{"id":262877,"date":"2025-07-12T16:05:34","date_gmt":"2025-07-12T16:05:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/262877\/"},"modified":"2025-07-12T16:05:34","modified_gmt":"2025-07-12T16:05:34","slug":"raus-aus-der-komfortzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/262877\/","title":{"rendered":"Raus aus der Komfortzone"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/csm_25-06-24_erasmus_zypern_960px_c1381a0b94.jpg\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Ein Monat Zypern: Sonne, Strand \u2013 und Pflegepraxis. Mit einem Erasmus-Stipendium im Gep\u00e4ck verbrachte Selin Paca, zur Zeit im zweiten Ausbildungsjahr zur Pflegefachfrau an der KRH Akademie, vier Wochen auf der Mittelmeerinsel Zypern und sammelte dort nicht nur Sonne, sondern vor allem Erfahrungen im Pflegealltag eines anderen europ\u00e4ischen Gesundheitssystems. Der Auslandsaufenthalt bot ihr neue fachliche Einblicke, kulturellen Austausch \u2013 und die Chance, \u00fcber den Tellerrand hinauszublicken.<\/p>\n<p>3 Stunden zeigt die Anzeigetafel am Flughafen K\u00f6ln \u2013 Selin h\u00e4lt ihren Boardingpass bereit. N\u00e4chstes Ziel: Paphos an der Westk\u00fcste Zyperns. \u201eIch war ziemlich aufgeregt, als ich am Gate stand. Zum ersten Mal alleine zu reisen \u2013 und dann gleich f\u00fcr einen ganzen Monat\u201c, erz\u00e4hlt die 23-J\u00e4hrige im Nachgang.<\/p>\n<p>An ein Erasmussemester hatte sie urspr\u00fcnglich nie gedacht. Erst ein Gespr\u00e4ch mit einer Mitsch\u00fclerin in der Fahrschule brachte sie auf die Idee: Warum eigentlich nicht selbst ins Ausland gehen? Zun\u00e4chst informierte sie sich auf der Webseite der KRH Akademie: Auszubildende im zweiten Lehrjahr haben die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr 4 bis 7 Wochen einen Auslandspraxiseinsatz zu absolvieren. Ziel ist es, internationale Erfahrungen zu sammeln, den gegenseitigen Austausch zu f\u00f6rdern und sich pers\u00f6nlich sowie fachlich weiterzuentwickeln. Die Finanzierung wird durch das Erasmus-Stipendium der EU-Kommission und das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung unterst\u00fctzt. Bei der Planung half ihr ihre Kursleitung. Zusammen wurde dann das weitere Vorgehen geplant.<br \/>Ihre erste Wahl fiel auf Irland. \u201eVor allem, weil dort Englisch gesprochen wird.\u201c Doch dort waren alle Pl\u00e4tze bereits vergeben. F\u00fcr Selin kein Grund, den Plan aufzugeben: Stattdessen entschied sie sich f\u00fcr eine Alternative mit Sonne, Kiesstr\u00e4nden und Linksverkehr \u2013 den englischsprachigen Teil Zyperns. Im Praxiseinsatz unterst\u00fctzte die angehende Pflegefachfrau verschiedene Abteilungen im Blue Cross Hospital. Anfangs gab es zwar einige Sprachbarrieren, doch diese l\u00f6sten sich schnell. \u201eViele Patient*innen sprechen Englisch, zum Gl\u00fcck auch einige der Kolleg*innen\u201c, berichtet die Auszubildende. Im Blue Cross Hospital hatte sie eine direkte Ansprechpartnerin, die sie immer mitgenommen hat und bei aufkommenden Sprachbarrieren unterst\u00fctzt hat.<\/p>\n<p>Nach Feierabend genoss sie die Sonne am Strand, schlenderte durch die Altstadt oder verbrachte die Abende mit drei weiteren Erasmus-Auszubildenden aus Deutschland \u2013 eine Erfahrung, die ihr durch die Unterst\u00fctzung der KRH Akademie erst erm\u00f6glicht wurde.<br \/>Am nachhaltigsten blieb ihr jedoch die Gastfreundschaft in Erinnerung. Ob Patient*innen, Kolleg*innen oder der B\u00e4cker, an dem sie jeden Morgen vorbeikam \u2013 alle begegneten ihr offen und freundlich, k\u00fcmmerten sich und nahmen sie schnell in ihre Gemeinschaft auf.<\/p>\n<p>Und was gab es eigentlich f\u00fcr Unterschiede zwischen Krankenh\u00e4user in Zypern und Deutschland?<br \/>\u201eZwischen Mitarbeitenden und Patient*innen herrschte eine herzliche Atmosph\u00e4re, hier hie\u00dfen alle \u201aDarling\u2018 \u201c, sagt sie r\u00fcckblickend. \u201eEs gab gar kein Dienstzimmer \u2013 daf\u00fcr eine Pause f\u00fcr alle im Caf\u00e9.\u201c<\/p>\n<p>Was sie aus ihrem Aufenthalt mitnimmt:<br \/>\u201eIch bin viel offener geworden, traue mir jetzt mehr zu und bin in dieser Zeit deutlich mutiger geworden. Mir wurde viel zugetraut.\u201c Allein in einem fremden Land zu sein, fern von Familie und Freunden, sei aufregend und mitunter herausfordernd \u2013 aber genau dieser Schritt bringe einen weiter, zeige die eigenen Grenzen auf und lasse einen dar\u00fcber hinauswachsen. Ihre Erfahrungen nimmt sie mit nach Deutschland \u2013 Offenheit, Selbstbewusstsein und Mut inklusive.<\/p>\n<p>Selin steht kurz vor ihrem Examen, einen Erasmusaufenthalt w\u00fcrde sie jederzeit wiederholen. \u201eSeine Komfortzone zu verlassen hat noch nie geschadet, manchmal m\u00fcssen Dinge einfach mal nicht klappen \u2013damit es umso sch\u00f6ner wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Monat Zypern: Sonne, Strand \u2013 und Pflegepraxis. 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