{"id":263857,"date":"2025-07-13T01:27:17","date_gmt":"2025-07-13T01:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263857\/"},"modified":"2025-07-13T01:27:17","modified_gmt":"2025-07-13T01:27:17","slug":"russische-deserteure-in-deutschland-flucht-vor-dem-toeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263857\/","title":{"rendered":"Russische Deserteure in Deutschland: Flucht vor dem T\u00f6ten"},"content":{"rendered":"<p class=\"Initial paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">I lja Jaschin ist auf Tour. Der russische Regimekritiker f\u00e4hrt deutschlandweit von Stadt zu Stadt, um mit Menschen aus der postsowjetischen Community zu diskutieren. \u00dcber den Krieg in der Ukraine, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Russische-Opposition-nach-Nawalnys-Tod\/!6066617\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die zerstreute \u2013 und zerstrittene \u2013 Exilopposition.<\/a> Und nat\u00fcrlich auch \u00fcber Putin.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">An diesem Abend Ende Februar dr\u00e4ngen sich etwa 150 Leute in den Gemeindesaal der N\u00fcrnberger Lorenzkirche. Es sind Junge und Alte, viele sind erst seit dem Krieg hier, einige leben schon seit Jahrzehnten in Deutschland. Kurz vor dem Ende der Diskussion steht ein junger Mann auf. Er erz\u00e4hlt, dass er seit zwei Jahren in Bayern lebt, dass sein Asylantrag aber abgelehnt worden sei, obwohl er gegen diesen Krieg ist und vor ihm geflohen ist. Und dass er so viele Russen kennt, denen das Gleiche passiert ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Nach der Veranstaltung reden Jaschin und der Mann zu zweit miteinander. Sp\u00e4ter wird der junge Russe sagen, dass der Oppositionelle ihm aufmerksam zugeh\u00f6rt habe, aber wirklich helfen k\u00f6nne er ihm nat\u00fcrlich nicht. Das k\u00f6nnte nur der deutsche Staat. Doch der scheint sich nicht wirklich mit dem Problem befassen zu wollen.<\/p>\n<p>      Leeres Versprechen auf Asyl<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">6.300 Asylantr\u00e4ge haben russische M\u00e4nner im wehrf\u00e4higen Alter zwischen 18 und 30 Jahren seit Beginn des Kriegs gestellt. Nur 349 von ihnen haben bislang Asyl erhalten. Es ist eine sehr kleine Zahl im Vergleich zu den sehr gro\u00dfen Worten, die deutsche Politiker nach dem 24. Februar 2022 aussprachen. In dem Bundestagsbeschluss zur Unterst\u00fctzung der Ukrai\u00adne wurden <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kriegsdienstverweigerer-aus-Russland\/!5881426\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">russische Soldaten aufgefordert, den Kampf zu verweigern<\/a> und nach Deutschland zu fliehen \u2013 mit dem Hinweis auf m\u00f6gliches Asyl in der Bundesrepublik. Im Herbst 2022 wiederholten der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesinnenministerin Nancy Faeser dieses Angebot.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Doch nach fast dreieinhalb Jahren gibt es immer noch kein wirkliches Verfahren, um russische Deserteure aufzunehmen. M\u00e4nner, die bereits vor dem Einzug in die Armee geflohen sind, haben noch schlechtere Chancen auf Asyl. Die Folge: Tausende von ihnen leben teilweise seit Jahren in Deutschland. Ihre Zukunft ist ungewiss und sie leben in Angst vor einer m\u00f6glichen Abschiebung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/taz.de\/!112039\/#matomo:pk_campaign=standard_wot-only&amp;pk_source=Online&amp;pk_medium=taz.de&amp;pk_kwd=textbox-wot-texte\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/wochentaz-kennzeichen-3zu2-klein-1.png\" loading=\"lazy\" height=\"363\" type=\"image\/png\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>wochentaz<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph last\">Dieser Text stammt aus der <strong>wochentaz<\/strong>. Unserer Wochenzeitung von links! In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist \u2013 und wie sie sein k\u00f6nnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und <a href=\"https:\/\/taz.de\/!112039\/#matomo:pk_campaign=standard_wot-only&amp;pk_source=Online&amp;pk_medium=taz.de&amp;pk_kwd=textbox-wot-texte\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">nat\u00fcrlich im Abo<\/a>.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Da\u00adniil ist einer von ihnen. Der 30-J\u00e4hrige ist der Mann, der Ilja Jaschin von genau diesem Problem erz\u00e4hlt hat. Ende M\u00e4rz sitzt er in einem Caf\u00e9 im beschaulichen Kulmbach, 110 Kilometer n\u00f6rdlich von N\u00fcrnberg gelegen. Er wundert sich, dass so viele Leute an einem Montagmittag einfach Kaffee trinken. \u201eM\u00fcssen die nicht arbeiten?\u201c Er lacht. Er selbst hat heute frei.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"8\">Eigentlich hei\u00dft Da\u00adniil anders, aber er f\u00fcrchtet sich davor, seinen echten Namen zu ver\u00f6ffentlichen. Er hat noch Familie in Russland. Aber er m\u00f6chte seine Geschichte erz\u00e4hlen. Er wird drei Stunden lang sprechen und nur ein einziges Mal eine kurze Pause machen.<\/p>\n<p>      Damals hat er gelacht<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"10\">Da\u00adniil lebt seit \u00fcber zwei Jahren in Kulmbach. Er ist nicht nur vor dem Krieg geflohen, sondern auch vor dem Regime. Schon Jahre vor seiner Flucht war er politisch aktiv und kritisierte \u00f6ffentlich die Politik. 2016 fanden in seinem Heimatdorf nahe der s\u00fcdlichen Gro\u00dfstadt Krasnodar Kommunalwahlen statt. \u201eEin Freund von mir hatte die Idee, am Wahltag T-Shirts zu tragen, auf denen kritische Parolen \u00fcber das Regime gedruckt wurden.\u201c Da\u00adniil habe sich gef\u00fcrchtet, die m\u00f6glichen Risiken erahnt. \u201eAber mein Wunsch, meine Meinung zu \u00e4u\u00dfern, war st\u00e4rker.\u201c Die beiden M\u00e4nner seien von der Polizei festgenommen worden, Passanten h\u00e4tten ihnen ins Gesicht gespuckt. \u201eDamit fing der \u00c4rger an.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"11\">Die beiden wurden wieder freigelassen. Da\u00adniils Freund wurde jedoch von da an st\u00e4ndig von der Polizei beobachtet. Da\u00adniil selbst erhielt ein Ultimatum: \u201eEntweder du gehst zur Armee oder du wirst in Zukunft gro\u00dfe Pro\u00adble\u00adme bekommen.\u201c Ein Jahr lang steckte Da\u00adniil im tiefsten Ural fest, aber die erhoffte Gehirnw\u00e4sche verlief bei ihm erfolglos. Nach seinem Dienst nahm er weiter an Demos und Protestaktionen teil, etwa 2021 nach <a href=\"https:\/\/taz.de\/Beerdigung-von-Alexej-Nawalny\/!5993312\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alexei Nawalnys<\/a> Verhaftung. Wirkliche Konsequenzen konnte Da\u00adniil vermeiden: \u201eDamals lie\u00df Putin noch kleine Freiheiten und Ver\u00e4nderungen zu.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"12\">Da\u00adniil dachte nicht oft an seine Zeit bei der Armee. Er verga\u00df auch, dass er nach seinem Dienst einen kleinen Vermerk in den Wehrpass erhalten hatte. Nur ein paar S\u00e4tze \u2013 die unter anderem der Grund daf\u00fcr sind, weshalb er heute in Deutschland lebt. \u201eNach dem Dienst musste ich mich beim Milit\u00e4rkommissariat melden. Als die Offiziere meine Unterlagen sahen, sagten sie: \u201aDu hast ein h\u00f6heres Dienstniveau, du bist Akademiker. Lass uns in deinem Wehrpass vermerken, dass du im Falle einer Mobilisierung sofort eingezogen und dich um die Mobilisierung der Soldaten hier vor Ort k\u00fcmmern wirst.\u2018\u2009\u201c Er habe damals sein Einverst\u00e4ndnis gegeben und gelacht: \u201eSeid ihr verr\u00fcckt? Mit wem sollen wir denn einen Krieg anfangen? Mit Au\u00dferirdischen?\u201c<\/p>\n<p>      48 Stunden<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-18\" pos=\"14\">Knapp f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter griff Russland die Ukraine an. Da\u00adniil erfuhr es am fr\u00fchen Morgen des <a href=\"https:\/\/taz.de\/1000-Tage-Krieg-in-der-Ukraine\/!6047079\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">24. Februar 2022<\/a>, als er rund 2.000 Nachrichten in der Telegram-Gruppe seiner Freunde fand. \u201eIch fragte sie, was passiert sei, und sie antworteten: Der Krieg ist ausgebrochen.\u201c Auch Jahre sp\u00e4ter ist Da\u00adniil immer noch der Schock dar\u00fcber anzumerken. Er sagt, die n\u00e4chsten sechs Monate nach diesem Tag habe er \u00fcberhaupt nicht mehr in Erinnerung. Er habe ununterbrochen die Nachrichten verfolgt, sich wie viele seiner Freunde vor Fassungslosigkeit zu Hause verschanzt und gleichzeitig immer wieder erlebt, wie nicht wenige Landsleute den Krieg feier\u00adten. Mit einigen nahestehenden Menschen habe er aus diesem Grund den Kontakt abbrechen m\u00fcssen. \u201eSeelisch war ich v\u00f6llig deprimiert.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/7805967\/1200\/38803999-2.jpeg\" data-pswp-width=\"\" data-pswp-height=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/38803999-2.jpeg\" alt=\"Ilja Jaschin steht mit einem Megaphon inmitten einer Demonstration auf einer Stra\u00dfe\" title=\"Ilja Jaschin steht mit einem Megaphon inmitten einer Demonstration auf einer Stra\u00dfe\" height=\"886\" type=\"image\/jpeg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Ilja Jaschin demonstriert mit der russischen Exil-Opposition gegen Russlands Krieg 2024 in Berlin<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nAliona Kardash\/laif<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"15\">Im April sei er nach langer Zeit wieder in seiner alten Wohnung in Krasnodar gewesen. Im Briefkasten habe er ein Schreiben des Milit\u00e4rkommissariats gefunden, datiert vom 24. Februar: Er solle sich sofort dort melden und seine neue Adresse hinterlassen. Da\u00adniil wurde panisch, tauchte nicht mehr in der Wohnung auf.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Ich habe nur an eines gedacht: dass ich 48 Stunden Zeit habe, um das Land zu verlassen<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n            Kriegsdienstverweigerer Da\u00adniil \u00fcber seine Flucht aus Russland<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"16\">Als die Mobilisierung am 21. September verk\u00fcndet wurde, schaute Da\u00adniil nach all den Jahren wieder in seinen Wehrpass \u2013 und fand darin den l\u00e4ngst vergessenen Vermerk. \u201eDort stand, dass ich mich im Falle einer Mobilisierung innerhalb von zwei Tagen beim Milit\u00e4rkommissariat melden muss.\u201c Er bekam Angst und dachte: \u201eWenn mich ein Polizist anh\u00e4lt und meinen Wehrpass kontrolliert, dann werde ich sofort an die Front geschickt.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-23\" pos=\"17\">Ab diesem Moment tickte f\u00fcr Da\u00adniil die Uhr: \u201eIch habe nur an eines gedacht: dass ich 48 Stunden Zeit habe, um das Land zu verlassen.\u201c Keine Sekunde lang habe er gez\u00f6gert, zu fliehen, gemeinsam mit einem Bekannten. Nach der Arbeit packte Da\u00adniil innerhalb einer Dreiviertelstunde einige Sachen zusammen, schnappte sich seinen Reisepass. Er fuhr zu seiner Familie, klingelte sie gegen 2 Uhr nachts aus dem Schlaf und sprach nur f\u00fcnf Minuten mit ihr. \u201eIch sagte, dass alles in Ordnung sei und ich bald zur\u00fcckk\u00e4me. Ich wollte nicht die Wahrheit sagen, denn sonst h\u00e4tten sie mich \u00fcberredet zu bleiben.\u201c Seit dieser Nacht hat Da\u00adniil seine Familie kein einziges Mal mehr gesehen.<\/p>\n<p>      Georgien, T\u00fcrkei, Deutschland<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-25\" pos=\"19\">Seit Kriegsbeginn 2022 haben sch\u00e4tzungsweise zwischen 600.000 und 1 Million Russen ihre Heimat verlassen, ein gro\u00dfer Teil davon sind junge M\u00e4nner. In den ersten Tagen der Mobilisierung flohen besonders viele von ihnen. Nach Armenien, Kasachstan, Kirgistan. Und Georgien.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-26\" pos=\"20\">Da\u00adniil und sein Bekannter hatten keinen Plan. Sie gaben \u201eTiflis\u201c ins Navi ein und fuhren los. Als sie in Wladikawkas, einer Stadt nahe der georgischen Grenze, ankamen, war bereits der n\u00e4chste Tag angebrochen. Sie gerieten in einen Stau. \u201eDie Polizei hielt alle Autos mit ortsfremden Nummernschildern an und fragten die Insassen, wo sie hinwollten.\u201c Auf die Schnelle sei Da\u00adniil nur eine angebliche Hochzeit eines Freundes eingefallen. \u201eDer Polizist antwortete: Ja, ja, heute fahren sie alle zu einer Hochzeit.\u201c Er forderte Da\u00adniil auf, umzudrehen und wegzufahren. Mit ihm diskutieren wollte Da\u00adniil nicht: \u201eAn diesem Tag war alles chaotisch, es herrschte eine Art Gesetzlosigkeit.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-27\" pos=\"21\">Die beiden M\u00e4nner lernten dann zuf\u00e4llig einen Taxifahrer kennen, der gegen viel Geld versprach, die zwei an die Grenze zu bringen. Auch dieses Mal wurden sie von der Polizei aufgefordert, wegzufahren. \u201eIch stand unter so viel Stress. Ich war schon bereit, aufzugeben.\u201c Doch dann schlug der Taxifahrer eine andere, weniger befahrene Route vor. Gegen 1 Uhr nachts \u00fcberquerten Da\u00adniil und sein Bekannter endlich die Grenze.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-28\" pos=\"22\">In Georgien traf Da\u00adniil andere Bekannte. Sie hatten zu dem Zeitpunkt eine Telegram-Gruppe mit etwa 300 Mitgliedern, in der sie \u00fcber m\u00f6gliche Fluchtwege nach Georgien informierten. Da\u00adniil teilte seine Route und die Telefonnummer des Taxifahrers, verbrachte die ersten Tage ausschlie\u00dflich damit, mit Menschen zu chatten, die noch auf der Flucht waren. \u201eWir haben mindestens zehn Menschen zur Flucht verholfen. Nach einiger Zeit konnten wir das allerdings nicht mehr tun, weil wir keine aktuellen Daten und Routen mehr hatten.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-29\" pos=\"23\">Stattdessen begannen sie damit, in der Gruppe \u00fcber kriegsbezogene Fake News aufzukl\u00e4ren. Es dauerte nicht lange, bis Da\u00adniil von seinem Cousin, der noch in Da\u00adniils Heimatstadt lebte, die Nachricht erhielt, dass \u00f6rtliche Beh\u00f6rden und sogar der FSB sich f\u00fcr Da\u00adniil interessieren w\u00fcrden. Seine Familie wurde von der Polizei aufgesucht. \u201eSie sagte, dass ich nach meiner R\u00fcckkehr strafrechtlich verfolgt werden w\u00fcrde.\u201c Da\u00adniils Vater habe gesagt: \u201eDenk an uns, wir werden uns f\u00fcr dich verantworten m\u00fcssen.\u201c Gleichzeitig habe er immer mehr hasserf\u00fcllte und drohende Kommentare auf Social Media erhalten. Ein Mann habe sogar geschrieben, dass er Anzeige gegen Da\u00adniil erstattet habe. Da\u00adniil schr\u00e4nkte den Kontakt zu seiner Familie ein, um sie zu sch\u00fctzen. Und erkannte, dass er in Russlands Nachbarland nicht mehr sicher war.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-30\" pos=\"24\">Im Dezember 2022 floh Da\u00adniil weiter in die T\u00fcrkei und flog von dort Richtung S\u00e3o Paulo. Zwischenstopp: Frankfurt. Nach EU-Recht k\u00f6nnen russische B\u00fcrger einen Flughafen in der EU nutzen, wenn sie einen Interkontinentalflug machen. In Frankfurt stellte sich Da\u00adniil der Polizei und sagte: \u201eAsyl.\u201c<\/p>\n<p>      Ist Daniil gef\u00e4hrdet?<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-32\" pos=\"26\">Er kam in eine Unterkunft in Gie\u00dfen, wo er viele andere russische Gefl\u00fcchtete traf. Im M\u00e4rz 2023 wurde er dann weiter ins bayrische Kulmbach geschickt, gleichzeitig wurde sein Asylantrag bearbeitet. Im Juni 2024 wurde der Antrag jedoch abgelehnt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-33\" pos=\"27\">Das entsprechende Schreiben des Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (Bamf) liegt der taz vor. Darin steht, dass Da\u00adniil seine Geschichte zwar ausf\u00fchrlich belegen konnte. Allerdings best\u00fcnden Zweifel, inwiefern sein politischer Aktivismus negative Konsequenzen nach sich ziehen k\u00f6nnte, sollte er nach Russland zur\u00fcckkehren. Au\u00dferdem best\u00fcnde keine besondere Gef\u00e4hrdung, denn: \u201eEs handelt sich beim Antragsteller um keinen bekannten Politiker, Journalisten, Blogger, Menschenrechtler.\u201c Auch die Wahrscheinlichkeit einer Einberufung wird infrage gestellt.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Es wird erst dann keine Mobilisierung mehr geben, wenn der Krieg vorbei ist<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n            Artem Klyga, Connection e.\u00a0V.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-35\" pos=\"28\">Als Da\u00adniil diese Zeilen las, habe er dies kaum glauben k\u00f6nnen und f\u00fchlte sich wie gel\u00e4hmt. \u201eEin paar Monate lang lag ich einfach nur da und starrte die Decke an.\u201c Er kennt viele andere Russen, die Asyl erhalten hatten. Die meisten sind deutlich unpolitischer als er \u2013 und daher wahrscheinlich auch weniger gef\u00e4hrdet. Er sei sich sicher gewesen, dass er Asyl erhalten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>      Die Empfehlung des Bundesamts: Korruption<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-37\" pos=\"30\">Die Argumentation des Bundesamts f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge kann er nicht nachvollziehen. Unter anderem steht im Ablehnungsschreiben, dass es M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ihn gegeben h\u00e4tte, den Dienst zu umgehen, etwa durch Korruption. Ihn mache es \u201ewahnsinnig\u201c, dass ein deutsches Ministerium so etwas normalisiere. \u201eMit jedem Rubel, mit dem ich mich h\u00e4tte freikaufen k\u00f6nnen, h\u00e4tte ich das System unterst\u00fctzt und f\u00fcr die Raketen bezahlt, die in der Ukraine fallen.\u201c Die Wut dar\u00fcber sei in ihm so gro\u00df gewesen, dass er es damals nicht einmal versucht hatte. \u201eKorruption ist ein Gl\u00fccksspiel: Heute geht es gut, morgen schon nicht mehr.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-38\" pos=\"31\">Er fragt sich: Was w\u00e4re mit ihm passiert, h\u00e4tte das Schmiergeld doch nicht gereicht? \u201eWenn dir jemand eine Waffe an den Kopf h\u00e4lt und dich zwingt, etwas zu tun, kannst du nat\u00fcrlich \u201aNein\u2018 sagen. Aber dann wirst du halt umgebracht.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-39\" pos=\"32\">Da\u00adniil sagt, 95 Prozent der russischen Gefl\u00fcchteten, die er kennt, erhielten kein Asyl. Die aktuellen Zahlen sagen so ziemlich das Gleiche aus. Und auch Experten, die sich mit Deutschlands Umgang mit russischen Gefl\u00fcchteten befassen. Einer davon ist Artem Klyga. Er ber\u00e4t seit Jahren russische M\u00e4nner, die niemals eine Waffe halten wollen. Der Jurist ist spezialisiert auf Milit\u00e4rrecht, in Moskau half er jungen M\u00e4nnern dabei, den allgemeinen Wehrdienst auf legale Weise zu umgehen, etwa durch einen Zivildienst.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-40\" pos=\"33\">Seit M\u00e4rz 2025 arbeitet Klyga f\u00fcr <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kriegsdienstverweigerer-im-Ukraine-Krieg\/!6071922\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Connection e. V.<\/a> Der Verein aus Offenbach am Main steht der Friedensbewegung nahe und unterst\u00fctzt vor allem Deserteure. Klygas Aufgabe besteht darin, Menschen aus postsowjetischen L\u00e4ndern zu beraten, die vor dem Krieg geflohen sind und in Deutschland Asyl suchen. Die Ablehnungsschreiben des Bundesamts f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge kennt er inzwischen auswendig.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/7805967\/1200\/38768883-3.jpeg\" data-pswp-width=\"\" data-pswp-height=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/38768883-3.jpeg\" alt=\"Daniil steht verdeckt unter einem Sonnenschirm auf einem Gehweg\" title=\"Daniil steht verdeckt unter einem Sonnenschirm auf einem Gehweg\" height=\"997\" type=\"image\/jpeg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Warten auf den Bescheid, bleiben zu d\u00fcrfen: Kriegsdienstverweigerer Daniil<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nSebastian Lock<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-42\" pos=\"34\">Die Formulierungen seien \u201eschablonenhaft\u201c: \u201eDas Bamf vertritt seit Langem den Standpunkt, dass es in Russland keine Mobilisierung mehr gibt und dass die allgemeine Wehrpflicht das Risiko der Einberufung nicht erh\u00f6ht.\u201c Klyga hat das Bundesamt mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass eine Mobilisierung tats\u00e4chlich nach wie vor besteht. \u201eEs wird erst dann keine Mobilisierung mehr geben, wenn der Krieg vorbei ist.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-43\" pos=\"35\">Erst im M\u00e4rz dieses Jahres wurden wieder 160.000 wehrpflichtige M\u00e4nner eingezogen. Am Krieg nehmen offiziell nur Vertrags- und Zeitsoldaten teil, allerdings gibt es Berichte dar\u00fcber, dass auch Wehrpflichtige im russischen Grenzgebiet k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>      Welche Gr\u00fcnde sind genug?<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-45\" pos=\"37\">Welche Gr\u00fcnde sind hinreichend f\u00fcr das Bamf, um von einer potentiellen Verfolgung und Bestrafung russischer M\u00e4nner ausgehen zu k\u00f6nnen, sollten diese zur\u00fcckkehren? Weshalb erhalten viele von ihnen einen negativen Asylbescheid? Die taz hat das Bamf mit diesen Fragen konfrontiert. Die Antwort ist vage: Es handele sich immer um eine Einzelfallpr\u00fcfung.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-46\" pos=\"38\">Klyga ist im September 2022 selbst aus Angst vor einer <a href=\"https:\/\/taz.de\/Soldaten-der-russischen-Armee\/!5904422\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">m\u00f6glichen Einberufung<\/a> geflohen. Die Polizei sei besonders darauf bedacht gewesen, ihn und zwei seiner Kollegen an die Front zu schicken. Kurz nach Kriegsbeginn hatte Klyga eine \u00f6ffentliche Erkl\u00e4rung gegen den Krieg unterzeichnet.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-47\" pos=\"39\">Der Jurist nahm zehn verschiedene Z\u00fcge quer durch Kasachstan, nach einer Woche kam er in Taschkent, der usbekischen Hauptstadt, an. Georgien erschien ihm zu gef\u00e4hrlich: \u201eDamals gab es dort viele politische Aktivisten. Ich wollte nicht dort sein, wo es russische Spione und Sicherheitsdienste geben k\u00f6nnte.\u201c Zudem ist Usbekistan weiter von Russland entfernt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-48\" pos=\"40\">Im Februar 2023 beantragte Klyga mithilfe einer Menschenrechtsorganisation ein humanit\u00e4res Visum f\u00fcr drei Jahre bei der deutschen Botschaft. Seit M\u00e4rz 2023 lebt er in Deutschland. Klyga ist ein Sonderfall, nur wenige Russen haben Anspruch auf so ein Visum. Meist handelt es sich dabei um Oppositionelle oder Menschenrechtler wie Klyga.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-49\" pos=\"41\">\u201eDeutschland hat viel f\u00fcr die Russen getan, die wegen des Kriegs geflohen sind\u201c, sagt der Milit\u00e4rrechtsexperte. \u201eKein anderes Land hat so viel f\u00fcr russische Gefl\u00fcchtete getan \u2013 noch dazu bereits kurz nach Kriegsbeginn, als es kaum jemandem in den Sinn kam, ausgerechnet jetzt den Russen zu helfen.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-50\" pos=\"42\">Dennoch kritisiert er das Asylverfahren. Die Position des Bamf sei politisch motiviert. Und hinsichtlich der Deserteure g\u00e4be es \u00fcberhaupt keine Anstrengungen. Im Gegensatz zu den Tausenden M\u00e4nnern wie Da\u00adniil, die noch vor dem Einzug geflohen sind, wagen auch immer wieder aktive Soldaten die Flucht vor der Front. \u201eWir reden hier von nicht einmal hundert Menschen. Als wir im Jahr 2023 damit begannen, das Thema gro\u00df zu machen, befand sich die damalige deutsche Regierung in einer Krise. Es gab keinen Raum, um sich mit dieser Frage zu besch\u00e4ftigen.\u201c Er bezweifelt, ob die neue Regierung sich mit dem Problem befassen wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-51\" pos=\"43\">Aktuell stellt lediglich Frankreich Reisepapiere f\u00fcr russische \u00dcberl\u00e4ufer aus. Gleichzeitig gibt es immer mehr L\u00e4nder, etwa Armenien und Kasachstan, die einst viele Russen aufnahmen und diese jetzt abschieben. Auch Deutschland schiebt \u2013 wenn auch nur vereinzelt \u2013 russische Gefl\u00fcchtete ab.<\/p>\n<p>      Auf keinen Fall zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-53\" pos=\"45\">Nach dem Ablehnungsschreiben und der monatelangen Schockstarre hat Da\u00adniil mit seinem Anwalt Berufung eingelegt. Bis zu drei Jahre lang k\u00f6nnte das weitere Verfahren dauern. Da\u00adniil hofft, dass er gewinnt. Im Januar dieses Jahres hat das Berliner Verwaltungsgericht entschieden, dass russische Wehrpflichtige einen Anspruch auf Schutz haben. Mehrere Personen hatten gegen die negative Asylentscheidung des Bamf geklagt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-54\" pos=\"46\">Sollte er dennoch kein Asyl erhalten, w\u00fcrde er andere Wege versuchen: zum Beispiel, indem er eine Ausbildung beginnt. Seit Oktober letzten Jahres arbeitet er als Kurierfahrer, mit dem Geld bezahlt er seinen Anwalt und einen B2-Sprachkurs. Zur\u00fcck nach Russland will Da\u00adniil auf keinen Fall. Er kennt einige Russen, die nach einer Ablehnung freiwillig zur\u00fcck in die Heimat gegangen sind. Au\u00dfer stundenlanger Verh\u00f6re h\u00e4tte es keine Konsequenzen f\u00fcr sie gegeben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-55\" pos=\"47\">Allerdings seien das alles Leute gewesen, die zuvor sehr unauff\u00e4llig, also unpolitisch, gelebt h\u00e4tten. \u201eIch hingegen habe an Kundgebungen teilgenommen und in den sozialen Medien kritische Dinge \u00fcber die Regierung geschrieben. Es gibt sogar mehrere Posts von mir, in denen \u201aRuhm der Ukraine\u2018 steht.\u201c Dass es nur leere Drohungen seien, die seine Familie erhalten hat, glaubt er nicht.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-56\" pos=\"48\">Nach dem Gespr\u00e4ch verl\u00e4sst Da\u00adniil das Caf\u00e9 und steigt in den Lieferwagen, mit dem er morgen wieder durch die bayerische Provinz fahren wird. Er wird Pakete austragen und dabei ein wenig Smalltalk f\u00fchren. Und sollte sich dann jemand, wie so oft, nach der Herkunft seines Akzents erkundigen, wird Da\u00adniil vielleicht seine Geschichte erz\u00e4hlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"I lja Jaschin ist auf Tour. 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