{"id":264574,"date":"2025-07-13T08:35:09","date_gmt":"2025-07-13T08:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264574\/"},"modified":"2025-07-13T08:35:09","modified_gmt":"2025-07-13T08:35:09","slug":"trump-und-winzer-us-strafzoelle-winzer-spueren-zermuerbende-unsicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264574\/","title":{"rendered":"Trump und Winzer: US-Strafz\u00f6lle? Winzer sp\u00fcren &#8222;zerm\u00fcrbende Unsicherheit&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>        Trump und Winzer<br \/>\n      US-Strafz\u00f6lle? Winzer sp\u00fcren &#8222;zerm\u00fcrbende Unsicherheit&#8220;<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Trump ist auch bei Winzern derzeit in aller Munde. Warum das weltpolitische Geschehen vor allem an der Mosel besonders be\u00e4ugt wird.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default is-initial\">Wie hoch fallen die US-Strafz\u00f6lle auf deutsche Weine aus? Diese Frage treibt derzeit Winzer im Anbaugebiet <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/mosel-4146986.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mosel<\/a> um wie keine andere. &#8222;Es ist eine zerm\u00fcrbende Unsicherheit&#8220;, sagt Winzer Florian Lauer aus Ayl an der Saar. Bleibt es bei den aktuell zehn Prozent, die bei der Einfuhr in die USA anfallen? Werden es 20 oder 25 Prozent? Oder doch 0 Prozent?<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Mit Spannung schauen die Winzer auf den 1. August. Das ist das neue Datum, das US-Pr\u00e4sident <a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/lifestyle\/leute\/themen\/donald-trump-4540962.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> f\u00fcr die Z\u00f6lle angek\u00fcndigt hat. Drei Monate waren sie ausgesetzt gewesen: Eigentlich war die Frist am 9. Juli ausgelaufen. Die EU-Kommission verhandelt schon l\u00e4nger mit Washington im Zollstreit &#8211; der Ausgang ist nach wie vor offen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Die Unsicherheit bremst Lauers US-Exportgesch\u00e4ft aus. &#8222;Wir sitzen auf gl\u00fchenden Kohlen&#8220;, sagt er. Er habe einen Keller voll <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/themen\/wein-6268988.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wein<\/a>, der in die USA gehen solle. Der Importeur habe den Transport auf Eis gelegt: &#8222;Man hat die ganze Zeit Angst, dass w\u00e4hrend die Ware auf dem Wasser ist, der Zoll erhoben wird&#8220;, sagt der Winzer, der Mitglied im Verband Deutscher Pr\u00e4dikatsweing\u00fcter (VDP) ist.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Bei 25 Prozent verdienen wir nichts mehr&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Rund 30 Prozent seiner Weine gehen in die <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/us-wahl-2024\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>. &#8222;Das sind etwa 30.000 Flaschen.&#8220; Wenn jetzt Z\u00f6lle in H\u00f6he von 25 Prozent k\u00e4men? &#8222;Dann w\u00e4re das ein herber Schlag f\u00fcr uns. Dann verdienen wir nichts mehr. Dann ist die Marge futsch&#8220;, sagt er. Die aktuellen 10 Prozent w\u00fcrden noch geradeso &#8222;z\u00e4hneknirschend&#8220; gehen. Lauer importiert noch in 16 weitere L\u00e4nder. &#8222;Aber die USA ist unser wichtigster Markt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Er hoffe, dass die dreimonatige Frist zur Zollerhebung erneut um zwei oder drei Monate verl\u00e4ngert werde. Davon gingen Importeure in den USA auch aus, weil die Verhandlungen mit der <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/eu-4540782.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> noch nicht beendet seien, sagt Lauer.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Das Anbaugebiet Mosel wird von US-Strafz\u00f6llen auf Weine besonders getroffen. Mit rund 6,3 Millionen Litern kommen fast die H\u00e4lfte aller deutschen Weine (13 Millionen Liter), die in die USA gehen, von der Mosel, wie der Leiter Weinwirtschaft der Industrie- und Handelskammer Trier, Albrecht Ehses, sagt. Die USA seien f\u00fcr die Moselwinzer der bedeutendste Auslandsmarkt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Wein spielt bei Verhandlungen &#8222;eine Sonderrolle&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Der Wein d\u00fcrfe bei den Verhandlungen zwischen der EU und Trump &#8222;nicht unter die R\u00e4der kommen&#8220;, sagt Winzer Johannes Selbach in Zeltingen-Rachtig an der Mosel. Es gebe eine starke Lobby in den USA gegen Z\u00f6lle auf Weine aus Europa. Das liege am sogenannten Three-Tier-System (Drei-Stufen-System) in den USA, ein gesetzlich vorgeschriebenes Vertriebsmodell f\u00fcr alkoholische Getr\u00e4nke.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Es besteht aus drei Stufen &#8211; Importeur, Gro\u00dfh\u00e4ndler und Einzelh\u00e4ndler &#8211; und sorge daf\u00fcr, dass der Produktpreis auf dem Weg zum Kunden mehrfach steige &#8211; und somit viele daran verdienten. &#8222;Bei Wein liegt die Wertsch\u00f6pfung zu mehr als 75 Prozent bei den Amerikanern&#8220;, sagt Selbach vom Weingut Selbach-Oster, der dem Verband Deutscher Weinexporteure angeh\u00f6rt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Aktuell stehen wohl 17 Prozent im Raum<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Hei\u00dft also: Wenn die USA beim Wein einen Zoll drauflegen, dann \u00e4rgern sich nicht nur die Lieferanten in der EU, sondern die gesamte Weinwirtschaft in den USA. &#8222;Deshalb spielt der Wein bei den Verhandlungen eine Sonderrolle.&#8220; Dar\u00fcber m\u00fcsse man eigentlich nicht lange verhandeln, meint Selbach. Nach seinen Informationen sei aber in den EU-Verhandlungen der Wein gerade aus dem Paket vom Tisch genommen worden. &#8222;Das ist fatal, er muss zur\u00fcck.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Sonst stehen derzeit Z\u00f6lle von 17 Prozent im Raum. &#8222;Das tut weh und wie das weh tut.&#8220; Mit 10 Prozent k\u00f6nnte man schlimmstenfalls leben: &#8222;Aber auch das ist schlecht.&#8220; Zuvor war er davon ausgegangen, dass &#8211; wenn man klug verhandele &#8211; f\u00fcr den Wein am Ende eine 0 stehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Selbach exportiert einen gro\u00dfen Teil seines Weins in die USA. Hinzu kommen noch rund 40 Betriebe, f\u00fcr die er den Export \u00fcbernimmt. Anders als bei Winzer Lauer l\u00e4uft sein Exportgesch\u00e4ft aktuell weiter. &#8222;Wir haben viel verladen. Und wir warten jetzt in der n\u00e4chsten Woche auf neue Auftr\u00e4ge.&#8220; Die Unsicherheit sei nat\u00fcrlich weiter belastend. &#8222;Wir leben alle quasi von der Hand in den Mund.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Ab 30 Prozent w\u00fcrden Weine nahezu unverk\u00e4uflich \u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Bei einem zehnprozentigen Strafzoll k\u00e4men wir vielleicht noch mit einem blauen Auge davon&#8220;, sagt VDP-Mitglied Ernst Loosen von der Mittelmosel. &#8222;30, 40 Prozent oder mehr w\u00fcrde importierte Weine nahezu unverk\u00e4uflich machen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Der Strafzoll von 25 Prozent in Trumps erster Amtszeit habe schon erhebliche Auswirkungen auf den Verkauf der Weine in den USA gehabt, da sich die Preise f\u00fcr die Verbraucher um 50 Prozent erh\u00f6ht h\u00e4tten, berichtet Loosen. &#8222;Diese gewaltigen Preisspr\u00fcnge hatten enorme Auswirkungen auf den Abverkauf der Weine.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">Gerade in dem amerikanischen Drei-Stufen-System f\u00fchre jede zus\u00e4tzliche Belastung zu ohnehin schon hohen Preisen, sagt Lara Haag vom VDP-Weingut Schloss Lieser laut Verband. &#8222;Weitere Strafz\u00f6lle w\u00fcrden den Absatz massiv beeintr\u00e4chtigen. In einem bereits stark umk\u00e4mpften Markt riskiert man dadurch Marktanteile zu verlieren \u2013 das w\u00fcrde uns, wie viele andere exportorientierte Weing\u00fcter auch, deutlich treffen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">VDP: Die Z\u00f6lle treffen alle Mitgliedsbetriebe<\/p>\n<p class=\"typo-body-default\">&#8222;Die Z\u00f6lle treffen alle unsere Mitgliedsbetriebe \u2013 ob kleine Familienweing\u00fcter oder gr\u00f6\u00dfere Erzeugerbetriebe \u2013, die \u00fcber Jahre hinweg enge Beziehungen zum US-Markt aufgebaut haben&#8220;, sagt Theresa Olkus vom VDP. Gleichzeitig schr\u00e4nkten sie auch die Vielfalt und Verf\u00fcgbarkeit deutscher Spitzenweine f\u00fcr amerikanische Importeure, Gastronomen und H\u00e4ndler deutlich ein. &#8222;Es entsteht Schaden in beide Richtungen.&#8220;<\/p>\n<p>\n    dpa\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trump und Winzer US-Strafz\u00f6lle? 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