{"id":263935,"date":"2025-07-13T02:14:35","date_gmt":"2025-07-13T02:14:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263935\/"},"modified":"2025-07-13T02:14:35","modified_gmt":"2025-07-13T02:14:35","slug":"damit-wird-wieder-ein-stueck-berliner-geschichte-verloren-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/263935\/","title":{"rendered":"\u201eDamit wird wieder ein St\u00fcck Berliner Geschichte verloren gehen\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin. Leserbriefe an die Berliner Morgenpost: Ihre Meinung ist uns wichtig. Eine Auswahl von Zuschriften finden Sie hier.<\/p>\n<p>   Zum Artikel \u201eSchwarz-rotes Fiasko: Warum die Richterwahl nicht zustande kam\u201c vom 11. Juli   <\/p>\n<p>Wenn Brandmauer zur AfD bedeutet, dass jede abzustimmende Entscheidung nur von Gnaden eben dieser Fraktion abh\u00e4ngt, dann kann sich das Kabinett doch jetzt schon die Karten legen. <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article409487677\/schwarz-rotes-fiasko-warum-die-richterwahl-nicht-zustande-kam.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1752235072\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mit diesem Gebaren erh\u00e4lt die AfD doch eine Aufwertung sondergleichen.<\/a> Durchschaut denn keiner im Parlament dieses infame Spielchen? Es hatte sich schon fr\u00fch abgezeichnet, dass sich die Parteien des demokratischen Spektrums auf diese Weise erpressbar machen. Traurig!<\/p>\n<p>Ullrich Herzau, per Mail <\/p>\n<p>  Zum Artikel \u201eUmbenennung der Mohrenstra\u00dfe: ,Freue mich auf den Schritt\u2018\u201c vom 9. Juli   <\/p>\n<p>Die Menschen (gemeint sind die B\u00fcrger) werden \u00fcberhaupt nicht mehr bei solchen Entscheidungen mit herangezogen. Es ist zu bef\u00fcrchten, dass jetzt schnell weitere Namens\u00e4nderungen folgen werden, wie u.a. der von Richard Wagner. Ach ja: Mindestens einen Namen gibt es, der seit nurmehr 35 Jahren noch immer in der Hauptstadt dieses Landes keinen w\u00fcrdevollen Ort des Gedenkens wie z.B. in Form einer Stra\u00dfe oder eines Platzes erhalten hat. Gemeint ist hier der Kanzler der Deutschen Einheit \u2013 Helmut Kohl.<\/p>\n<p>G\u00f6tz Krause, per Mail  <\/p>\n<p>Die Sau\u00a0ist l\u00e4ngst durchs Dorf, die Duftspur weht aber noch lange in der Luft. Ausgerechnet die, mit der Fahne der direkten Demokratie, schlagen das Votum betroffener B\u00fcrger in den Wind und machen die Hauptstadt mit ihrem Rassismusverdacht l\u00e4cherlich.<\/p>\n<p>H. Huber, per Mail<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/article409468898\/mohrenstrasse-streit-um-umbenennung-gericht-entscheidet.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1752076620\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mit der Umbenennung der Mohrenstra\u00dfe<\/a> wird wieder ein St\u00fcck Berliner Geschichte verloren gehen, denn die hei\u00dft schon seit rund 300 Jahren so. Dabei hatte deren Benennung absolut nichts mit Rassismus zu tun, auf so etwas kommen erst die dem Zeitgeist erliegenden Besserwisser von heute. M\u00fcssen nun auch alle Mohrenapotheken in Deutschland, deren Benennung ebenfalls nichts mit Rassismus zu tun haben, umbenannt werden?<\/p>\n<p>J\u00f6rg G\u00f6rn, per Mail<\/p>\n<p>Es ist sicher angebracht, Stra\u00dfen nicht mehr nach fr\u00fcheren Kolonialherren zu benennen. Au\u00dferdem ist das Urteil des Gerichts nachvollziehbar, weil es nur formal, aber nicht inhaltlich zu entscheiden hatte. Die verantwortlichen Bezirkspolitiker hatten eben einen politischen Spielraum, den sie ausgenutzt haben. Politischer Unsinn l\u00e4sst sich in diesem Fall leider nicht juristisch verhindern.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Die Umbenennung der Mohrenstra\u00dfe ist mehr als nur Unsinn. Sie ist ein tragisches Ungl\u00fcck f\u00fcr die historisch gewachsene Identit\u00e4t Berlins. Mit der Umbenennung der \u00fcber 300 Jahre alten Mohrenstra\u00dfe verschwindet das m\u00f6glicherweise \u00e4lteste im Stra\u00dfenbild sichtbare historische Zeugnis der Einwohnerschaft Schwarzer Menschen in Berlin. Dieser Stra\u00dfenname war f\u00fcr sich ein Denkmal f\u00fcr das Leben afrikanischst\u00e4mmiger Bewohner der Stadt schon vor Jahrhunderten. Ein Denkmal daf\u00fcr, dass diese Bewohner aus damaliger begrenzter Sicht (\u00fcber die heute niemand selbstgef\u00e4llig urteilen sollte) m\u00f6glicherweise als exotisch, letztlich aber wertsch\u00e4tzend und vor allem eben als Menschen angesehen wurden. Das Wort Mohr benutzt man heute an sich nicht mehr. Aber nicht, weil es fr\u00fcher angeblich diskriminierend war. (Oder was sollen Leute denken, die Maurice oder Moritz hei\u00dfen?) Sondern, weil es heute mit den vielf\u00e4ltigeren Kenntnissen von der Welt nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df ist. Die Mohrenstra\u00dfe aber war ein Schritt der langen und schwierigen Entwicklung zur heutigen toleranten und vielf\u00e4ltigen Stadt. Den Stra\u00dfennamen nur in seinem Kern und nur aus heutiger Sicht zu betrachten, setzt diese Entwicklung auf geradezu selbstgef\u00e4llige Weise herab.<\/p>\n<p>Sascha Lufter, per Mail<\/p>\n<p>  Zum Artikel \u201eNachtflugverbot am Flughafen BER: ,Ist das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig?\u2018\u201c vom 11. Juli   <\/p>\n<p>Bei der Bewertung der mit L\u00e4rmschutz zu versehenen R\u00e4ume war der \u201egeniale Schachzug\u201c des Flughafens,\u00a0die Schlafzimmer\u00a0nur mit einem L\u00fcftermonstrum ausr\u00fcsten zu wollen.\u00a0Die einfache Logik lautete seinerzeit: Weil in der Nacht kein Flugzeug fliegt, brauchen die Schlafzimmer auch keinen L\u00e4rmschutz, was\u00a0bedeutet, dass circa 22.000 Schlafzimmer mit neuen Fenstern und D\u00e4mmungen von W\u00e4nden, D\u00e4chern oder Giebelverkleidungen nachger\u00fcstet werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>   Morgenpost Sp\u00e4ti<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hier steckt alles drin: Ihr Berlin-Update zum Feierabend \u2013 montags bis freitags um 18 Uhr.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p>Bei laienhaft gesch\u00e4tzten\u00a0Durchschnittskosten von 5000 Euro pro Objekt kommen da schnell \u00fcber\u00a0100 Millionen Euros zusammen.<br \/>Keine Angst, der BER an diesem Standort\u00a0wurde nur genehmigt, wenn dort in der Nacht nicht geflogen wird, und das\u00a0wird auch ein Billigflieger nicht \u00e4ndern. Man darf gespannt sein, welche Politiker zuerst den Kopf aus der Deckung stecken und das Nachtflugverbot kippen wollen.<\/p>\n<p>Dietmar Astfalk, per Mail<\/p>\n<p>Ich lebe in S\u00fcd-Berlin und die fliegen alle \u00fcber meinen Bezirk! Ich bin gl\u00fccklich, <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article409476126\/bruecken-ueber-nacht-abreissen-koennen-wir-aber-dann-hoertE28098s-auf.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1752206400\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass auch mal Ruhe ist<\/a> und ich nicht 24 Stunden nur Flugzeugturbinen h\u00f6ren muss!<\/p>\n<p>Boris M., via Instagram<\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/408077572_1736845001_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[1\/1] \" alt=\"Teaser Leserbriefe Morgenpost\" title=\"Teaser Leserbriefe Morgenpost\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. Leserbriefe an die Berliner Morgenpost: Ihre Meinung ist uns wichtig. 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