{"id":263444,"date":"2025-07-12T21:24:15","date_gmt":"2025-07-12T21:24:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263444\/"},"modified":"2025-07-12T21:24:15","modified_gmt":"2025-07-12T21:24:15","slug":"heizt-inflation-an-sehr-starke-missbilligung-so-reagiert-europa-auf-trumps-neue-zoelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263444\/","title":{"rendered":"\u201eHeizt Inflation an\u201c, \u201esehr starke Missbilligung\u201c \u2013\u00a0So reagiert Europa auf Trumps neue Z\u00f6lle"},"content":{"rendered":"<p>Ab August wollen die USA gegen\u00fcber der EU Importz\u00f6lle von 30 Prozent erheben. Die europ\u00e4ische Wirtschaft steuert damit auf schwieriges Fahrwasser zu. In Br\u00fcssel und anderswo wird nun um eine Antwort gerungen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat der EU in einem Brief neue Importz\u00f6lle in H\u00f6he von 30 Prozent ab dem 1. August angek\u00fcndigt. Das Schreiben wurde ungeachtet von bislang laufenden Verhandlungen \u00fcber eine einvernehmliche L\u00f6sung verschickt. Trump rechtfertigt seine Zollpolitik insbesondere mit dem Handelsdefizit, dass die USA mit der EU haben. Die EU geht allerdings davon aus, dass es ihm auch um zus\u00e4tzliche Einnahmen zur Finanzierung von umfangreichen Steuersenkungen geht. F\u00fcr Europa stellt sich jetzt die Frage nach der Antwort: H\u00e4lt man hart dagegen? Oder sollte man versuchen, Trump gn\u00e4dig zu stimmen?<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die Zollverhandlungen mit den USA zust\u00e4ndige EU-Kommission will sich so lange wie m\u00f6glich weiter um eine einvernehmliche L\u00f6sung des Handelskonflikts bem\u00fchen. Man nehme das Schreiben von US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu einem neuen Zollsatz und einem neuen Zeitplan zur Kenntnis, teilte Kommissionspr\u00e4sidentin <b>Ursula von der Leyen <\/b>mit. Man sei weiterhin bereit, bis zum 1. August auf eine Einigung hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>Von der Leyen betonte, nur wenige Volkswirtschaften weltweit st\u00fcnden in ihrer Offenheit und ihrer Verpflichtung zu fairen Handelspraktiken auf gleicher Stufe mit der Europ\u00e4ischen Union. Die EU habe stets eine Verhandlungsl\u00f6sung mit den USA angestrebt. <\/p>\n<p>Zugleich wies von der Leyen erneut darauf hin, dass die EU im Fall mangelnder Verhandlungsbereitschaft auf US-Seite Gegenma\u00dfnahmen ergreifen wird. Dies sollen in einem ersten Schritt vor allem Sonderz\u00f6lle auf Importe von US-Produkten in die EU sein.<\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident <b>Emmanuel Macron<\/b> verlangte nach den neuen Zollank\u00fcndigungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump die beschleunigte Vorbereitung europ\u00e4ischer Gegenma\u00dfnahmen. Dazu m\u00fcsse die EU-Kommission alle ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Instrumente, einschlie\u00dflich des Mechanismus zur Bek\u00e4mpfung von Zwangsma\u00dfnahmen, mobilisieren, falls bis zum 1. August keine Einigung erzielt wird, teilte Macron per Kurznachrichtendienst X mit. Er teile die \u201esehr starke Missbilligung\u201c der EU-Kommission.<\/p>\n<p>\u201eIn der europ\u00e4ischen Einheit ist es mehr denn je die Aufgabe der Kommission, die Entschlossenheit der Union zu bekr\u00e4ftigen, die europ\u00e4ischen Interessen entschlossen zu verteidigen\u201c, so der Pr\u00e4sident. Auf dieser Grundlage unterst\u00fctze Frankreich die EU-Kommission bei den Verhandlungen, um bis zum 1. August eine f\u00fcr beide Seiten akzeptable Einigung zu erzielen, die den Respekt widerspiegele, den sich Handelspartner wie die EU und die USA mit ihren gemeinsamen Interessen und integrierten Wertsch\u00f6pfungsketten schuldeten.<\/p>\n<p>Bundeswirtschaftsministerin <b>Katherina Reiche<\/b> (CDU) hofft  auf ein \u201epragmatisches Verhandlungsergebnis\u201c. Die angek\u00fcndigten Z\u00f6lle \u201ew\u00fcrden die europ\u00e4ischen exportierenden Unternehmen hart treffen\u201c, erkl\u00e4rte Reiche. \u201eEs geht jetzt in der verbleibenden Zeit f\u00fcr die EU darum, pragmatisch eine L\u00f6sung mit den USA zu verhandeln, die sich auf die wesentlichen gro\u00dfen Konflikt-Punkte konzentriert.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePragmatisches Verhandlungsergebnis muss schnell erreicht werden\u201c<\/p>\n<p>Die EU-Kommission habe f\u00fcr diesen Verhandlungsansatz die Unterst\u00fctzung Deutschlands, erkl\u00e4rte Reiche. Sie verwies zudem darauf, dass durch die angedrohten US-Z\u00f6lle nicht nur die europ\u00e4ischen Exportunternehmen leiden w\u00fcrden. Diese h\u00e4tten vielmehr auch \u201estarke Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Verbraucher auf der anderen Seite des Atlantiks\u201c, erkl\u00e4rte Reiche. \u201eEin pragmatisches Verhandlungsergebnis muss schnell erreicht werden.\u201c<\/p>\n<p>Auch EU-Ratspr\u00e4sident <b>Ant\u00f3nio Costa <\/b>kritisierte die neuen Zollank\u00fcndigungen. \u201eZ\u00f6lle sind Steuern. Sie heizen die Inflation an, schaffen Unsicherheit und hemmen das Wirtschaftswachstum\u201c, kommentierte der Portugiese in sozialen Netzwerken. Es sei der freie und faire Handel, der den Wohlstand f\u00f6rdere, Arbeitspl\u00e4tze schaffe und Lieferketten st\u00e4rke.<\/p>\n<p>Die EU stehe geeint zusammen und sei bereit, ihre Interessen zu sch\u00fctzen, f\u00fcgte Costa hinzu. Man unterst\u00fctze EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und die EU-Kommission bei deren Bem\u00fchungen um eine faire Einigung mit den USA.<\/p>\n<p>dpa\/AFP\/Reuters\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab August wollen die USA gegen\u00fcber der EU Importz\u00f6lle von 30 Prozent erheben. 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