{"id":264216,"date":"2025-07-13T05:02:09","date_gmt":"2025-07-13T05:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264216\/"},"modified":"2025-07-13T05:02:09","modified_gmt":"2025-07-13T05:02:09","slug":"berlin-brandenburg-messerverbot-in-allen-berliner-bahnen-bussen-und-bahnhoefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264216\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Messerverbot in allen Berliner Bahnen, Bussen und Bahnh\u00f6fen"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Messerverbot in allen Berliner Bahnen, Bussen und Bahnh\u00f6fen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              13.07.2025, 06:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Zuletzt hat die Polizei immer mehr Straftaten mit Messern gez\u00e4hlt. Oft wird gedroht, manchmal zugestochen. Strengere Regelungen sollen helfen.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; \u00a0\u00a0\u00a0In allen Berliner S-Bahnen, U-Bahnen, Bussen und Stra\u00dfenbahnen sind Messer und andere Waffen k\u00fcnftig verboten. Damit wollen Senat und Polizei die Gewaltkriminalit\u00e4t eind\u00e4mmen.\u00a0<\/p>\n<p>Ab wann gilt dieses Verbot?<\/p>\n<p>Die &#8222;Verordnung \u00fcber das Verbot des F\u00fchrens von Waffen und Messern innerhalb bestimmter Gebiete&#8220; tritt an diesem Donnerstag, 17. Juli 2025, in Kraft. Beschlossen hatten CDU und SPD das Vorgehen im Berliner Senat am 24. Juni. Grundlage der Rechtsverordnung ist \u00a7 42 Absatz 5 Satz 1, 2 und 3 des Waffengesetzes (WaffG), das es Landesregierungen m\u00f6glich macht, durch Rechtsverordnung das F\u00fchren von Waffen und auch das F\u00fchren aller Arten von Messern unter bestimmten Voraussetzungen zu verbieten.<\/p>\n<p>Was wird genau untersagt?<\/p>\n<p>Unter das Waffenverbot fallen neben Messern aller Art auch Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Besonders im Fokus sind Messer, die in bestimmten Kreisen oft bei jungen M\u00e4nnern beliebt sind, wie Klappmesser und Springmesser. Die betroffenen Orte sind die Verkehrsmittel und Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs, also Bahnen und Busse sowie Bahnhofsgeb\u00e4ude, Bahnsteige und Zug\u00e4nge. Spezielle Schilder, die auf das Verbot aufmerksam machen, soll es aber nicht geben.\u00a0<\/p>\n<p>Gibt es Ausnahmen?<\/p>\n<p>F\u00fcr bestimmte Berufsgruppen gelten Ausnahmen: Polizei und Feuerwehr &#8211; oder auch f\u00fcr K\u00f6che oder andere Gastronomen, die Messer zur Arbeit mitnehmen. Auch Messer, die neu gekauft wurden und noch verpackt transportiert werden, sind nicht verboten. Das Verbot gilt aber auch dann, wenn die Besitzer mit einem sogenannten Kleinen Waffenschein ansonsten zum F\u00fchren dieser Waffen berechtigt sind.<\/p>\n<p>Was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr das Verbot?<\/p>\n<p>Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) will angesichts zahlreicher Straftaten mit Messern ein Zeichen setzen: &#8222;Waffen und Messer haben im \u00f6ffentlichen Raum und im \u00d6PNV nichts verloren&#8220;, sagte Spranger. &#8222;Das stellen wir mit der neuen Rechtsverordnung klar. Diese Regelung setzt eine Grenze und sendet ein deutliches Signal: Nein zu Messern im \u00f6ffentlichen Raum.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Wie geht die Polizei mit dem Verbot um?\u00a0<\/p>\n<p>Laut Spranger wird die Arbeit der Polizei erleichtert. Sie kann durch die neue Rechtslage, unabh\u00e4ngig von konkreten Verdachtsmomenten, kontrollieren, ob jemand zum Beispiel auf einem Bahnhof eine Waffe bei sich hat. Bisher war das nicht erlaubt. Gefundene Messer oder Dosen mit Pfefferspray k\u00f6nnen dann beschlagnahmt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Wie sollen die Strafen bei Verst\u00f6\u00dfen aussehen?<\/p>\n<p>Ein Versto\u00df gegen das Verbot des F\u00fchrens von Waffen oder Messern ist eine Ordnungswidrigkeit. Als Strafe kann eine Geldbu\u00dfe verh\u00e4ngt werden. Dazu beitragen soll, dass bei wiederholten Verst\u00f6\u00dfen auch der F\u00fchrerschein entzogen werden kann, wenn dadurch &#8222;Zweifel an der charakterlichen Eignung&#8220; zum F\u00fchren eines Fahrzeugs bestehen, wie die Senatorin betonte.<\/p>\n<p>&#8222;Man trifft die Menschen, die bewusst mit Messern durch die Gegend gehen, am meisten, wenn sie wieder in ein Auto einsteigen wollen&#8220;, sagte Innensenatorin Spranger zur Erkl\u00e4rung. &#8222;Das sind Leute, die sehr gerne Auto fahren und oft noch zu schnell.&#8220; Einen Automatismus gebe es aber nicht: Ein F\u00fchrerscheinentzug sei in jedem Fall eine Einzelfallentscheidung.<\/p>\n<p> Wie war die Regelung bisher?<\/p>\n<p>Ein Waffen- und Messerverbot gilt seit Mitte Februar bereits im G\u00f6rlitzer Park und am Kottbusser Tor in Kreuzberg sowie am Leopoldplatz im Wedding. Seitdem seien fast 100 Messer und andere gef\u00e4hrliche Gegenst\u00e4nde aus dem Verkehr gezogen und 150 Ordnungswidrigkeiten erfasst worden, so die Innensenatorin.\u00a0<\/p>\n<p>Wie viele Straftaten mit Messern gibt es?\u00a0<\/p>\n<p>Die Polizei registriert in ganz Deutschland eine Zunahme von Taten und Drohungen mit Messern im \u00f6ffentlichen Raum. In Berlin wurden laut Kriminalstatistik im vergangenen Jahr insgesamt 3.412 F\u00e4lle erfasst. Etwa die H\u00e4lfte davon sind Drohungen mit einem Messer.\u00a0<\/p>\n<p>Die Bundespolizei hatte seit Ende Mai ein Verbot f\u00fcr Messer, \u00c4xte, Baseballschl\u00e4ger und andere gef\u00e4hrliche Gegenst\u00e4nde auf zw\u00f6lf gro\u00dfen Berliner S-Bahnh\u00f6fen verh\u00e4ngt und allein in den folgenden vier Wochen 319 verbotene Gegenst\u00e4nde sichergestellt. Dazu z\u00e4hlten 167 verschiedene Messer sowie 20 Hiebwaffen und 7 Waffen. Insgesamt seien 4.754 Menschen kontrolliert worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Messerverbot in allen Berliner Bahnen, Bussen und Bahnh\u00f6fen 13.07.2025, 06:03 Uhr Zuletzt hat die Polizei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":264217,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,13365,3271,296,1956,8436,1890,69023,29,30,19221],"class_list":{"0":"post-264216","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-bahnen","13":"tag-bahnhoefen","14":"tag-berlin","15":"tag-berlin-und-brandenburg","16":"tag-berliner","17":"tag-brandenburg","18":"tag-bussen","19":"tag-deutschland","20":"tag-germany","21":"tag-messerverbot"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114844175099007398","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264216","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=264216"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264216\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/264217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=264216"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=264216"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=264216"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}