auch SPD-Chefin Anne H\u00fcbner. Ein uneingeschr\u00e4nktes Bekenntnis zu der Tram Johanneskirchen erteilt sie allerdings nicht: &#8222;Am Ende muss der Stadtrat im Rahmen seiner finanziellen M\u00f6glichkeiten entscheiden.\u201c Und damit der Stadtrat abw\u00e4gen kann, sei es wichtig, die Planungen zu beenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Herbst 2023 h\u00e4tte alles losgehen sollen. 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