{"id":262210,"date":"2025-07-12T10:04:09","date_gmt":"2025-07-12T10:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/262210\/"},"modified":"2025-07-12T10:04:09","modified_gmt":"2025-07-12T10:04:09","slug":"urlaub-mit-dem-e-auto-wie-dicht-ist-das-deutsche-ladenetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/262210\/","title":{"rendered":"Urlaub mit dem E-Auto: Wie dicht ist das deutsche Ladenetz?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.07.2025 11:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mit dem E-Auto nach Sylt, R\u00fcgen oder Oberstdorf? Dank dichter Schnelllade-Infrastruktur ist das heute meist kein Problem mehr. Eine SWR-Datenanalyse zeigt, wo es auf der Urlaubsreise noch Probleme geben kann.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Jan Russezki, Simon Jockers und Max K\u00f6hler, SWR\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit dem Elektroauto von Mainz nach Sylt, 740 Kilometer quer durchs Land. Viele Autofahrer plagt bei diesem Gedanken die &#8222;Reichweitenangst&#8220;. Eine Analyse von SWR-Datenjournalisten zeigt: Diese Angst ist inzwischen unbegr\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Durchschnitt gibt es in Deutschland alle 5.000 Meter einen \u00f6ffentlichen Schnellladepunkt, an dem &#8211; je nach Auto und Lader &#8211; innerhalb von 30 bis 60 Minuten vollgeladen werden kann. Aktuelle Elektro-Autos haben laut Hersteller im Durchschnitt eine Reichweite von etwa 450 Kilometern. So m\u00fcsste &#8211; zumindest in der Theorie &#8211; von Mainz nach Sylt\u00a0nur einmal\u00a0geladen werden.<\/p>\n<p>    Unterschiede im Ladenetz: So sieht es vor Ort aus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDennoch gibt es in Deutschland noch deutliche regionale Unterschiede. Das Schnellladenetz ist in den Bundesl\u00e4ndern Berlin und Bremen am dichtesten. Im Schnitt steht dort alle 1,7 Kilometer ein Ladepunkt. Es folgt das bev\u00f6lkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen, im dem alle 3,5 Kilometer ein Schnelllader steht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWer aus dem S\u00fcden zur Ostsee m\u00f6chte, muss dennoch vorausschauend fahren: Schleswig-Holstein (zw\u00f6lf Kilometer), Mecklenburg-Vorpommern (elf Kilometer) und Brandenburg (acht Kilometer) bilden die Schlusslichter im L\u00e4nderranking. Dort stehen die die Schnelllader deutlich weiter auseinander.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nADAC-Sprecherin Katharina Luc\u00e0 schreibt auf SWR-Anfrage: &#8222;Entlang der Fernstra\u00dfen ist das Angebot schon gut. L\u00fccken sehen wir noch in dicht besiedelten Gebieten in Ballungsr\u00e4umen, in sehr l\u00e4ndlichen R\u00e4umen und entlang wenig frequentierter Verkehrsachsen.&#8220;<\/p>\n<p>    Das Netz soll weiter wachsen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Lades\u00e4ulennetz w\u00e4chst stetig. 2024 stieg die Zahl der Lades\u00e4ulen in Deutschland um etwa 27 Prozent. Das Bundesverkehrsministerium erkl\u00e4rte auf SWR-Anfrage, dass es weiter \u00f6ffentliche Lades\u00e4ulen f\u00f6rdern will &#8211; auch in weniger besiedelten Gebieten. F\u00f6rderungen f\u00fcr das private Laden Zuhause seien aktuell nicht geplant. Laut einer aktuellen Umfrage des Energiekonzerns E.ON unter mehr als 1.000 E-Autofahrenden laden <a href=\"https:\/\/www.eon.de\/de\/unternehmen\/presse\/pressemitteilungen\/2025\/2025-06-17-zuhause-laden-kosten-sparen-energieloesungen-kombinieren-e-on-studie-zeigt-wie-e-autofahrer-heute-ticken.html\" title=\"Umfrage des Energie-Konzerns Eon unter mehr als 1.000 E-Autofahrenden\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">71 Prozent der Befragten<\/a> meist Zuhause.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr E-Auto-Fahrende, die nicht g\u00fcnstig Zuhause laden k\u00f6nnen, ist das \u00f6ffentliche Ladenetz im Alltag wichtig. Der <a href=\"https:\/\/nationale-leitstelle.de\/verstehen\/ausbaumonitoring\/\" title=\"Report der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">aktuelle Report der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur<\/a> zeigt, dass vielerorts mehr Ladestrom verf\u00fcgbar ist, als die dort zugelassenen Elektroautos ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) berichtet, dass nur jeder f\u00fcnfte Ladepunkt \u00fcberdurchschnittlich ausgelastet ist. Der Energiekonzern EnBW hat deshalb den Ausbau \u00f6ffentlicher Lades\u00e4ulen k\u00fcrzlich verlangsamt.<\/p>\n<p>    Lade-H\u00fcrden an der S\u00e4ule<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDennoch sind Autofahrende, das zeigen die aktuellen Zulassungs- und Bestandsdaten des Kraftfahrbundesamts, beim E-Auto-Kauf weiterhin zur\u00fcckhaltend. Nur 17 Prozent der diesj\u00e4hrigen Neuzulassungen sind vollelektrische Fahrzeuge. Die SWR-Datenanalyse zeigt: Geht das E-Auto-Wachstum weiter wie im vergangenen Jahr, dann verpasst die Bundesregierung das eigens gesteckte Klimaziel f\u00fcr die Verkehrswende. 2030 sollen etwa 15 Millionen E-Autos in Deutschland fahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNicht zuletzt ist die komplizierte Ladesituation im Land ein Hindernis f\u00fcr den Kauf von E-Autos. Bundesweit bieten viele Anbieter unterschiedliche Abonnements und Preise an. Ad-hoc-Laden ohne Mitgliedschaft ist teurer, und Konzepte ohne Vertrag sind noch in der Entwicklung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nADAC-Sprecherin Luc\u00e0 erkl\u00e4rte dem SWR, dass grunds\u00e4tzlich an allen S\u00e4ulen mit Karten aller Anbieter geladen werden k\u00f6nne. Dabei fielen jedoch h\u00f6here Roaminggeb\u00fchren an. Sie kritisiert: &#8222;Leider sind die Ladekosten teilweise sehr undurchsichtig. An den S\u00e4ulen steht dazu meist nichts. Und je nach Anbieter kann der Preis an ein und derselben S\u00e4ule unterschiedlich hoch ausfallen.&#8220; <a href=\"https:\/\/www.adac.de\/rund-ums-fahrzeug\/elektromobilitaet\/laden\/elektroauto-ladesaeulen-strompreise\/\" title=\"50 Cent pro kWh\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Unter rund 50 Cent pro kWh<\/a> erhielten E-Auto-Fahrende unterwegs allerdings selten Strom.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bundesregierung hat das Problem erkannt und k\u00fcndigt im Koalitionsvertrag an, die Nutzerfreundlichkeit der Lades\u00e4ulen weiter zu verbessern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Deutschland: Spitzenreiter bei Schnellladern<\/strong><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf langen Fahrten, finden Autofahrende europaweit in Deutschland die meisten \u00f6ffentlichen Schnellladepunkte vor. 2024 waren laut der Europ\u00e4ischen Kommission bereits mehr als 40.000 Schnelllader installiert. Es folgen Frankreich mit rund 34.000 und Gro\u00dfbritannien mit 17.500 Schnellladern.<\/p>\n<p>    SWR-Kostenanalyse zeigt Autokauf-Dilemma<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ladeinfrastruktur in Deutschland ist vergleichsweise gut, trotzdem wird das Klimaziel in der Verkehrswende voraussichtlich verfehlt. Das liegt auch daran, dass Autok\u00e4ufer sich immer noch am h\u00e4ufigsten f\u00fcr Benziner entscheiden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Grund: Beim Kauf eines neuen Elektroautos stehen Interessierte vor hohen finanziellen H\u00fcrden. Eine SWR-Datenanalyse des deutschen Automarktes zeigt, dass neue E-Autos &#8211; bei vergleichbarer Gr\u00f6\u00dfe und Leistung &#8211; meist viele Tausend Euro mehr kosten als Verbrenner. Oft so viel mehr, dass der Vorteil der g\u00fcnstigeren Betriebskosten von E-Autos \u00fcber Jahre nicht sp\u00fcrbar wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig k\u00f6nnten bald auch Verbrenner im Betrieb deutlich teurer werden. Die SWR-Datenanalyse zeigt, welchen Einfluss politische Entscheidungen auf die Kaufentscheidung und auf die Kosten eines ganzen Autolebens haben k\u00f6nnen. Ob und wie ein Umweltbonus umgesetzt wird, ist aktuell noch unklar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.07.2025 11:13 Uhr Mit dem E-Auto nach Sylt, R\u00fcgen oder Oberstdorf? 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