{"id":264056,"date":"2025-07-13T03:27:10","date_gmt":"2025-07-13T03:27:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264056\/"},"modified":"2025-07-13T03:27:10","modified_gmt":"2025-07-13T03:27:10","slug":"mit-diesen-problemen-kaempfen-die-macher-von-stuttgart-21-baden-wuerttemberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264056\/","title":{"rendered":"Mit diesen Problemen k\u00e4mpfen die Macher von Stuttgart 21 &#8211; Baden-W\u00fcrttemberg"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Muss die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 erneut verschoben werden oder zumindest Schritt f\u00fcr Schritt ablaufen? Dazu soll am Freitag eine Entscheidung fallen. Woran hakt es?<\/b><\/p>\n<p><a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Stuttgart\" data-rtr-id=\"bdcb100100d1ee20d776dd903bb1110a54a1c3c4\" data-rtr-score=\"76.45407244346609\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"28\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/stuttgart?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> (dpa\/lsw) &#8211; Alle Jahre wieder stellt sich die Frage: Wann wird Stuttgart 21 fertig? Urspr\u00fcnglich sollte das Bahnprojekt mal 2019 in Betrieb gehen, nach zahlreichen Verschiebungen ist die offizielle Angabe nun Dezember 2026 &#8211; noch. Weil im Zuge der Bauarbeiten im kommenden Jahr massive Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Fahrg\u00e4ste drohen, soll eine Arbeitsgruppe kl\u00e4ren, wie die Inbetriebnahme m\u00f6glichst fahrgastfreundlich gestaltet werden kann. Am Freitag soll der Lenkungskreis des Bahnprojektes \u00fcber das Ergebnis informiert werden. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass der Termin im Dezember 2026 erneut wackelt. Das sind derzeit die gr\u00f6\u00dften Probleme von Stuttgart 21:<\/p>\n<p>Digitalisierung<\/p>\n<p>Die Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens ist schon l\u00e4nger das Sorgenkind der Planer. Die Probleme f\u00fchrte die Bahn auch als einen Grund f\u00fcr die letzte Verschiebung der Inbetriebnahme auf Ende 2026 an. Im Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten in Stuttgart als Erster bundesweit komplett digitalisiert. Z\u00fcge des Fern- und Regionalverkehrs sowie S-Bahnen sollen dann mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS fahren &#8211; und zwar nur damit. Klassische Lichtsignale werden im Stuttgarter Bahnknoten nicht mehr verbaut. <\/p>\n<p>Derzeit sind die Bauarbeiten f\u00fcr die Digitaltechnik laut Bahn stark verz\u00f6gert. Als Grund nennt der Konzern in den Unterlagen f\u00fcr die j\u00fcngste Sitzung des Lenkungskreises mangelnde Kapazit\u00e4ten und fehlende Materialverf\u00fcgbarkeit bei den ausf\u00fchrenden Firmen. Zudem k\u00f6nne das Programm zur Bedienung der neuen Digitaltechnik erst nach Dezember 2026 bereitgestellt werden. Das sei kompensierbar, bedeute aber betriebliche und qualitative Einschr\u00e4nkungen, hei\u00dft es in den Unterlagen der Bahn. <\/p>\n<p>Anschluss an bestehende Gleise<\/p>\n<p>Bislang beeinflussten die Bauarbeiten f\u00fcr das Milliardenprojekt die bestehenden Bahnstrecken relativ wenig. Neubaustrecke und zahlreiche Tunnel wurden komplett neu gebaut, w\u00e4hrend die alten Verbindungen weiter in Betrieb waren. Nun muss die neue Infrastruktur vor der Inbetriebnahme an einigen Stellen an die bestehenden Strecken angeschlossen werden &#8211; was mit vielen Sperrungen einhergeht. Besonders stark betroffen sind davon Fahrg\u00e4ste aus und in Richtung Osten, weil der Anschluss an die neuen Schienen dort viele Arbeiten im Bestand n\u00f6tig mache, schreibt die Bahn in den Unterlagen f\u00fcr die Sitzung des letzten Lenkungskreises. Besonders betroffen ist demnach der Bereich Bad Cannstatt, den alle S-Bahnlinien, Regionalz\u00fcge und Fernz\u00fcge in Richtung Ulm und M\u00fcnchen passieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fahrg\u00e4ste bedeutet das noch mehr Sperrungen und Einschr\u00e4nkungen als bisher schon gewohnt. Baden-W\u00fcrttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr\u00fcne) sprach von einer noch h\u00f6heren Stufe des Leidens f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste. Die Bahn hatte den Projektpartnern in der letzten Sitzung f\u00fcr 2026 eine Verdopplung der Sperrpausen im Vergleich zu 2025 angek\u00fcndigt. <\/p>\n<p>Zeitplan<\/p>\n<p>Wegen der vielen Baustellen und drohenden Sperrungen, die f\u00fcr die Inbetriebnahme Ende 2026 notwendig w\u00e4ren, wackelt der Zeitplan f\u00fcr den S21-Start erneut. Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe der Projektpartner solle die Bahn das Inbetriebnahmekonzept pr\u00fcfen, um Beeintr\u00e4chtigungen m\u00f6glichst gering zu halten, entschied der Lenkungskreis. Das Ergebnis der Pr\u00fcfung soll am 18. Juli den Projektpartnern in einer Sondersitzung des Lenkungskreises mitgeteilt werden. <\/p>\n<p>Denkbar w\u00e4ren mehrere Varianten: Eine komplette Verschiebung der Inbetriebnahme, ein teilweiser Start, bei dem ein Teil der Z\u00fcge bereits im neuen Tiefbahnhof, andere aber erstmal weiter im alten Kopfbahnhof enden w\u00fcrden &#8211; oder ein Festhalten an der kompletten Inbetriebnahme im Dezember 2026 mit gro\u00dfen Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste im Vorfeld. Beobachter halten einen Teil-Start f\u00fcr das wahrscheinlichste Szenario, mehrere Medien hatten dar\u00fcber bereits spekuliert. <\/p>\n<p>Kosten<\/p>\n<p>Neben dem Inbetriebnahmetermin sind auch immer die Kosten ein Thema. Bis vor Kurzem bezifferte die Bahn diese auf rund 11 Milliarden Euro, eingeplant ist zudem ein Puffer von 500 Millionen Euro. Dieser ist inzwischen schon recht gut aufgebraucht: In der letzten Sitzung des Lenkungskreises informierte die Bahn die Projektpartner dar\u00fcber, dass sich die Kosten inzwischen auf rund 11,3 Milliarden Euro summierten. <\/p>\n<p>Die Mehrkosten f\u00fcr das Bahnprojekt besch\u00e4ftigen schon seit einiger Zeit auch Gerichte. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer H\u00f6he von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Was mit den Mehrkosten von mindestens 6,5 Milliarden Euro passiert, ist strittig. Die Bahn hatte die Projektpartner auf eine Beteiligung daran verklagt und war 2024 mit dem Versuch vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht gescheitert. Die Projektpartner beharren darauf, dass die Bahn die Bauherrin von Stuttgart 21 ist, die Bahn geht von einer gemeinsamen Verantwortung aller Partner aus und hat auch Rechtsmittel gegen das Stuttgart Urteil eingelegt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/6794769_1_articledetail_Auch_oberirdisch_laesst_sich_immer_mehr_erahnen_wie_die_Bahnhof_kuenfitg_aus.webp\" alt=\"Baustelle Tiefbahnhof Stuttgart 21 - Eingangsportal\" title=\"Baustelle Tiefbahnhof Stuttgart 21 - Eingangsportal\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Auch oberirdisch l\u00e4sst sich immer mehr erahnen, wie die Bahnhof k\u00fcnfitg aussehen wird.Foto: Bernd Wei\u00dfbrod\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Muss die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 erneut verschoben werden oder zumindest Schritt f\u00fcr Schritt ablaufen? 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