{"id":264331,"date":"2025-07-13T06:13:18","date_gmt":"2025-07-13T06:13:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264331\/"},"modified":"2025-07-13T06:13:18","modified_gmt":"2025-07-13T06:13:18","slug":"keine-sicherheit-nur-hoffnung-kreuzer-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264331\/","title":{"rendered":"Keine Sicherheit, nur Hoffnung \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>20.000 Euro. Die fehlen dem H\u00f6rspielsommer aktuell und niemand kann sicher sagen, ob das Geld kommt. Eigentlich war dem Verein die Summe vom Kulturamt der Stadt Leipzig zugesagt worden. Doch wie andere Tr\u00e4ger auch, erhielt der Verein Ende Juni eine Mail vom Kulturamt. Darin wurde er dar\u00fcber informiert, dass alle Projektf\u00f6rdergelder vorerst eingefroren werden und auch bereits gezahlte Mittel unter Vorbehalt stehen. Grund ist, dass der Leipziger Haushalt erst durch die Landesdirektion Sachsen genehmigt werden muss. Diese hatte dar\u00fcber informiert, dass der Leipziger Haushalt an der geplanten Aufnahme von hohen Krediten scheitern k\u00f6nnte. Konkret bedeutet das f\u00fcr Projekte und Tr\u00e4ger: Solange der st\u00e4dtische Haushalt nicht genehmigt ist, zahlt das Kulturamt keine Projektmittel aus \u2013 aller Voraussicht nach mindestens bis September.\u00a0<\/p>\n<p>Nach dieser Email fand beim H\u00f6rspielsommer erstmal eine Krisensitzung statt, erz\u00e4hlt Katharina Gloe, Vorstandsmitglied und Mitorganisatorin. \u00bbAnderthalb Wochen vor dem H\u00f6rspielsommer konnten wir die Veranstaltung aber nicht mehr absagen. Andere F\u00f6rderungen w\u00e4ren weggebrochen, au\u00dferdem hatten wir schon Vertr\u00e4ge mit K\u00fcnstler:innen, die wir nicht aufl\u00f6sen konnten.\u00ab<br \/>Der H\u00f6rspielsommer l\u00e4uft also vom 9. Bis 13. Juli. \u00bbIch pers\u00f6nlich dr\u00e4nge diesen Umstand gerade eher in den Hintergrund\u00ab, erz\u00e4hlt Gloe. \u00bbAber wir versuchen jetzt im Kleinen, viel zu sparen: insbesondere beim Programm und bei der Infrastruktur, aber auch am kostenlosen Essen f\u00fcr das ehrenamtliche Team.\u00ab Gleichzeitig wirbt der Verein weitere F\u00f6rdergelder und Spenden ein. \u00bbWir haben noch R\u00fccklagen, aber im schlimmsten Fall m\u00fcssen wir ab September nochmal r\u00fcckwirkend F\u00f6rdergelder beantragen. Und eigentlich m\u00fcssen da ja schon wieder Gelder f\u00fcr das kommende Jahr beantragt werden\u00ab, erkl\u00e4rt Gloe. <\/p>\n<p>\u00dcber 200 Projekte sind von diesem Vorgehen betroffen, f\u00fcr sie bedeutet es gro\u00dfe Unsicherheit, da sie im schlimmsten Fall davon ausgehen m\u00fcssen, dass sie f\u00fcr das laufende Jahr gar keine Unterst\u00fctzung erhalten. Das betrifft zum Beispiel das Kurzs\u00fcchtig-Filmfestival, das bereits erfolgte Kinderjazzfestival Kids Jazz L.E. und mehrere Stadtteilfeste. Die Teams hinter den Veranstaltungen gehen unterschiedlich mit der Unsicherheit um. Manche Tr\u00e4ger suchen nach alternativen Finanzierungsquellen, w\u00e4hrend andere ihre Veranstaltungen komplett absagen. So wie das B\u00fclowstra\u00dfenmusikfestival. \u00bbDer Wille fehlt. Und das Herz offenbar gleich mit\u00ab, schreibt das Organisationsteam auf Instagram und wendet sich mit dem Statement an Politik und Verwaltung: \u00bbWer an Kultur und Miteinander spart, spart letztlich an der Zukunft unserer Stadtteile\u00ab. <\/p>\n<p>Dazu kommt, dass selbst bei Genehmigung des Haushaltes durch die Landesdirektion Sachsen noch nicht feststeht, ob die im ersten Halbjahr ausgezahlten Projektmittel so noch Bestand haben oder der Haushalt r\u00fcckwirkend aktualisiert werden muss. Es k\u00f6nnte durchaus passieren, dass diese Mittel zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u00bbWir haben das Gef\u00fchl, dass die Stadt wirklich versucht, uns zu unterst\u00fctzen. Aber grunds\u00e4tzlich w\u00fcnschen wir uns eine gesamtgesellschaftliche Anerkennung. Wir stellen seit 23 Jahren ehrenamtlich ein niedrigschwelliges Gratisprogramm auf die Beine. Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn das einfach auf festem Fundament stehen w\u00fcrde\u00ab, sagt Veranstalterin Gloe. <\/p>\n<p>F\u00fcr den H\u00f6rspielsommer gibt es noch Hoffnung. Der Verein hat bereits einen F\u00f6rderbescheid bekommen, er kann nun die H\u00e4rtefallregel in Anspruch nehmen. \u00bbWir sind mit der Stadt in guten Kontakt und versuchen jetzt alles, um als H\u00e4rtefall das Geld noch zu bekommen\u00ab, erz\u00e4hlt Gloe. Daf\u00fcr muss nachgewiesen werden, dass zeitnah Mittel zur Realisierung notwendig sind \u2013 selbstverst\u00e4ndlich auch hier alles unter Vorbehalt und der m\u00f6glichen R\u00fcckzahlungsoption. Das Kulturamt entscheidet nicht selbst, ob es sich um einen H\u00e4rtefall handelt, sondern leitet dies an die K\u00e4mmerei weiter, die dar\u00fcber Gericht h\u00e4lt. Aber ob diese Kultur und Projekte der freien Szene als H\u00e4rtefall ansieht, wird sich erst noch zeigen m\u00fcssen. \u00bbWir sind vorsichtig optimistisch, aber wir k\u00f6nnen gar nicht sagen, was passiert\u00ab, sagt Gloe. <\/p>\n<p>&gt; H\u00f6rspielsommer. 9.-13. Juli, Elsterflutbecken. <a href=\"https:\/\/hoerspielsommer.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.h\u00f6rspielsommer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.000 Euro. Die fehlen dem H\u00f6rspielsommer aktuell und niemand kann sicher sagen, ob das Geld kommt. 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