{"id":263296,"date":"2025-07-12T20:00:11","date_gmt":"2025-07-12T20:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263296\/"},"modified":"2025-07-12T20:00:11","modified_gmt":"2025-07-12T20:00:11","slug":"trumps-zollankuendigung-versetzt-europa-in-aufruhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263296\/","title":{"rendered":"Trumps Zollank\u00fcndigung versetzt Europa in Aufruhr"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.07.2025 20:45 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>US-Pr\u00e4sident Trump k\u00fcndigt neue Z\u00f6lle an &#8211; und schreckt damit die EU auf. Bundeswirtschaftsministerin Reiche setzt auf weitere Verhandlungen. Verb\u00e4nde und \u00d6konomen warnen vor gravierenden Folgen im Falle des Inkrafttretens.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump hat ab dem 1. August Z\u00f6lle in H\u00f6he von 30 Prozent f\u00fcr Waren aus der Europ\u00e4ischen Union angek\u00fcndigt &#8211; und die Reaktionen darauf folgten prompt. W\u00e4hrend EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen Verhandlungsbereitschaft signalisierte, aber auch Gegenma\u00dfnahmen in Aussicht stellte, hofft Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) trotz der neuen Eskalation auf ein &#8222;pragmatisches Verhandlungsergebnis&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gehe nun in der verbleibenden Zeit f\u00fcr die EU darum, eine L\u00f6sung mit den USA zu verhandeln, die sich auf die wesentlichen gro\u00dfen Konflikt-Punkte konzentriere, sagte Reiche. Die EU-Kommission habe f\u00fcr diesen Verhandlungsansatz die Unterst\u00fctzung Deutschlands. Sie verwies zudem darauf, dass durch die angedrohten US-Z\u00f6lle nicht nur die europ\u00e4ischen Exportunternehmen leiden w\u00fcrden. Diese h\u00e4tten vielmehr auch &#8222;starke Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Verbraucher auf der anderen Seite des Atlantiks&#8220;, erkl\u00e4rte Reiche.<\/p>\n<p>    EU will Alternativen ausbauen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa betonte nach der Ank\u00fcndigung von US-Z\u00f6llen die Einigkeit der EU. Die Europ\u00e4ische Union bleibe &#8222;entschlossen, geeint und bereit, ihre Interessen zu sch\u00fctzen&#8220;, erkl\u00e4rt Costa. Die EU werde zudem weiter weltweit starke Handelspartnerschaften aufbauen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Vorsitzende des EU-Handelsausschusses, Bernd Lange, ging mit Trumps Brief h\u00e4rter ins Gericht. Er bezeichnete ihn im Gespr\u00e4ch mit dem\u00a0ARD-Studio Br\u00fcssel als eine &#8222;Unversch\u00e4mtheit&#8220;. Seit drei Wochen werde intensiv verhandelt. &#8222;In so einer Situation geh\u00f6rt es sich nicht, die v\u00f6llig ungerechtfertigten Z\u00f6lle noch einmal zu erh\u00f6hen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Montag soll zudem die erste Stufe der europ\u00e4ischen Gegenma\u00dfnahmen in H\u00f6he von rund 21 Milliarden Euro in Kraft treten, die die EU aufgrund der Verhandlungen bisher ausgesetzt hatte. Der SPD-Europaabgeordnete forderte nun, dass diese auf jeden Fall kommen: &#8222;Angesichts dieser Situation, dieses Briefes macht es \u00fcberhaupt keinen Sinn, jetzt klein beizugeben.&#8220;<\/p>\n<p>    Unterst\u00fctzung Br\u00fcssels aus europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nFrankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron verlangte die beschleunigte Vorbereitung europ\u00e4ischer Gegenma\u00dfnahmen. Dazu m\u00fcsse die EU-Kommission alle ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Instrumente mobilisieren, falls bis zum 1. August keine Einigung erzielt wird, schrieb Macron auf X.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer niederl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sident Dick Schoof kritisierte die angek\u00fcndigten US-Z\u00f6lle ebenfalls und rief die EU zu Geschlossenheit auf. Trumps Ank\u00fcndigung sei &#8222;besorgniserregend&#8220; und nicht der richtige Weg, schrieb er auf der Plattform X. Die Europ\u00e4ische Kommission k\u00f6nne auf die volle Unterst\u00fctzung der Niederlande z\u00e4hlen, um ein f\u00fcr beide Seiten vorteilhaftes Ergebnis zu erreichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie italienische Regierung zeigte sich wiederum \u00e4hnlich wie Reiche zuversichtlich, dass im Zollstreit noch ein faires Abkommen erzielt werden kann. Es sei entscheidend, sich auf die Verhandlungen zu konzentrieren, erkl\u00e4rte das B\u00fcro von Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni. Rom unterst\u00fctze die Bem\u00fchungen der EU-Kommission uneingeschr\u00e4nkt, die in den kommenden Tagen intensiviert w\u00fcrden.<\/p>\n<p>    USA f\u00fcr Deutschland wichtigster Handelspartner<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bezeichnete Trumps Ma\u00dfnahme als Alarmsignal f\u00fcr die Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks. &#8222;Ein Handelskonflikt zwischen zwei so eng verflochtenen Wirtschaftsr\u00e4umen wie der EU und den USA schadet der wirtschaftlichen Erholung, der Innovationskraft und letztlich auch dem Vertrauen in die internationale Zusammenarbeit&#8220;, erkl\u00e4rte Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrung. &#8222;Die wenigen Wochen bis zum Inkrafttreten der Z\u00f6lle am 1. August m\u00fcssen f\u00fcr Verhandlungen auf Augenh\u00f6he genutzt werden.&#8220; Die USA sind f\u00fcr Deutschland der wichtigste Handelspartner.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer deutsche Au\u00dfenhandelsverband BGA forderte im Zollstreit harte Verhandlungen Europas mit den USA. Donald Trumps Ank\u00fcndigung 30-prozentiger Z\u00f6lle sei &#8222;ein einge\u00fcbter Teil der Verhandlungsstrategie des amerikanischen Pr\u00e4sidenten. Europa darf sich davon nicht beeindrucken lassen, sondern muss n\u00fcchtern am Verhandlungstisch eine L\u00f6sung auf Augenh\u00f6he suchen&#8220;, erkl\u00e4rte Verbandspr\u00e4sident Dirk Jandura. Zudem m\u00fcsse Europa seine Abh\u00e4ngigkeit vom US-Markt verringern. Eine Freihandelszone mit den ASEAN-Staaten und eine rasche Ratifizierung des Mercosur-Abkommens seien notwendig.<\/p>\n<p>    Z\u00f6lle k\u00f6nnten die Existenz vieler Unternehmen bedrohen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Verband der Automobilindustrie (VDA) sagte: &#8222;Es ist bedauerlich, dass eine weitere Eskalation des Handelskonflikts droht&#8220;, erkl\u00e4rte VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller. &#8222;Die Kosten f\u00fcr unsere Unternehmen sind bereits im Milliardenbereich &#8211; und mit jedem Tag w\u00e4chst die Summe.&#8220; Auch Zulieferer seien von den zus\u00e4tzlich angek\u00fcndigten Z\u00f6llen auf Waren aus Mexiko erheblich betroffen. EU und USA m\u00fcssten nun &#8222;schnellstm\u00f6glich eine L\u00f6sung finden&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Maschinenbau-Verband VDMA sieht bei einem Zollsatz von 30 Prozent auf Exporte in die USA die Existenz zahlreiche Firmen gef\u00e4hrdet. &#8222;Viele Unternehmen k\u00f6nnten mit zehn Prozent \u00fcberleben&#8220;, sagt VDMA-Pr\u00e4sident Bertram Kawlath dem Magazin Politico. &#8222;Bei 30 Prozent sieht das aber anders aus.&#8220; Auch er forderte einen st\u00e4rkeren Fokus auf Europa.<\/p>\n<p>    \u00d6konomen rechnen mit R\u00fcckzieher<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie \u00d6konomen Jens S\u00fcdekum und Moritz Schularick rechnen damit, dass Trumps Zolldrohung von 30 Prozent auf EU-Waren nicht das letzte Wort ist. &#8222;Trump ist bekannt daf\u00fcr, immer wieder starke Ansagen und dann R\u00fcckzieher zu machen&#8220;, sagt S\u00fcdekum der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). &#8222;Ich habe keinen Anlass, dass es dieses Mal anders sein wird&#8220;, sagte der Berater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Moritz Schularick, der Pr\u00e4sident des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft, sagte der FAZ, er halte die Wahrscheinlichkeit eines R\u00fcckziehers durch Trump f\u00fcr sehr hoch. Sollte Trump allerdings nicht nachgeben, tr\u00e4fe das die deutsche Volkswirtschaft empfindlich. &#8222;Im kommenden Jahr w\u00fcrde das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 bis 0,6 Prozentpunkte weniger wachsen&#8220;, prognostiziert Schularick. Dies w\u00fcrde Deutschland jedoch wegen der Ausgabenprogramme der Bundesregierung nicht in die Rezession sto\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.07.2025 20:45 Uhr US-Pr\u00e4sident Trump k\u00fcndigt neue Z\u00f6lle an &#8211; und schreckt damit die EU auf. Bundeswirtschaftsministerin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":263297,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,64,3107],"class_list":{"0":"post-263296","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-usa","20":"tag-zollstreit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114842043822492064","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=263296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263296\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/263297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=263296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=263296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=263296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}